Sonntag, 13. Dezember 2009

Meine Lieblingstaube Waldi...

Mama, schau mal die Taube dort! Waldi, komm her!

Ein Hund ist ein Fleisch- bzw. eine Beutefresser. Oder ist er doch eher ein Pflanzenfresser, oder gar mit der Taube verwandt, die ausschließlich Körner pickt? Schauen wir uns den Hund genauer an. Der Haushund stammt vom Wolf ab. Die genetische Nähe ist heute noch so groß, dass man Wölfe und Hunde erfolgreich verpaaren kann. Ist ein Wolf also etwa auch eine Taube? Man ist sich wohl einig, ein Wolf ist ein Fleischfresser, der Beutetiere erjagt und diese mit Haut und Haar frisst. Zusätzlich gönnt er sich ab und zu ein wenig Obst, ein paar Beeren und Kräuter. Zwar ist ein Hund kein Wolf und es ist bekannt, dass Hunde in höherem Maße in der Lage sind, Kohlenhydrate zu verwerten als Wölfe, aber was bedeutet das? Bedeutet höheres Maß in diesem Zusammenhang 10 % Kohlenhydratanteil in der Nahrung an Stelle von unter 5 % beim Wolf? Oder darf man daraus schließen, dass für einen Hund gleich 60 % Getreideanteil gelten sollten...?


Ist der Hund ein Beutefresser?

Hunden stammen unstrittig vom Wolf ab und auch wenn sie sich im Rahmen der Domestikation von ihrem Urahn etwas entfernt haben und auch ihre Ernährungsgewohnheiten angepasst haben, weisen sie eindeutige Merkmale eines Karnivors auf: So unterscheidet sich das Verdauungssytem des Haushundes nicht von jenem des Wolfes. Hunde haben das Gebiss eines Fleischfressers, mit scharfen Eckzähnen. Backenzähne und eine starke Kiefermuskulatur ermöglichen es, Beute zu greifen und Fleisch sowie Knochen zu zerbeißen. Der Speichel des Hundes enthält im Gegensatz zu uns Menschen keine kohlenhydratspaltenden Verdauungsenzyme [1] und dient lediglich als Gleitmittel für die Nahrung. Welpen fehlen die Enzyme zur Stärkespaltung bzw. Zuckerspaltung – Amylase und Saccharase – sogar fast vollständig.[2] Die Magensäure des Hundes kann einen pH-Wert von unter 1 erreichen [3] und erfüllt somit ihren Zweck hervorragend - Fleisch und Knochen zu zersetzen. Ein großer Magen mit aggressiven Verdauungssäften ermöglicht dem Hund, diese Nahrung zu verdauen, aber Magensäure wird nur in ausreichender Menge gebildet, wenn der richtige Schlüsselreiz in Erscheinung tritt: nämlich Fleisch. Getreide[4] und große Mengen Rohasche im Futter[5] hemmen die Produktion von Magensäure allerdings. Eine ausreichende Salzsäureproduktion ist jedoch Voraussetzung für die Eiweißverdauung.[6] Die Verdaulichkeit für Eiweiße tierischer Herkunft ist beim Hund weit höher als bei Eiweißen pflanzlicher Herkunft[7], wobei die Verdaulichkeit durch Kombination mit schwer verdaulichen Kohlenhydraten (z. B. Stärke)  bis zu 20% absinken kann.[8] Bereits aus diesen Fakten lässt sich ableiten, dass ein Hund eher ein Beutefresser als ein Pflanzenfresser ist, auch wenn er als nicht obligater Karnivor auch pflanzliche Nahrung in gewissem Umfang verwerten kann.

