Mittwoch, 29. Dezember 2010

Wie viel kostet die Haltung eines Ridgebacks?


Bevor man einen Hund „adoptiert“, sollte man nicht nur darüber nachdenken, ob man in der Lage ist, sich 10-15 Jahre um ihn zu kümmern, ihn artgerecht zu halten und ihm ein liebevolles Zuhause zu bieten, man muss sich auch darüber im klaren sein, dass die Haltung eines Hundes recht kostenintensiv sein kann. Manch ein Hundefan ist sich gar nicht darüber bewusst, welche Kosten auf ihn zukommen könnten. Die Stiftung Warentest berechnete im Jahr 1999, dass ein Hund im Verlaufe seines Lebens 5.000 - 10.000 Euro kostet. Mal sehen...

Die Anschaffungskosten für einen Rassehund mögen hoch erscheinen, stellen jedoch im Laufe der Jahre einen eher kleinen Betrag dar:

Anschaffungskosten: Rhodesian Ridgeback aus VDH-Zucht: 1.500-2.000 Euro

Kosten Welpenhaltung:
  • Verstellbares Geschirr: 30 Euro
  • Verstellbares Halsband: 10 Euro
  • Hundeleine: 25 Euro
  • Welpenbett: 30 Euro
  • Hundenapf (2 x): 15 Euro
  • Spielzeug: 30 Euro
  • Fellpflegehandschuh: 2 Euro
  • Clicker: 5 Euro
  • Leckerlitasche: 15 Euro
  • Zeckenzange: 5 Euro
  • Kotbeutelbox: 3 Euro
  • Kotbeutel: 15 Euro pro Monat
  • Welpenspielstunde: 60 Euro
  • Haftpflichtversicherung: 60 Euro pro Jahr
  • Impfung SHP, 12. Woche, 16. Woche: 2 x 25 Euro
  • Impfung Tollwut nach der Zahnung: 25 Euro
  • Hundefutter (BARF/Hochwertiges Fertigfutter): 40 Euro pro Monat/60 Euro pro Monat - Welpen benötigen ca. 6% ihres Körpergewichtes

Kosten für einen gesunden Rigeback in den ersten 12 Monaten im Schnitt: 1.000 Euro + 1.700 Euro Anschaffungskosten.

Der Hund wächst langsam heran. Im Alter von ca. 12 Monaten ist das Skelettwachstum eines Ridgebacks abgeschlossen. Der Hund wird zwar noch etwas zunehmen, aber er wird nicht mehr großartig wachsen. Daher kann man nun stabile, hochwertige Halsbänder, Leinen & Co. kaufen, die einige Jahre halten, denn der Hund wird nicht mehr aus ihnen herauswachsen.

Kosten Haltung erwachsener Hund:
  • Geschirr (Maßanfertigung): 40 Euro
  • Halsband (Leder): 70 Euro
  • Leine (Leder): 70 Euro
  • Hundebett (groß): 90 Euro
  • Neues Spielzeug: 50 Euro
  • Hundesteuer: 30-120 Euro pro Jahr (je nach Gemeinde, RR gelten nirgends als gefährliche Hunde)
  • Haftpflichtversicherung: 60 Euro pro Jahr
  • Hundefutter (BARF/Hochwertiges Fertigfutter): 50 Euro pro Monat/75 Euro pro Monat
  • Tollwutimpfung alle 3 Jahre: 25 Euro
 Optional:
  • Leuchthalsband: 35 Euro
  • Fahrradhalterung: 35 Euro
  • Reizangel: 30 Euro (Sport)
  • Doppelpfeife: 10 Euro (Sport)
  • Schleppleine/Feldleine: 15 Euro
  • Junghundkurs: 200 Euro
  • Booties: 70 Euro (Sport)
  • Hundemantel: 60 Euro (Sport)
  • Schwimmweste: 90 Euro (Sport)
  • Spot-Ons (gegen Ungeziefer): 10 Euro pro Monat
  • Hundegitter (Auto): 115 Euro
  • Hundebox (Auto): 270 Euro
  • Schutzdecke/-wanne (Auto): 140 Euro
  • Sicherheitsgurt (Auto): 50 Euro
  • Hundeschutzhöschen (für Hündinnen): 10 Euro
  • Wechseleinlagen: 2 Euro 
Außerdem:
  • Aufenthalt Hundepension: ab 25 Euro pro Nacht
  • Mitnahme eines Hundes in ein Hotel: ca. 15 Euro pro Nacht
  • Bahnfahrticket für den Hund: entspricht Kinderfahrpreis (Bahncard nicht möglich)
  • Meldegebühr für Ausstellungen: ca. 40 Euro
  • .....

Hier sind der Fantasie eigentlich keine Grenzen gesetzt. Die Liste ist geradezu endlos verlängerbar. Man kann für Hunde alles Mögliche kaufen. Meistens bleibt es nicht bei einem Halsband oder einer Leine. Nein, es werden auch noch Hundebücher gekauft, weiteres Spielzeug, weitere Trainingshilfen oder wie wäre es mit einem extra tollen Halsband für den Hund? Die Ausgaben für einen Hund können ausufern…. Aber selbst wenn man sich auf das Nötigste beschränkt, sind die Kosten recht beachtlich.

Kosten für einen gesunden Rigeback im 2. Lebensjahr im Schnitt: 1.900 Euro - wenn man nicht alle aufgeführten Gegenstände kauft ;-)

Tierarztkosten
Da dieser Punkt je nach Gesundheitszustand des Tieres bei quasi 0 oder auch bei mehreren tausend Euro liegen kann, führe ich ihn gesondert auf. Es kann immer wieder vorkommen, dass er Hund sich verletzt oder gar eine chronische Erkrankung entwickelt. Aus der Gebührenordnung für Tierärzte gehen die entsprechenden Regelsätze hervor.

Hier mal einige Beispiele aus der Praxis:
Eine allgemeine Untersuchung schlägt bereits mit ca. 20 Euro zu Buche, eine kleine OP (z. B. Knochenbiopsie) kostet ca. 300 Euro, ein MRT kostet ca. 250 Euro. Auch Medikamente sind natürlich teuer: 100 Kapseln Vetmedin (Behandlung von Herzinsuffizienz) kosten 70 Euro und sind nach 50 Tagen i.d.R. aufgebraucht, eine Flasche Metacam (Schmerzmittel) kostet 17 Euro. Und Laboruntersuchungen sind auch kein Schnäppchen: Untersuchung einer Gewebeprobe 40 Euro, Laborkosten Allergietest: 200-250 Euro.

Auch der Tod ist nicht umsonst: Euthanasie (Einschläferung) eines Ridgebacks mit Hausbesuch: 105 Euro, Einäscherung eines Ridgebacks inkl. Urne: 400 Euro.

Man kann keine generelle Aussage treffen. Ich kann nur für meinen Neo sprechen. Er litt jahrelang unter Allergien, die Fellprobleme und Durchfall verursachten, hatte einmal einen Unfall mit einer großen Hautverletzung – welche unter Narkose genäht werden musste, hatte einmal eine Babesiose-Erkrankung und litt am Ende seines Lebens an Knochenkrebs und hatte einen Mastzellentumor, der entfernt wurde. Letztendlich musste er eingeschläfert werden. Ich würde sagen, das ist ein gar nicht so ungewöhnlicher Verlauf eines Hundelebens: Ich habe für Neo in den 9 Jahren seines Lebens schätzungsweise 4.000 Euro für Tierarztbesuche hingeblättert.
Man sollte für Tierarztkosten schon einen größeren Betrag einplanen, oder aber wenigstens eine OP-Versicherung abschließen. Eine generelle Krankenversicherung für Hunde lohnt sich i.d.R. nicht. Dann lieber monatlich etwas Geld beiseite legen.

Zubehör für Frauchen/Herrchen:

Das ist auch noch ein Punkt, den man schnell mal vergisst: Die meisten frisch gebackenen Hundebesitzer werden feststellen, dass ihr Kleiderschrank so gar nicht für die artgerechte Haltung eines Hundes ausgestattet ist. Klar, wer schon immer ein Outdoorfreak war, hat jede Menge geeignete Kleidung im Schrank. Stubenhocker jedoch begeben sich bei Regen oder extremer Kälte eher nicht vor die Tür. Das ändert sich, sobald ein Hund einzieht...

Was man braucht:
  • Wasserabweisende 2in1 Doppeljacke: 150 Euro
  • Regenhose: 60 Euro
  • Thermohose: 100 Euro
  • Wanderschuhe: 60 Euro
  • Winterstiefel: 100 Euro
  • Wasserabweisende Handschuhe: 20 Euro
  • Mütze & Schal: hat jeder zuhause ;-)

Ich sehe immer wieder zitternde Hundehalter beim Spaziergang, die einfach keine geeignete Kleidung tragen. Man sollte für die Outdoor-Sachen lieber ein bisschen tiefer in die Tasche greifen und gute Sachen kaufen. Die halten über Jahre und wenn es draußen bitter kalt oder klatschnass ist, dann ist man sehr dankbar für geeignete Kleidung und der Hund ist es auch. Denn unsere vierbeinigen Freunde wollen auch dann spazieren gehen, wenn wir lieber auf der Couch sitzen würden und zwar nicht nur 5 Minuten um den Block.

Für Spaziergänge bei „normalen“ Bedingungen kann man einfach irgendwelche alten Hosen, Pullover und Jacken aussortieren. Man muss dabei im Auge behalten, dass man von fremden Hunden angesprungen (oder gar angepinkelt) werden könnte. Feine Abendgarderobe á la Paris Hilton hat beim Hundespaziergang nichts zu suchen ;-)

Kosten für Frauchens/Herrchens Outdoorkleidung: 500 Euro

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man über die Jahre immer mal wieder ein neues Halsband, eine Kuscheldecke oder eine endlose Anzahl an getrockneten Rinderohren oder Ochsenziemern kauft. Es fällt auch schwer, an schönen Leinen und Halsbändern vorbei zu gehen, auch wenn die alten Sachen noch längst nicht kaputt sind. Diese Dinge kosten natürlich Geld und zwar viel Geld. Ich habe sie mal nicht einkalkuliert und dennoch:

Kosten für einen kerngesunden Ridgeback in 12 Lebensjahren: 16.800 Euro, das entspricht ca. 120 Euro im Monat.

Diese Kosten enthalten die jeweilige Grundausstattung bei einmaligem Ersatz der Halsbänder, Leinen und Spielzeuge sowie Kosten der Fütterung und Haltung und die Tierarztkosten für die Tollwutimpfungen alle 3 Jahre sowie eine eventuelle Einschläferung + Beerdigung.

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Hilfe! Wie erstelle ich einen BARF-Plan? Mit dem BARF-Rechner / BARF-Kalkulator!



Manch ein Hundehalter, der das Thema BARF für sich entdeckt hat, sitzt oftmals mit qualmendem Kopf vor vielen Nährstofftabellen und fragt sich, warum muss das Erstellen eines Futterplans so unglaublich kompliziert sein? Und überhaupt, wie viel muss nun von welcher Komponente im Futternapf landen? Und um Gottes Willen: bekommt der Hund auch genug Calcium?!?!

Immer mit der Ruhe. Einen gesunden Hund zu Barfen ist nicht wirklich kompliziert. Man muss sich natürlich etwas belesen, aber die Fütterung wird nach anfänglicher Panik schnell zur absoluten Routine. Als kleine Unterstützung für Anfänger habe ich einen BARF-Rechner erstellt, der einerseits mittels Gewicht und Futterbedarf des Hundes eine Aufteilung der einzelnen Komponenten als Tages- und Wochenration berechnet. Andererseits ermöglicht der BARF-Kalkulator die Überprüfung einer von Hundebesitzern ganz besonders gefürchteten Bedarfswerts: nämlich der Calciumversorgung. Außerdem beinhaltet die BARF-Tabelle eine praktische Hilfe zur Fleischbestellung. Wer sich seinen Gefrierschrank gleich im richtigen Bedarfsverhältnis des Hundes mit tierischen Leckereien befüllt, der muss sich um die Rationsgestaltung und Ausgewogenheit des Futters keine Sorgen mehr machen.

Der BARF-Rechner

Wer Excel auf seinem PC installiert hat, kann die Berechnungstabelle problemlos öffnen. Einfach auf den entsprechenden Link klicken, Excel-Tabelle auf dem PC speichern und ausfüllen. Fertig.


http://dl.dropbox.com/u/8223179/BARF-Tabelle_2007_Ausf%C3%BCllhilfe.xlsx

Funktionsweise

Arbeitsblatt Futterplan

Die Tabelle ist für maximal 3 Hunde ausgelegt. Die Daten des jeweiligen Hundes (Name, Gewicht, Wachstumsphase, Anzahl Fastentage, Futtermenge in % - große Hunde eher 2‒3 %, kleine Tiere 3‒4 %) werden im oberen Bereich eingetragen – einfach in die grauen Felder klicken und schreiben oder auswählen. Es gibt einen BARF-Futterplan, der Getreidefütterung berücksichtigt und einen ohne Getreide - einfach unten in der Excel-Tabelle auswählen.

Die Tabellen sind unterteilt in Wochen- und Tagesbedarf. Ich persönlich orientiere mich am Tagesbedarf, um zu sehen wie viel der Hund täglich ungefähr fressen muss. Dabei achte ich darauf, dass der Hund täglich die ungefähre Menge an RFK (Rohe fleischige Knochen) und Innereien bekommt, weil ich diese Komponenten gern auf so viele Tage wie möglich verteile. Die Bereiche Fleisch und Pansen verteile ich einfach im richtigen Verhältnis über die Woche. Mal gibt es an einem Tag nur Pansen + Innereien + RFK + Gemüse/Obst, dann mal nur Fleisch + Innereien + RFK + Gemüse/Obst.

Die blau hinterlegte Tabelle im unteren Bereich zeigt an, wie hoch der Calcium-Bedarf des Hundes ist und mit welchen Zutaten man ihn abdecken kann. Wenn man gemischte RFK - also sowohl sehr calciumhaltige (Rinderknochen) als auch weniger calciumhaltige (Hühnerflügel) - füttert, dann ist diese Tabelle eigentlich unwichtig. Wenn man aber gar keine Knochen füttern kann oder nur sehr weiche Knochen (wie z. B. Hühnerflügel) weil der Hund harte Knochen nicht verträgt, dann sollte man sich für den RFK-Anteil der Ration an der blauen Tabelle unten orientieren. Ansonsten kann man die blaue Tabelle für ein gutes Gewissen nutzen. Die darin verwendeten Calcium-Bedarfswerte basieren auf den Angaben von Swanie Simon, die sich an den Vorgaben des National Research Councils (NRC) orientiert hat. Dabei werden Bandbreiten angegeben - für ausgewachsene Tiere 5090 mg und für Welpen 115133 mg . Als Referenzwert für den Ca-Bedarf habe ich bei der getreidefreien Fütterung für Welpen mit 115 mg Calcium pro kg Körpergewicht pro Tag, für erwachsene Hunde entsprechend mit 50 mg gerechnet. Der Futterplan mit Getreide verwendet höhere Werte, nämlich 70 mg für erwachsene Hunde und 125 mg für Welpen. Der Grund dafür ist die im Getreide enthaltene Phytinsäure, die die Calcium-Verwertung hemmt. Daher wurde auch der RFK-Anteil in der Ration erhöht (von 15% auf 20% der tierischen Erzeugnisse).