Warum Getreide nicht die richtige Basis ist

Abgesehen davon, dass im Hundefutter Getreide als Kohlenhydratlieferant eingesetzt wird, werden zusätzlich Futtermittel wie Weizen- oder Maiskleber als reine Eiweißquellen verarbeitet. Doch das ist nicht unproblematisch. Grundsätzlich ist die Aminosäurenzusammensetzung von pflanzlichem Protein für Hunde eher ungünstig[9], was zu einer schlechten Bio-Verfügbarkeit führt, die Zusammensetzung ist bei Fleisch, Innereien, Eiern oder Milchprodukten hingegen ist optimal. Nachteilig ist daraus folgend, dass das minderwertige Eiweiß aus dem Getreide nicht hauptsächlich im Dünndarm, sondern im Dickdarm verdaut wird. Im Dünndarm findet die Verdauung enzymatisch statt, im Dickdarm ist sie aber fast ausschließlich mikrobieller Natur, was nicht nur ineffizient ist, sondern aufgrund der erheblichen Ausschüttung von Ammoniak und Aminen zu einer erheblichen Belastung des Organismus führt.[9a] Das trifft im Übrigen auch auf einige Kohlenhydrate zu [9b], die mit ungeeigneten Futtermitteln zusätzlich in den Verdauungstrakt des Hundes gelangen.

Eine kohlenhydratreiche Ernährung begünstigt zudem die Bildung von bakteriellen Zahnbelägen.[10] Außerdem nimmt mit einer Zunahme des Rohfasergehalts im Futter (durch Gabe von einem hohen Getreide-Anteil) um 1% in der Trockenmasse, die Verdaulichkeit des organischen Futteranteils um 1,6% zurück.[11] Dennoch weisen Wissenschaftler darauf hin, dass die Bauchspeicheldrüse des Hundes aufgrund ihrer Enzymausstattung (im Alter ab etwa 4 Monaten) in der Lage ist, Stärke so gut zu verdauen, dass bis zu ⅔ der Gesamtfutterenergie (nicht Menge!!!) über diese geliefert werden kann.[12] Als Maßnahme zur Vorbeugung von Magendrehungen wird andererseits jedoch empfohlen, den Anteil an Zuckern (Stärke ist ein Zucker) auf ⅓ der Ration zu begrenzen, sowie überhöhte Calcium-Gehalte zu vermeiden. Der Calcium-Bedarf des Hundes steigt allerdings mit der Gabe von getreidelastiger Nahrung an, da die im Getreide enthaltene Phytinsäure, Calcium bindet.[13] Außerdem sollte das Futter zur Vorbeugung von Magendrehungen nicht trocken, nicht gekocht und nicht zerkleinert sein. Auch der Gehalt an Rohasche sollte nicht zu hoch sein.[14] Man muss auch man beachten, dass Hunde fast überhaupt gar keine Kohlenhydrate benötigen [15] und dass sie außerdem in der Lage sind, Fett als Energieträger in noch viel größerem Maße, nämlich bis zu 10 g pro kg KM zu verdauen [16], was nicht nur ⅔ der Gesamtfutterenergie entspricht, sondern sogar 100%.

Die korrekte Schlussfolgerung aus diesen Fakten lautet nunmehr: man ernähre den Hund hauptsächlich mit Getreide! Oder? Klingt doch logisch. Oder etwa nicht? Unglücklicherweise müssen die meisten unserer vierbeinigen Freunde eine Nahrung zu sich nehmen, die zu 60–90% aus Getreide besteht. Diese Nahrung besorgt Frauchen dann auch gern mal um die Ecke im Baumarkt. Ist das nicht absurd?

Man könnte sich die Frage stellen, wieso ein Hund denn bitte fast ausschließlich Körner fressen soll wie eine Taube? Gegen einen gewissen Getreideanteil ist sicher nichts einzuwenden, aber warum muss es gleich der Hauptteil der Nahrung sein? Warum beginnt die Zutatenliste der meisten Trockenfutter mit dem Wort „Getreide“?  Ganz einfach, weil es billiger ist als hochwertiges Fleisch zu verarbeiten. In der Industrie müssen die Gewinnmargen stimmen, hinzu kommt die allseits verbreitete Geiz-ist-geil-Mentalität. Mit hochwertigen Zutaten kommt man da nicht weit. Was aber geschieht mit unserem besten Freund, dem Hund? Er sieht sich täglich mit seiner billigen Getreidemahlzeit konfrontiert. Der Verdauungsapparat ist mit der Verwertung dieses unnatürlichen Futters überlastet, der wichtige Schlüsselreiz Fleisch fehlt und es kann zu Durchfällen sowie Fehlgärungen kommen und Bakterien und Parasiten stehen Tür und Tor offen. Viele Hunde entwickeln im besten Falle auf Dauer eine Allergie oder leiden an Magen-Darm-Problemen.


Eine kohlenhydratreiche Ernährung begünstigt zudem die Bildung von bakteriellen Zahnbelägen.[10] Außerdem nimmt mit einer Zunahme des Rohfasergehalts im Futter (durch Gabe von einem hohen Getreide-Anteil) um 1% in der Trockenmasse, die Verdaulichkeit des organischen Futteranteils um 1,6% zurück.[11] Dennoch weisen Wissenschaftler darauf hin, dass die Bauchspeicheldrüse des Hundes aufgrund ihrer Enzymausstattung (im Alter ab etwa 4 Monaten) in der Lage ist, Stärke so gut zu verdauen, dass bis zu ⅔ der Gesamtfutterenergie (nicht Menge!!!) über diese geliefert werden kann.[12] Als Maßnahme zur Vorbeugung von Magendrehungen wird andererseits jedoch empfohlen, den Anteil an Zuckern (Stärke ist ein Zucker) auf ⅓ der Ration zu begrenzen, sowie überhöhte Calcium-Gehalte zu vermeiden. Der Calcium-Bedarf des Hundes steigt allerdings mit der Gabe von getreidelastiger Nahrung an, da die im Getreide enthaltene Phytinsäure, Calcium bindet.[13] Außerdem sollte das Futter zur Vorbeugung von Magendrehungen nicht trocken, nicht gekocht und nicht zerkleinert sein. Auch der Gehalt an Rohasche sollte nicht zu hoch sein.[14] Man muss auch man beachten, dass Hunde fast überhaupt gar keine Kohlenhydrate benötigen [15] und dass sie außerdem in der Lage sind, Fett als Energieträger in noch viel größerem Maße, nämlich bis zu 10 g pro kg KM zu verdauen [16], was nicht nur ⅔ der Gesamtfutterenergie entspricht, sondern sogar 100%.

Die korrekte Schlussfolgerung aus diesen Fakten lautet nunmehr: man ernähre den Hund hauptsächlich mit Getreide! Oder? Klingt doch logisch. Oder etwa nicht? Unglücklicherweise müssen die meisten unserer vierbeinigen Freunde eine Nahrung zu sich nehmen, die zu 60-90% aus Getreide besteht. Diese Nahrung besorgt Frauchen dann auch gern mal um die Ecke im Baumarkt. Ist das nicht absurd?

Man könnte sich die Frage stellen, wieso ein Hund denn bitte fast ausschließlich Körner fressen soll wie eine Taube? Gegen einen gewissen Getreideanteil ist sicher nichts einzuwenden, aber warum muss es gleich der Hauptteil der Nahrung sein? Warum beginnt die Zutatenliste der meisten Trockenfutter mit dem Wort „Getreide“?  Ganz einfach, weil es billiger ist als wertvolles Fleisch zu verarbeiten. In der Industrie müssen die Gewinnmargen stimmen, hinzu kommt die allseits verbreitete Geiz-ist-geil-Mentalität. Mit hochwertigen Zutaten kommt man da nicht weit. Was aber geschieht mit unserem besten Freund, dem Hund? Er sieht sich täglich mit seiner billigen Getreidemahlzeit konfrontiert. Der Verdauungsapparat ist mit der Verwertung dieses unnatürlichen Futters überlastet, der wichtige Schlüsselreiz Fleisch fehlt und es kann zu Durchfällen sowie Fehlgärungen kommen und Bakterien und Parasiten stehen Tür und Tor offen. Viele Hunde entwickeln im besten Falle auf Dauer eine Allergie oder leiden an Magen-Darm-Problemen.


Was sonst noch im Fertigfutter steckt

Die Eigenschaft der Getreidebasis ist beim Futter aber noch gar nicht das Schlimmste. Nein, das Arsenal an Chemikalien die nötig sind, um die graue Pampe aus Getreide, tierischen Nebenerzeugnissen, Sägemehl, Zucker und sogar Klärschlamm schmackhaft, vermarktbar (das Auge des Besitzers frisst ja mit) und haltbar zu machen, ist schier grenzenlos. Hunde werden mit wunderbaren Zusätzen wie Ethoxyquin, Formaldehyd, Butylhydroxytoluol, Halofuginon,  Ammoniumchlorid, usw. verwöhnt – jeden Tag. Diese netten Zutaten führten in Versuchen oft genug zu Leberschäden, Missbildungen an Föten, Krebs und leider auch schlichtweg zum Tod. Hier steht die Maskierung des Abfalls im Vordergrund.[17] Warum den Hunden solche Zusatzstoffe unter dem Deckmantel ausgewogener Ernährung „verabreichen“?