Anwendungsbeispiel: Hund Bayo wiegt 10 kg, ist noch im Wachstum und bekommt 6% Futtermenge. Also bekommt er täglich insgesamt 600 g Futter. Dies setzt sich folgendermaßen zusammen: 120g Obst/Gemüse-Mix, 240 g Muskelfleisch, 96 g Pansen/Blättermagen, 72 g Innereien und 72 g RFK. So ist es der oberen Tabelle zu entnehmen. Bayo z. B. vertrug als Welpe allerdings nur Hühnerflügel und keine harten Knochen. In so einem Fall schaut man in die blaue Tabelle und gibt dem Hund 115 g Hühnerflügel, an Stelle von 72 g gemischten RFK um den Ca-Bedarf zu decken. Natürlich muss man die Werte runden. Kein Mensch wiegt 72 g von irgendwas ab. Man verwendet einfach 70 g. Man muss auch nicht täglich 240 g Muskelfleisch und 100 g Pansen/Blättermagen geben. Es ist auch kein Problem, an einem Tag mal 340 g Fleisch zu geben und an einem anderen Tag dann 340 g Pansen. Diese Futterkomponenten kann man über einen längeren Zeitraum gut ausgleichen.

Achtung, bei der Calcium-Tabelle (blau hinterlegt) wird ein eventueller Fastentag berücksichtigt. Ich gehe dabei davon aus, dass der Hund nur an den normalen Futtertagen Knochen oder Calciumpräparate erhält. Fastentage sind nur für erwachsene Hunde geeignet.

+++Neu+++ Alternativen zur Knochenfütterung werden hier erläutert.

Arbeitsblatt Fleischbestellung

Im zweiten bzw. vierten Arbeitsblatt (ganz unten in der Tabelle anklickbar) befindet sich der Bereich Fleischbestellung - jeweils getrennt nach getreidehaltiger Fütterung und einer Fütterung ohne Getreide. Dort sind bereits verschiedene Fleischsorten eingetragen. Die Übersicht kann beliebig erweitert und mit anderen Fleischsorten ergänzt werden. Sollte der Platz nicht ausreichen, dann kann man eine oder mehrere weitere Zeilen einfügen, indem man die ganze Zeile markiert und „Strg & +“ drückt (zum Markieren der Zeile einfach mit dem Cursor auf die Zeile 29 am linken Rand klicken, der Cursor verwandelt sich in einen horizontalen Pfeil und die gesamte Zeile wird dunkel hinterlegt). Es erscheint eine neue Zeile und man trägt dann ganz links z.B. „Lammfleisch“ ein und schon ist die neue Zeile einsatzbereit.

Während der Fleischbestellung trägt man dann einfach die entsprechende Menge in die jeweilige Spalte ein. Es sind schon beispielhaft Werte eingetragen. Unten sieht man dann, wie viel man insgesamt bestellt hat und wie das Verhältnis sein „Soll“ und wie es „Ist“. Bei Excel 2007 wird immer der Bereich rot markiert, der noch nicht im richtigen Verhältnis vorliegt. Bei Excel 2003 kann es sein, dass diese Funktion nicht vorhanden ist. Man kann dennoch sehen, in welchem Verhältnis man gekauft hat und wie viel es sein sollte. Wenn man mehr als 28kg (max. Gewicht beim Versand per DHL pro Paket) eingetragen hat, bekommt man eine Meldung.

Die Tabelle wurde nach bestem Wissen und Gewissen erstellt, dennoch kann ich natürlich keine Garantie oder Haftung für die Richtigkeit der Werte und letztendliche Verwendung durch den jeweiligen Besitzer übernehmen. Es ist wichtig, nicht einfach "drauf los zu barfen", sondern sich mit dem Thema vorab auseinander zu setzen und sich zu belesen oder erfahrene Barfer zu befragen.

Barfen ist nicht schwer und auch nicht sonderlich kompliziert, aber man kann durchaus Fehler machen, die der Hund dann ausbaden muss.

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Freitag, 10. Dezember 2010

Was macht ein afrikanischer Hund im Winter?


Die Kälte hat uns fest im Griff. Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt lassen uns Menschen zu dicken Winterjacken, Schals, Mützen und Handschuhen greifen. Was aber macht ein afrikanischer Hund in solch einer kalten Umgebung? Ridgebacks haben ein tolles, glänzendes Fell, aber sie verfügen über keinerlei Unterwolle. An den Innenschenkeln und im Bereich des Unterbauches sind Ridgebacks sogar so gut wie nackt. Sie scheinen für derartige Temperaturen ganz und gar nicht gerüstet zu sein.

Kann man bei -10°C oder gar -20°C überhaupt mit einem Ridgeback spazieren gehen? Ja, man kann (grundsätzlich) und die meisten Ridgebacks lieben Schnee sogar sehr. Wichtig ist, dass sich der Hund kontinuierlich bewegt, damit er nicht friert. Solange der Hund in Bewegung ist, stellt ein Spaziergang - auch bei wirklich niedrigen Temperaturen - kein Problem dar. Kritisch wird es allerdings, wenn man länger mit ihm stillstehen muss (etwa an einer Bushaltestelle oder auf einem Weihnachtsmarkt), der Hund irgendwie nass wird oder wenn die Spaziergänge zu lang werden. Hunde zeigen dann sehr deutlich, dass sie frieren: Sie zittern am ganzen Leib.

Aber auch dafür gibt es eine Lösung: Ein warmer Hundemantel. Das mag zwar lächerlich für einen so großen Hund erscheinen, aber gerade in Situationen, in denen sich der Hund sich nicht genug bewegt oder gar Erkrankungen am Skelett vorliegen, ist es wichtig, dass der Hund sich nicht unterkühlt. Man darf nicht vergessen, dass die meisten Hunde heutzutage Wohnungshunde sind. D. h. sie verbringen 2022 Stunden am Tag in beheizten Räumen und haben keine Chance, sich an die Kälte draußen zu gewöhnen. Gerade Hunde ohne wärmende Unterwolle sind da im Nachteil. Und dann sollen sie auf einmal auf einem Spaziergang Temperaturen unter 0°C aushalten, nur weil es große Hunde sind?

Bayo trägt Mantel, wenn es unter -5 °C sind

Lieber ein (für den Besitzer vielleicht peinlicher) Hundemantel als ein kranker Hund. Je älter ein Hund wird, desto weniger bewegt er sich in der Regel und desto empfindlicher wird er, was Kälte anbelangt. Neo konnte zwar auch im Alter von 9 Jahren noch einen schnellen Sprint hinlegen oder am Rad laufen, aber meistens spazierte er eher gemütlich durch die Gegend. Bei sehr niedrigen Temperaturen (unter 0°C) bekam er einfach seinen Mantel angezogen, der den gesamten Rücken und seine Flanken bedeckte, und er war zufrieden und fror nicht mehr. Auch jüngeren Hunden mit afrikanischen Wurzeln schadet ein Hundemantel nicht. Wer mal bei -10 oder -15 °C ein paar Stunden mit einem Kurzhaarhund unterwegs war, sollte danach mal die Haut des Hundes fühlen. Sie wird richtig kalt sein. Also, Mantel anziehen und schon bleibt der Hund deutlich wärmer.

Auf keinen Fall sollte man einen kurzhaarigen Hund wie den Ridgeback bei Temperaturen unter 0°C längere Zeit im unbeheizten Auto sitzen lassen, auch wenn es ein vermeintlich warmer Ort zu sein scheint. Damit sind keine kurzen Aufenthalte á la "ich geh mal schnell zur Post" gemeint, sondern längere Zeiträume (etwa auf dem Hundeplatz bei längeren Ruhephasen). Fahrzeuge kühlen sich schneller ab als man denkt und schon ist der Hund in der Eishölle gefangen. Auch da kann aber ein Hundemantel Abhilfe schaffen. 

Außerdem sollte man im Winter darauf achten, die Pfoten nach einem Spaziergang abzuwaschen, um mögliche Streusalzreste zu entfernen. Das Streusaltz brennt auf der Haut und der Hund wird versuchen, es abzulecken. Streusalz kann Frostschutzmittel enthalten, welches Hunde auf keinen Fall fressen sollten. Stehen längere Spaziergänge auf gestreuten Wegen bevor, sollte man auch nicht davor zurückschrecken, dem Hund  s. g. "Booties" anzuziehen.


Wie gesagt, die meisten Hunde lieben Schnee. Sie spielen ausgelassen und fressen oft auch Schnee. Zuviel Schnee kann jedoch Durchfall oder Erbrechen verursachen. Sogar eine Mandelentzündung könnte der Hund bekommen. Also sollte man Obacht geben, dass der geliebte Vierbeiner nicht all zu viel von der weißen Pracht verspeist.

Also, getreu dem Motto: „Der Winter ist keine Jahreszeit, sondern eine Aufgabe.“ auch immer die geliebten, kurzhaarigen Hunde im Auge behalten, wenn es draußen bitter kalt ist.

Sonntag, 24. Oktober 2010

Stubentiger aufgepasst: wo ist der Fehler im Bild?

Heute soll es mal nicht um die hündischen Vierbeiner, sondern um Katzenfutter aus dem Supermarkt gehen. Katzenhalter sind Hundebesitzern gar nicht so unähnlich: Sie lieben Ihre vierbeinigen Gefährten (ähh, Befehlshaber) über alles und wollen natürlich nur das Beste für sie - auch, wenn es um die Ernährung geht. Eine Katze ist ein Beutefresser, noch dazu oft mäklig. Das stellt Besitzer vor eine große Herausforderung. Das Futter sollte dem Stubentiger munden und auch noch gesund sein. Wichtig ist dabei, dass das zu einem Großteil aus Fleisch, Innereien und Knochen besteht. Als echter Karnivor können Katzen gut und gerne auf "sinnlose" Futterinhaltsstoffe wie Getreide und Füllstoffe verzichten, sie benötigen nur einen ganz kleinen pflanzlichen bzw. Faseranteil in ihrem Futter (3-8%). Eine ideale Futterquelle ist schlichtweg: eine Maus. Das Futter sollte also prinzipiell dem Aufbau einer Maus entsprechen (55 - 60% Protein, 23 - 30% Fett, 3-8% Kohlenhydrate). Ist die Katze ein Freigänger, so wird sich die eine oder andere Maus auf ihrem Speiseplan wieder finden. Was aber wenn nicht? Kann der geneigte Katzenfreund auch Futter erwerben, welches einer Maus ähnelt?

Als ich neulich durch den Supermarkt ging, entdeckte ich in der Tierfutterabteilung einen PURINA (Nestlé) Stand, der Katzenfutter bewarb. Es lagen wirklich tolle Broschüren aus. Matt kaschiertes Papier, partieller UV-Lack, schickes Design, noch dazu vielversprechende Inhalte "Gourmet a la Carte". Wirklich toll, dachte ich mir. Katzen sind wie kleine Könige, mögen sie auch königlich speisen. Der einleitende Text ist auch verlockend: "GOURMET A la Carte sind erlesene Häppchen aus Fisch oder Fleisch, schonend gegart und verführerisch veredelt mit Gemüsekompositionen und ausgewählten Beilagen wie Reis oder Pasta-Perlen." Genial, oder? Das hört sich viel besser an als "Maus".

Ich blätterte durch die Broschüre und entdeckte auf einer Doppelseite die "köstlichen Menükreationen". Aber irgendwie sehen die Bilder auf der Seite alle gleich aus. Ob Fleisch, ob Fisch. Scheinbar überall das selbe Bild, aber mit anderer Garnierung. Es gleicht ein Fleisch- bzw. Fischbrocken exakt dem anderen - bis auf farbliche Unterschiede. PURINA präsentiert dem Katzenfreund hier vier Fotos vermeintlich verschiedener Fleisch- bzw. Fischsorten (wahlweise Rind, Huhn, Hochseefisch oder Lachs), die alle bis auf ein paar Unterschiede in der Farbe sowie Garnierung der Speisen exakt den gleichen "Fleischberg" zeigen. Man vergleiche einfach mal die Bilder. Und? Sieht doch sehr ähnlich aus. Was soll man davon halten?


Aber gut sehen die Menüs schon aus. Wenn ich diese Fotos sehe, denke ich unweigerlich an "Geschnetzeltes" mit ein bisschen Gemüse. Hmm. Lecker. Würde jemand ein Katzenfutter herstellen, in dem ausschließlich Geschnetzeltes vom Rind (z. B. Kronfleisch - das ist das Zwerchfell vom Rind), etwas Rinderleber, Karotten, Tomaten enthalten sind, dann dürfte man unter dem Begriff Zusammensetzung auf der Packung z. B. schreiben: 90% Rinderkronfleisch, 5% Rinderleber, 3% Karotten, 2% Tomaten. 

Die Deklaration von Futtermitteln ist leider für den Verbraucher nicht immer wirklich eindeutig oder selbst erklärend. Natürlich existieren umfangreiche Verordnungen, die genau definieren, was und wie zu deklarieren ist. Die Hersteller ziehen z. B. bestimmte Inhaltsstoffe zu Gruppenbegriffen zusammen - etwa: "mit Konservierungsstoff". Das hat auch alles seine Richtigkeit, aber der normale Tierhalter hat oft Probleme, sich unter den Begriffen etwas vorzustellen.
Mal sehen, was PURINA für die GOURMET-Sorten angibt.

Hier ein Beispiel: 
GOURMET A la Carte - Mit Rind an erlesenem Sommergemüse: Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (mind. 4% Rind), pflanzliche Eiweißextrakte, Fisch und Fischnebenerzeugnisse, Gemüse (mind. 4% Karotten, mind. 4% Tomate, mind. 4% Zucchini), Mineralstoffe, Zucker 

Zusatzstoffe: Vitamin A 1.110 IE/kg, Vitamin D3 140 IE/kg, Vitamin E 10 mg/kg, Kupfer (als Kupfersulfat) 1,1 mg/kg, Mit Farbstoffen (EG-Zusatzstoffe)

Da hätten wir also "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse". Was genau ist denn enthalten? Laut EU-Verordnung könnte das von Muskelfleisch über Hufe bis hin zu Speiseresten alles Mögliche sein, es ist ja nicht näher benannt. Zudem sind nur "mind. 4% Rind" enthalten. Was bitte ist der Rest? Und welche Teile vom Rind wurden verwendet? Filet, Kronfleisch oder Darm und Harnblase? Das sieht man leider nicht auf der Verpackung. Dann gibt es noch pflanzliche Eiweißextrakte. Was ist das denn? Und Gemüse, aber wie viel genau? Wir wissen ja, dass Katzen nur einen geringen pflanzlichen  Anteil in ihrer Nahrung benötigen. 3-8% etwa. Aber wie viel enthält dieses Futter? Was ist denn neben Karotten, Tomaten und Zuchini noch enthalten? Welche Teile vom Gemüse wurden verwendet? Außerdem stehen Zucker und Farbstoffe auf der Liste. Wozu braucht eine Katze denn Zucker oder Farbstoffe?