Das ist übrigens das Schlagwort vieler Futtermittelhersteller: Ausgewogenheit. Jeder Nährstoff, zu jeder Mahlzeit. Füttern Sie Ihren Hund bloß nicht mit Selbstgekochtem oder gar natürlicher Nahrung – Sie könnten ihn damit umbringen. Das rät Ihnen auch fast jeder Tierarzt.


Die ideale Zusammensetzung eines Hundefutters

Die Suche nach einem wirklich guten Hundefutter gleicht der Suche nach dem heiligen Gral. Ein gutes Futter...
  • enthält hochwertige Eiweißquellen tierischen Ursprungs, einen angemessenen Anteil Innereien (eine Beutetier besteht nicht zu 50% aus Innereien, sondern eher zu 15%) und wertvolle Fettlieferanten (tierisch und pflanzlich)
  • enthält wenig  bis gar kein Getreide (<10%) und wenn Getreide, dann bitte nicht wertlosen Mais oder gar Weizen, sondern besser Braunhirse
  • enthält keine Füllstoffe (wie Zuckerrübenschnitzel), keinen Zucker
  • enthält Vitamine und Mineralien natürlichen Ursprungs
  • enthält keine Heilkräuter (wie z. B. Beinwell, Mariendistel, Katzenkralle)
  • enthält keine Farb- und Konservierungsstoffe (auch keine pseudo-natürlichen), keine Lockstoffe, keine Geschmacksverstärker
  • wurde ohne Tierversuche hergestellt (siehe Liste der Hersteller, die keine Tierversuche durchführen lassen)
Leider ist es für den Nichtlebensmittelchemiker oft schwer, zu erraten, was sich hinter den "E"s und anderen kryptischen Umschreibungen auf der Futterverpackung verbirgt. Erschwerend kommt hinzu, dass die Gesetzeslage eine korrekte Kennzeichnung schlichtweg verbietet. So ist beispielsweise die Kennzeichnung von Aromastoffen, aber auch von Süßstoffen und Glutamat nicht zulässig. Die Hersteller dürfen nur vage Angaben machen: mit Konservierungsstoff. Eine lange Haltbarkeit des Futters weist im Übrigen auf einen hohen Anteil von Konservierungsstoffen hin: Hersteller müssen nur angeben, was sie dem Produkt selbst hinzugefügt haben. Wer also bereits Grundzutaten kauft, in denen Konservierungsstoffe enthalten sind, muss auf diese nicht gesondert hinweisen...

Der hohe Getreideanteil in einem Futter ist meist gut versteckt, indem jede Getreideart einzeln aufgeführt wird, das führt dann dazu, dass das Tiermehl doch an die erste Stelle der Zutatenliste rutscht. Dass auch Tiermehl kein geeignetes Futter für Hunde darstellt, hatten wir ja schon.

Auch hier gilt: wer die Wahl hat, hat hier wohl die Qual. Oder besser, des Menschen bester Freund - die Taube ähh, der Hund - hat die Qual und der Besitzer die Wahl.

"Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast." (Antoine de Saint-Exupery - Der kleine Prinz) Waldi und Pfiffi würden für uns durch die Hölle gehen. Aber sind wir in der Lage, unsere Hunde im Gegenzug wenigstens anständig zu ernähren?
___________________________________________
        