Wenn ich die Zusammensetzung so betrachte, erscheint vor meinem geistigen Auge nicht wirklich eines der abgebildeten Menüs. Aber das liegt bestimmt an mir....

Sonntag, 26. September 2010

Urlaub in Kroatien

 

Nun war es endlich soweit: unser verdienter Jahresurlaub. Nachdem der Sommer in Deutschland faktisch ausgefallen war und wir stattdessen herbstliche Temperaturen und permanenten Regen ertragen mussten, freuten wir uns ganz besonders auf einen Urlaub an der kroatischen Adria. Natürlich nicht ohne Bayo und Alastair! Also mussten wir zunächst eine hundefreundliche Unterkunft finden. Das stellt in Kroatien keinerlei Problem dar. Praktisch an diesem Reiseziel ist ohnehin, dass man Hunde problemlos mitführen kann, ohne einen umständlichen Transport im Flugzeug auf sich nehmen zu müssen. Die Hunde müssen lediglich einen EU-Heimtierausweis besitzen und eine gültige Tollwutimpfung vorweisen und schon kann´s losgehen. Nur eine weitere Sache muss man beachten, wenn man mit dem geliebten Vierbeiner eine Reise ans Mittelmeer plant - die berüchtigten und mitunter sehr gefährlichen Mittelmeerkrankheiten, die durch Sandmücken bzw. Zecken übertragen werden (Leishmaniose, Babesiose, Ehrlichiose, Dirofilariose). Man muss also für einen guten Zecken- bzw. Insektenschutz beim Hund sorgen. Wir haben daher ausnahmsweise ein gängiges Spot-On verwendet. Außerdem haben wir darauf geachtet, dass sich die Hunde nach Sonnenuntergang im Obergeschoss der Unterkunft aufhielten, denn Sandmücken sind erstens streng nachtaktiv und fliegen zweitens bevorzugt in maximal 2m Höhe über dem Boden. Im ersten Stock sind die Hunde also sicher vor den blutsaugenden Biestern.

Hunde dürfen in Kroatien fast überall hin mitgenommen werden. Es gilt zwar meistens Leinenzwang und für einige Rassen (Ridgebacks sind z. B. davon ausgenommen) auch Maulkorbzwang, aber wie in Südosteuropa üblich, scheint sich so gut wie niemand an diese Vorschriften zu halten. Ausgewiesene Hundestrände fanden wir nicht, jedoch hatten wir eine kleine Badebucht gefunden, in der wir allein waren. Ich habe aber auch an öffentlichen Stränden schon Hunde gesehen. Offenbar wird die Tierliebe der Touristen also toleriert.

Hundefutter (Vollfleischdosen von Lunderland) hatten wir vorsichtshalber mitgenommen, aber in Kroatien sind auch sämtliche in Deutschland handelsübliche Futtersorten erhältlich. Zusätzlich haben wir die Hundemahlzeiten mit frischem Fleisch und Gemüse ergänzt. Die Preise für diese Produkte entsprechen etwa denen in Deutschland.

Kroatien ist ein herrliches Reiseziel: wunderschön, nah und auch noch preiswert. Es gibt jahrhundertealte Burgen und andere historische Bauwerke, insgesamt 1.246 Inseln, 8 große Nationalparks, bis zu 1.800 Meter hohe Berge und sehr viele schöne Häfen. Aber Bilder sagen mehr als Worte:


  Glasklares Wasser

 Herrliche Wellen - mit denen Bayo nicht gerechnet hatte

  
 Wunderschöne Seen und Wasserfälle im Nationalpark Plitvicer Seen



Auf dem Rückweg machten wir noch einen Zwischenstopp in Ungarn. Die Hunde genossen ein ausgiebiges Bad in der Donau und tobten sich am Strand aus bevor wir die Heimreise antraten.





Sonntag, 8. August 2010

Vote for Bayo!

Ich habe Bayo bei einem Foto-Wettbewerb der Leipziger Volkszeitung angemeldet. Der Gewinner-Hund ziert die Plakate der nächsten "Hund und Heimtier" Messe in Leipzig. Bayo hatte es mit seinem Foto immerhin schon in die Zeitung geschafft. Zwar mit dem fragwürdigen Image eines verfressenen Hundes, der trotz seines Gewichtes auf Frauchens Schoß sitzen möchte, aber immerhin.

Nun hat die große Abstimmung begonnen. Wer möchte, dass Bayo gewinnt, der möge bitte eine SMS (0,49 € pro SMS) mit dem Kennwort:

LVZ HUND 164
an
52020
senden.

Freitag, 9. Juli 2010

Der Tod ist die Grenze des Lebens...

...aber nicht der Liebe. Ich denke jeden Tag an Dich, mein lieber Neo. Du bist und bleibst unvergessen.

Neo: 24.03.2000 - 09.07.2009

Dienstag, 15. Juni 2010

Passend zur WM: Sport frei!



"Früh übt sich, wer ein Meister werden will" - das trifft sicher auf viele Dinge zu, jedoch nicht auf jeden Hundesport. Natürlich sollte man schon im Welpenalter mit der Erziehung des Hundes beginnen, aber das Training für diverse Hundesportarten muss warten, bis der Hund ausgewachsen ist.

Für Ridgebacks kommen eine Menge Hundesportarten infrage, jedoch sollte letztendlich eine individuelle, auf den Hund und Besitzer abgestimmte, Wahl getroffen werden. Grundsätzlich kommen für Laufhunde wie Ridgebacks natürlich Ausdauersportarten wie Joggen oder Radfahren in Frage. Aber auch Agility, Fährtenarbeit oder Wasserarbeit sind geeignete Freizeitaktivitäten. Ridgebacks sind schnelle Läufer und erreichen Spitzengeschwindigkeiten über 50 km/h. Das reicht wohl kaum für einen Sieg bei einem Hunderennen, aber auch dieser Sport kommt als Abwechslung infrage. Natürlich ist es auch möglich, einen Ridgeback jagdlich zu führen oder sich im Mantrailing zu versuchen.

Wofür ein Ridgeback meist völlig ungeeignet scheint, ist der Schutzdienst (Vielseitigkeitssport). Oftmals liest man, man solle diesen Sport mit einem Ridgeback nicht ausüben, weil diese Rasse zu schlau sei und der Hund dadurch erkennen würde, dass er in der Lage ist, Menschen zu verletzen. Bei aller Liebe zu dieser Hunderasse: Ich habe starke Zweifel daran, dass ein Schäferhund weniger intelligent sein soll als ein Ridgeback. Außerdem lernt ein Schutzhund (im Gegensatz zu einem Polizeithund) nicht, wie man einen Menschen verletzt, er lernt unter anderem, einen Menschen zu stellen und auf Befehl in einen speziellen Schutzarm zu beißen. Ich habe mal eine Hündin erlebt, die eine Schutzhundeausbildung hatte. Als ihre Besitzerin von Betrunkenen angepöbelt wurde, wollte sie die Angreifer mithilfe der Hündin verjagen. Diese unternahm jedoch trotz des "Voran" Befehls nichts, da die Betrunkenen keinen Schutzarm bei sich trugen. Mein nicht ausgebildeter Ridgeback, Neo, schritt allerdings sofort zur Tat und vertrieb die Männer... Wer also glaubt, ein Ridgeback sei sich seiner Stärke nicht bewusst, weil man ihm diese Tatsache nicht beibringen würde, der liegt vollkommen falsch.

Aus meiner Sicht eignet sich der Ridgeback aber dennoch nicht für den Schutzdienst, aber eher aufgrund seines Wesens. Er klebt nicht gern am Bein vom Frauchen, starrt es an und führt ein perfektes "Fuß" aus. Er apportiert nicht gern, er bellt nicht unbedingt gern. Ihm fehlt der Wille zum sklavischen Gehorsam. Hunde, die für den Schutzdienst geeignet sind, müssen stark kontrollierbar und vor allem sehr arbeitseifrig sein. Das ist der Ridgeback eher nicht. Er ist kein Arbeitshund, er ist ein Lauf- und Jagdhund. Daher sollte man lieber eine andere Sportart ausüben, eine, die dem Hund und dem Besitzer Spaß macht.

 Neo (nicht Bayo!) beim Training auf dem Hundeplatz - er liebte Agilitly. 
Ein Ridgeback im Wachstum sollte solche Sprünge nicht machen.

Bei allen Sportarten sollte man aber darauf achten, mit dem Training nicht zu früh zu beginnen. Gerade großwüchsige Rassen sind Spätentwickler, die noch weit nach ihrem 18. Lebensmonat wachsen, auch wenn die Hauptwachstumsphase in den ersten 12 Monaten abgeschlossen wird. Während sich Knochen und Gelenke noch im Wachstum befinden, sollte man einen Hund noch keinen großen Belastungen (vor allem intensive, gleichförmige Bewegungen oder Sprünge) aussetzen. Daher fangen wir erst jetzt, da Bayo ein Jahr alt ist, ganz langsam mit dem Lauftraining an. Laufhunde wie Rhodesian Ridgebacks können sich meist für Ausdauersportarten begeistern. Ganz nebenbei sorgt man für ein ausreichendes Maß an Bewegung - für Zwei- und Vierbeiner. Aber  man darf es keinesfalls übertreiben. Bayo muss sich nach wie vor an die 5-Minuten-Regel halten, d.h. 5 Minuten Bewegung pro Lebensmonat pro Spaziergang. Bayo darf also ca. 1 Stunde spazieren gehen. Um ihn langsam an das Laufen heranzuführen, fangen wir mit einer 15-minütigen Einheit an und steigern uns dann langsam.  Auch ein Löwenjagdhund muss seine Ausdauer erst einmal trainieren.



Bayo hat sich zu unserer Freude auch zu einer Wasserratte entwickelt. Er schwimmt unheimlich gern - was bei Ridgebacks nicht immer der Fall ist. Das Schwimmtraining ist gerade im Sommer und auch während der Hund noch wächst eine gute Möglichkeit, den Hund zu bewegen. Das Wasser kühlt den Hund, sodass er nicht überhitzt und der Auftrieb sorgt dafür, dass Gelenke und Sehnen geschont werden.

In diesem Sinne: Sport frei!

Mittwoch, 19. Mai 2010

Happy Birthday Bayo!


Heute vor einem Jahr wurde unser "kleiner" Bayo geboren. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, viel Gesundheit und ein langes glückliches Leben - auch an alle anderen Mashanga-B-Wurf-Geschwister. Seitdem Bayo am 18.07.2009 bei uns einzog, haben wir jede Menge erlebt. Manches Mal mussten wir morgens 5 Uhr aufstehen, weil der kleine Welpe am Bettrand stand und raus wollte. Manches Mal ärgerten wir uns über eine Pfütze auf dem Parkett oder eine zerkaute Zimmerpflanze. Aber abgesehen davon, dass diese Zeiten schnnell vorbei waren, freuten wir uns täglich über unseren pelzigen Familienzuwachs. Bayo ist ein junger hübscher Mann geworden und hat in den wundervollen 305 Tagen, die er bei uns verbracht hat, 31,6 kg zugenommen und bisher insgesamt 10 "Kommandos" gelernt. Er hat uns gefühlte 1.000.000 Mal zum Lachen gebracht und ist Alastair ein guter Freund geworden. Bayo, für Deine gutmütige und liebenswerte Art danken wir Dir und wir wünschen Dir von ganzem Herzen alles Gute. Auf die nächsten 15 Jahre! Ein Dankeschön auch an Helga und Siegfried Jungmann, dass sie uns diesen tollen Hund "überlassen" haben.

Natürlich gibt es von den vernarrten Hundeeltern auch Geschenke zum Geburtstag. Neben dem selbst gebackenen Wildschweinleber-Buchweizen-Kuchen (s.o.) gab es auch 10 in Honig eingelegte Schweineschnauzen und natürlich ein neues, schönes Lederhalsband.

Die vergangenen 12 Monate in Bildern...

Bayo (grünes Halsband) im Mai 2009

Bayo im Juni 2009

Bayo im Juli 2009 - direkt nach der Ankunft bei uns: er war 
sofort sehr anhänglich
 Bayo im August 2009 am See - er wird ein Schwimmer ;-)

Bayo und Alastair im September 2009 - noch ist Bayo nicht viel
größer als sein Kumpel
Bayo im Oktober 2009
Bayo mit Nelly im November 2009
Bayo im Dezember 2009
Bayo und Alastair im Januar 2010 - Bayo ist nun deutlich größer 
als sein Kumpel
 Bayo im Februar 2010

Bayo im März 2010
Bayo im April 2010

Bayo im Mai 2010

  Happy Birthday, mein guter Junge. Frauchen liebt Dich zu sehr, um Dich an Deinem Geburtstag mit einem echten Partyhut zu quälen, also hier die virtuelle Version ;-)

Donnerstag, 13. Mai 2010

Schuster bleib bei deinem Leisten…

Jeder kennt dieses alte Sprichwort: Man solle sich nicht auf einem Gebiet betätigen, von dem man nichts versteht. Einige Menschen oder besser Zusammenschlüsse von Unternehmen – Konzerne – scheinen von diesem Sprichwort jedoch noch nie etwas gehört zu haben. Und so kam es dazu, dass ein Süßwarenkonzern auszog, um den Hundebesitzern die Fütterung von Hunden zu lehren …

Wer kennt sie nicht: M&Ms, Milky Way und Snickers? Aber haben Sie gewusst, dass der Hersteller dieser Produkte, nämlich der Konzern MARS, auch den Fressnapf vieler Hunde füllt? Ja, Pedigree, Chappi, Frolic und Loyal werden von einem „hoch spezialisierten“ Futtermittelproduzenten hergestellt. Hoch spezialisiert? Ja, und zwar auf einfallsreiches Marketing! Wie auch Procter & Gamble (Eukanuba), Colgate-Palmolive (Hill’s) und Nestlé (Bonzo, Matzinger) gibt MARS Millionen von US Dollar (und auch andere Währungen) dafür aus, um bestimmte Marken möglichst nachhaltig in unseren Köpfen zu verankern. Daran ist grundsätzlich nichts auszusetzen, solange man das Marketing als Vermittler zwischen einem Unternehmen und den Verbrauchern versteht, welches korrekte Informationen anschaulich aufbereitet. Dies und andere Aufgaben erfüllt das Marketing seit jeher. Es ist die ureigenste Aufgabe des Marketings, Bedürfnisse zu kreieren und zu steuern. Was die meisten Verbraucher jedoch wohl nicht mögen dürften, ist, wenn sie durch Informationen zum Kauf eines Produktes bewegt werden, die vielleicht nicht aus jedem Blickwinkel korrekt sind. (siehe auch das Vorgehen von P&G im Falle Eukanuba Wild Nature)

Aber werfen wir mal einen Blick auf die Vorgehensweise, die die MARS-Marketingabteilung im Hinblick auf das Hundefutter „Pedigree“ wählt, und setzen wir diese mit dem Produkt Pedigree Leichte Verdauung für große Hunde in Verbindung. Im Folgenden werden Inhalte der Website www.pedigree.de - wie sie am 13.05.2010 veröffentlicht waren - als Zitat gekennzeichnet, indem sie immer in Anführungszeichen gesetzt sowie grafisch hervorgehoben werden.