[1] Meyer/Zentek (2005): Ernährung des Hundes, S. 35
[2] Meyer/Zentek (2005): Ernährung des Hundes, S. 155.
[3] Meyer/Zentek (2005): Ernährung des Hundes, S. 25
[4] Meyer/Zentek (2005): Ernährung des Hundes, S. 25
[5] Meyer/Zentek (2005): Ernährung des Hundes, S.42
[6] Meyer/Zentek (2005): Ernährung des Hundes, S. 33
[7] Meyer/Zentek (2005): Ernährung des Hundes, S. 39f.
[8] Meyer/Zentek (2005): Ernährung des Hundes, S. 41.
[9] Meyer/Zentek (2005): Ernährung des Hundes, S. 100
[9a] Meyer/Zentek (2005): Ernährung des Hundes, S. 58.
[9b] Meyer/Zentek (2005): Ernährung des Hundes, S. 41.
[10] Meyer/Zentek (2005): Ernährung des Hundes, S. 178.
[11] Meyer/Zentek (2005): Ernährung des Hundes, S. 42.
[12] Meyer/Zentek (2005): Ernährung des Hundes, S. 36.
[13] Meyer/Zentek (2005): Ernährung des Hundes, S. 42.
[14] Meyer/Zentek (2005): Ernährung des Hundes, S. 179.
[15] Grünbaum/Schimke (2007): Klinik der Hundekrankheiten, S. 111.
[16] Meyer/Zentek (2005): Ernährung des Hundes, S. 40.
[17] Grimm, H.-U. (2009): Katzen würden Mäuse kaufen

Kommentare:

Petra Brandl hat gesagt…

Hut ab !
Deine Berichte sind genial. Man könnte sie nicht besser schreiben, du hast dir da verdammt viel Mühe gemacht.

Echt KLASSE !

Anonym hat gesagt…

Weiter so weiter so weiter so!
Diese ekelhafte Industriedreck sollte man den Hundehaltern selbst mal auftischen.

Prost Mahlzeit!

Anonym hat gesagt…

Hallo Nadine,

das Thema Ernährung finde ich super spannend und weil in deinen Quellenangaben so häufig Meyer/Zentek erwähnt werden, habe ich mir das Buch "Ernährung des Hundes" direkt mal zugelegt - und bin schwer enttäuscht... Hast du eine Erklärung dafür, warum die Herren in ihren Futterplänen solch riesige Mengen an Kohlenhydraten vorschlagen? Sogar die BARF-Rationen dürfte man eigentlich gar nicht als BARF bezeichnen... Ich möchte mich hier nicht gegen Kohlenhydrate aussprechen, sie haben in Maßen durchaus einige Vorzüge, aber ich wüsste zu gerne mit welcher Begründung Herr Zentek so viele Kohlenhydrate empfiehlt, auch mit Blick auf Diätpläne für Hunde mit z.B. Pankreasinsuffizienz. Hast du vielleicht eine Antwort darauf, weil du dich ja auch sehr häufig auf dieses Buch als Quelle beziehst.

LG Kathi

Nadine Wolf hat gesagt…

Hallo Kathi,

ich weiß es nicht sicher, vermute jedoch, dass Wirtschaftlichkeit dahinter steckt. Kohlenhydratlieferanten sind billig, leicht zu beschaffen und problemlos zu lagern. Wenn man Fett als Energiequelle einsetzen will, muss man das ja kühlen, es ist teurer etc. Einen anderen Grund kann ich nicht erkennen, denn die Nachteiligkeit wird ja im Buch selbst immer wieder betont. Man findet aber zu Fleisch & Co. keine Negativpunkte, also zumindest nicht bei den Sachen, die man als Barfer füttern würde.
Ich denke, Veterinären kommt es in erster Linie nicht darauf an, dass das Futter möglichst artgerecht und naturnah ist und für maximale Lebensdauer sorgt, denn wenn Du Dir mal die übliche Nahrung bei Schlachttieren ansiehst, so entspricht das auch dort nicht den genannten Kriterien. Das natürliche Futter eines Rinds hat z. B. nichts mit Getreide oder Soja zu tun. Überhaupt gar nichts... es geht dann eher darum, mit welchem Futter man die besten Erträge erzielen kann. Langlebigkeit spielt auch dort keine Rolle, kein Nutztier erreicht sein Maximalalter.

Es gibt im neuen M/Z Buch auch "BARF-Rezepte" ohne nennenswerte KH-Lieferanten. Immerhin. Ich verwende das Buch als Quelle, weil es das Standardwerk zur Ernährung ist und weil selbst darin zig Argumente zu finden sind, die gegen eine Kohlenhydratmast beim Hund sprechen...

LG, nadine

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