Pedigree verspricht dem Verbraucher unter anderem, dass das Hundefutter...

„100% ernährungsphysiologisch komplett“
sei, denn das Futter enthielte zu 100% das, was ein Tier für ein gesundes „Hundelieben“ benötige. Die Produkte seien
„perfekt auf die Bedürfnisse von Hunden abgestimmt.“
Das klingt gut. Sehen wir weiter. Hunde stammen vom Wolf ab und während der Domestikation blieb gerade der Verdauungstrakt fast unberührt.1 Sie haben also den Verdauungstrakt eines Karnivoren, welcher naturgemäß auf die Verwertung von Beutetieren spezialisiert ist. Werfen wir also einen Blick auf die Zusammensetzung von Pedigree Leichte Verdauung für große Hunde:
„Getreide (mind. 4% Reis, mind. 4% Mais), Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (mind. 4% Geflügel im braunen Brocken), Öle und Fette (mind. 0.27% Fischöl, mind. 0.2% Sonnenblumenöl), Mineralstoffe, pflanzliche Nebenerzeugnisse (mind. 0.7% Zuckerrübenschnitzel), pflanzliche Eiweissextrakte.
Bekommt der Hund bei dieser Zusammensetzung wirklich, was er als vom Wolf abstammender Beutetierfresser braucht? Man stellt sich doch die Frage, wozu ein Hund denn „Zuckerrübenschnitzel“ benötigt? Und warum in diesem Futter hauptsächlich Getreide verarbeitet wird, wenn ein Hund doch gar keine Kohlenhydrate benötigt2 und wenn klar ist, dass Aminosäurenstruktur von Fleisch für Hunde optimaler ist als die von Getreide3? Fragen über Fragen.

Außerdem wird versprochen, dass das Futter...

„Keine künstlichen Farb- und Aromastoffe“
enthielte, denn 
„für Ihren Hund nur das Beste: Weniger ist mehr! Pedigree Hundenahrung ist frei von künstlichen Aroma- und Farbstoffen und enthält nur, was Hunde entsprechend ihrem Alter und ihrer Größe wirklich brauchen.“
Aha. An dieser Stelle muss man das Versprechen von Pedigree wirklich genau beim Wort nehmen.
„Keine künstlichen Farb- und Aromastoffe.“
Pedigree Leichte Verdauung für große Hunde enthält die Farbstoffe: Annatto und Kupfer-Chlorophyl. Das sind tatsächlich keine künstlichen Stoffe, auch wenn mal dahin gestellt sei, wozu ein Hund überhaupt Farbstoffe benötigt. Allerdings enthält das Futter auch die künstlichen (und gesundheitsschädigenden) Antioxidantien BHA, BHT und Propylgallat und außerdem den Konservierungsstoff: Kaliumsorbat (welcher in der Natur lediglich in den unreifen Früchten der Eberesche vorkommt). Ja, diese Dinge sind natürlich keine künstlichen Farb- und Aromastoffe. Die Aussage ist also richtig. Allerdings blieb in meinem Kopf  beim ersten Lesen des Versprechens hängen, dass das Futter gar keine künstlichen Zusatzstoffe enthalten würde, sondern nur Dinge, die Hunde wirklich brauchen. Natürlich ist das mein Fehler. Ich bin ja auch nur ein Verbraucher und Verbraucher lesen nicht immer alles so genau. Allerdings sei angemerkt, dass Hunde auch keine Antioxidantien und Konservierungsstoffe oder Farbstoffe benötigen. Demzufolge ist zumindest die Behauptung, dass Futter würde nur enthalten, was ein Hund wirklich braucht, aus meiner Sicht fragwürdig.


Das nächste Versprechen besagt, dass...

„Mehr Fleisch als andere Zutaten in der Dose“
zu finden seien, denn 
„Hunde lieben Fleisch - deshalb kommt bei uns mehr Fleisch in jede Dose oder Schale, als jede andere Zutat." 
Hmm. Auch hier muss der Konsument wirklich genau Lesen. IN DER DOSE! Nicht im Futter von Pedigree im Allgemeinen. Aber sämtliche Trockenfutter von Pedigree bestehen zu einem Hauptteil aus Getreide und nicht aus Fleisch. Ein Blick auf die Deklaration lässt dies sofort erkennen: Getreide steht immer an erster Stelle. Abgesehen davon enthält jedes der Pedigree-Produkte nicht Muskelfleisch, sondern stets „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“. Nun, unter diesem Begriff versteht der Gesetzgeber „Warmblütige Landtiere oder Teile davon, frisch, gefroren, gekocht, säurebehandelt oder getrocknet“ - also von der Lende bis zur Harnblase alles. Ich frage mich, wie viel Muskelfleisch im dem Futter wohl enthalten ist? 1 kg Trockenfleisch kostet ca. 6,50 Euro. Wie viel Fleisch könnte wohl in einem Futter enthalten sein, welches ca. 2,00 Euro pro Kilo kostet?

Es wird auch versprochen, dass das Futter...

„Von Tierärzten entwickelt“
 ...worden sei und im Forschungsinstitut WALTHAM entsprechend getestet worden wäre. Ja, das ist natürlich richtig. Als einer von drei Futtermittelherstellern führt MARS (neben Procter & Gamble und Colgate-Palmolive) Tierversuche in Versuchslabors an Hunden und Katzen durch. Die Tatsache, dass ein Futtermittelhersteller Tierversuche durchführt und diese noch aus Marketinggesichtspunkten ausschlachtet, ist aus meiner Sicht äußerst fragwürdig. Andere Futtermittelhersteller zeigen, dass man Hundefutter auch sehr gut ohne Tierversuche herstellen kann.

Außerdem, dass....

„Das Fleisch… nur Proteine bester Qualität“
enthielte und...
 „Alle unsere Produkte enthalten hochwertiges Fleischeiweiß.“ 
Siehe oben: tierische Nebenerzeugnisse.

Versprochen wird auch, dass die...

„Rückverfolgbarkeit“ 
des verwendeten Fleischs gegeben ist, sodass es vom 
„Bauernhof von dem es ursprünglich stammt“ 
zurückverfolgt werden kann. Kein Wunder. Es scheint aufgrund der großen Getreidemengen doch so wenig Fleisch in dem Futter enthalten zu sein, dass das kein Problem darstellen sollte ;-)

... und letztendlich noch, dass nur...

„Fleisch von Produzenten, die auch für menschlichen Verzehr liefern“ 
verarbeitet wird. Genau, weil Menschen so gern tierische Nebenerzeugnisse zu sich nehmen. Bon Appetit!

Die gesamte Website von Pedigree zu analysieren würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen. Aber bereits die genannten Aspekte genügen völlig, um zu erkennen, dass MARS alles dafür tut, um seine Marken in unseren Köpfen zu verankern. Aber tut das Unternehmen auch wirklich viel dafür, ein wirklich gutes Futter herzustellen? Die Frage muss sich jeder selbst beantworten.

Eine Sache noch: Neben den vielen Versprechen des Süßwarenherstellers hält der Schuster, der nicht bei seinem Leisten bleiben will, aber auch noch einige wertvolle Tipps für den Hundehalter bereit:
„Fehler bei der Ernährung von Hunden“
„Rohes Fleisch kann Krankheitserreger enthalten. Insbesondere über rohes Schweinefleisch kann das Virus der Aujeszkyschen Krankheit, die beim Hund stets tödlich verläuft, übertragen werden. Aber auch in rohem Fisch, Rind- und Geflügelfleisch können Erreger wie Salmonellen und Wurmlarven stecken. Da diese erst bei sehr hohen Temperaturen abgetötet werden, darf Fleisch nie roh verfüttert werden.“
>> Siehe hierzu BARF-Mythos #3
„Wer seinem Hund Knochen gibt, riskiert gleich mehrere Gefahren. An einem Knochen können sich Hunde regelrecht die Zähne ausbeißen. Außerdem gelangen die runtergeschluckten Knochen oft gar nicht in den Darm, sondern werden wieder erbrochen. Scharfe Knochensplitter sind in der Lage, den Rachenraum und den Magen-Darm-Kanal erheblich zu verletzen.“
Ahh ja. Und wie überleben wild lebende Kaniden den Genuss von Knochen? Wir hielten früher Hühner. Die wurden manchmal trotz, dass sie keine Gänse waren, vom Fuchs (Überfamilie: Hundeartige) gestohlen, der sie mit Haut und Haar (ähh Feder) samt ihrer Knochen verspeiste. Es ist ganz offensichtlich stark davon auszugehen, dass diese Füchse an ihrer natürlichen Nahrung verendet sind. Spaß beiseite: Knochen zählen zur natürlichen Nahrungsquelle von Fleischfressern. Über den Verzehr von Knochen wird u.a. der Calciumbedarf gedeckt. Selbst fleischfressende Tierkinder fressen schon Knochen. Allerdings: Sie fressen rohe Knochen! Während des Kochprozesses werden Knochen nämlich porös. Sie splittern dann beim Verzehr und können Hunde wirklich verletzten. Man darf Hunden niemals (!) gekochte Knochen geben. Diese können lebensgefährlich sein. Es spricht jedoch nichts gegen rohe Knochen, sofern der Hund daran gewöhnt ist. Übrigens sind Knochen auch in "tierischen Nebenerzeugnissen" enthalten ... das nur am Rande.

Außerdem werden im „Extra-Tipp“ geringe Mengen Zucker für Hunde empfohlen und es wird darüber philosophiert, dass „Futter aus der Hand für Hund und Mensch als positiver Körperkontakt empfunden wird…“ und daher „Hunde Futter.. [annehmen], das sie normalerweise nicht fressen würden und das ihnen auch nicht gut tut.“ Ähm… für Hunde ungeeignetes Futter wie z. B. Unmengen an Getreide, Zuckerrübenschnitzel und Antioxidantien wie BHT und BHA vielleicht….?

Ich bin kein Veterinär. Ich bin kein Ernährungsphysiologe. Ich bin BWLer. Man könnte leicht meinen, ich solle gefälligst bei meinem Leisten bleiben und mir keine Meinung über ein Hundefutter bilden. Diese schon gar nicht im Internet verbreiten. Aber offensichtlich sind sogar einem Laien wie mir einige Dinge auf der Website aufgefallen, die Fragen offen lassen. Man kann es nicht oft genug sagen: Augen auf beim Hundefutterkauf!

_____________
1 Meyer/Zentek (2005): Ernährung des Hundes, S. 1.
2 Grünbaum/Schimke (2006): Klinik der Hundekrankheiten, S. 111
3 Meyer/Zentek (2005): Ernährung des Hundes, S. 100 - 105.

Sonntag, 4. April 2010

Frohe Ostern! Ob Bayo den Osterhasen fängt?

Ich und natürlich auch die Vierbeiner wünschen allen ein frohes Osterfest. Endlich ist der Frühling da. Bayo und Alastair genießen das sonnige Wetter und spielen ausgelassen. Natürlich jagen sie keine Hasen (das wäre auch sehr unschön, denn der Feldhase steht auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten). Demzufolge wird auch der Osterhase nicht gejadt - lediglich eine rote Frisbee-Scheibe muss für eine Jagd hinhalten.

 Na, wer kann wohl höher springen?
 
  Bayo kann auf jeden Fall schon schneller laufen als Alastair... 

 
...auch wenn Alastair nicht kampflos aufgibt

Sonntag, 28. März 2010

Bayo wird immer schwerer ;-)


Nun ist Bayo schon über 10 Monate alt. Er ist ein junger Mann geworden und die Sonntagswaage ergab, dass er nun 37,4kg wiegt und 63cm misst. Somit hat er im Vergleich zur vergangenen Woche über 1,5kg zugenommen - was in diesem Alter eigentlich schon etwas zu viel ist. Aber da sein Gewicht in den Wochen davor relativ konstant war und er wie man auf dem Bild schön sehen kann, ganz und gar nicht fettleibig ist, gehen wir davon aus, dass er einen Wachsstumsschub hatte, der sich jedoch nicht auf die Wiederristhöhe ausgewirkt hat. Wir fragen uns, wo er die zusätzlichen 1,5kg versteckt hat.

An seinen Pfoten hat er jedenfalls nicht zugenommen :-)

Samstag, 27. März 2010

In Memoriam: Shiraa 2000 – 2009


In der vergangenen Woche erfuhr ich, dass Neo´s Schwester Shiraa im Alter von 9 Jahren ihre letzte Reise antreten musste. Auch sie fiel einer tumorösen Erkrankung zum Opfer, auch sie durfte nur 9 Jahre alt werden und folgte meinem Neo wenige Monate nachdem auch er gehen musste.

Shiraa wuchs bei meinen Eltern auf. Sie war eine wunderschöne, zarte Ridgeback-Hündin. Sie konnte laufen wie der Wind, war viel mutiger als Neo und schlug jeden Feind in die Flucht. Dennoch war sie so sanft und anmutig wie kaum ein anderer Hund. Oft schlich sie sich wie eine Raubkatze an Neo heran, um ihn in eine wilde Verfolgungsjagd zu verwickeln. Oft teilte sie ihr Futter mit ihm. Oft brachte sie uns zum lachen und den Postboten zum weinen. Sie war eine wundervolle Hündin.
Shiraa hatte einen viel ausgeprägteren Bewegungs- und vor allem Erkundungsdrang als Neo – was in einer städtischen Umgebung mehr und mehr zum Problem wurde, denn Shiraa beschloss, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden und brachte sich in Gefahr. Meine Eltern konnten Shiraa‘s Bedürfnissen nicht gerecht werden und so entschieden sie zu Tode betrübt, aber im Sinne ihrer geliebten Hündin, dass es besser wäre, ein neues geeigneteres Zuhause für sie zu finden. Shiraa durfte noch 5 wunderbare Jahre auf einem großen Bauernhof bei einer Familie verbringen, die sie über alles liebte. Sie bereiste die Welt, lernte sogar eine Katze lieben und durfte im Wald nach Fährten suchen.

Shiraa folgte ihrem Bruder im Herbst 2009. Ruhe in Frieden, mein Shi-Mädchen. Wir werden Dich nie vergessen.

 Neo (links) und Shiraa am Balaton

Samstag, 20. März 2010

Nun ist der Schnee aber wirklich weg...!

.. und der weißen Pracht folgt der Matsch, der Schlamm und der Regen. Bayo und Alastair begrüßen diesen Umstand nicht unbedingt, denn aus ihrer Sicht haben Spaziergänge im Schlamm katastrophale Konsequenzen...
Der Blick - Bayo fühlt sich extrem wohl ;-)
Heute scheint die Sonne - Bayo ist geblendet...


Ja, ja... Du bist ein schöner Kerl ... Angeber!


Frauchen hat es endlich mal geschafft, ein Ganzkörperfoto von Bayo zu machen. Das Baby ist im Laufe der Zeit ganz schön gewachsen. Bayo misst nun 63cm (Mindestgröße für Rüden lt. Rassestandard wäre damit erreicht) und wiegt 35,8kg. Frauchen ist gespannt, ob da noch ein paar cm folgen.