BARF Mythos #1: Beim Barfen nimmt der Hund aufgrund der hohen Fleischmenge zu viel Eiweiß zu sich - das schädigt die Leber und die Nieren.
Zu finden z.B. auf der Website des Futtermittelherstellers Marengo:
"Leider gibt es aber auch eine Schattenseite dieser Art von Fütterung. Der Eiweissanteil einer BARF-Ration ist bedingt durch die hohe Fleisch- bzw. Eiweissmenge sehr erhöht. Letztendlich kann dies zu einer Eiweissüberversorgung führen, die mit den dafür typischen Symptomen einhergeht (siehe Leber- und Nierenstörungen im Vergleich)."1Ein Beweis für die Richtigkeit dieser Aussagen wird nicht geliefert. Die Behauptung wird unbegründet in den Raum gestellt. Betrachten wir das Argument mal genauer und beginnen mit der Behauptung, dass eine Überversorgung mit Eiweiß, die Nieren und die Leber schädigt.
Dem Buch "Ernährung des Hundes" von Helmut Meyer und Jürgen Zentek (ein Werk, was jeder Tierarzt und jeder Futtermittelhersteller selbstverständlich mehr als einmal gelesen haben sollte) ist zu entnehmen:
"Deutliche Konsequenzen sind aber nach Aufnahme überhöhter Mengen qualitativ minderwertiger Proteine im Verdauungskanal zu beobachten. So zeigt sich bei Aufnahme bindegewebsreicher Produkte oft eine unerwünscht weiche Kotkonsistenz und eine zunehmende Durchfallhäufigkeit. [....] Eiweißabbauprodukte aus dem Intestinaltrakt können neben lokalen auch systemische Wirkungen entfalten und führen zu einer Leberbelastung. Im Überschuss aufgenommene Aminosäuren werden in der Leber desaminiert und die Abbauprodukte renal ausgeschieden. Unter diesen Bedingungen finden sich in Blut und auch Harn erhöhte Harnstoffgehalte. Bei sehr hohem Proteinangebot kann auch die Harnmenge und kompensatorisch die Wasseraufnahme ansteigen. Die Frage, inwieweit eine längerfristige massive Eiweißüberversorgung zu einer Organschädigung insbesondere der Leber oder der Niere führen kann, ist umstritten..."2Offenbar ist eine Proteinüberversorgung also nicht ganz unbedenklich, auch wenn das umstritten ist. Nun stellt sich jedoch die Frage, ob der Hund mit BARF auch wirklich zu viel Protein zu sich nimmt. Ich bin keine Tiermedizinerin und auch kein Ernährungswissenschaftlerin, aber wenn ich als BWLerin eines kann, dann ist es: rechnen. Berechnen wir also den Proteinbedarf eines Hundes und vergleichen die Proteinzufuhr der einzelnen Futtermittel, um eine echte, objektive Vergleichsgrundlage zu haben.
Eiweißbedarf des Hundes
Laut Meyer/Zentek berechnet sich der Eiweißbedarf nach folgender Formel3:5 g hochverdauliches Rohprotein (Rp) pro kg Körpermenge^0,75 pro Tag im Erhaltungsstoffwechsel.
Bayo wiegt 38 kg. Er braucht demnach: 5 g x 38 kg^0,75 = 76,5 g Rp am Tag. Durch eine entsprechende körperliche Belastung oder Trächtigkeit, steigt der Proteinbedarf an. Zusätzlich benötigt der Hund Energie in Form von Fett oder Kohlenhydraten.
Proteinzufuhr mit Trockenfutter
Ich habe mal beispielhaft einige Futtersorten ausgewählt und die Rationen für einen Hund wie Bayo entsprechend der Herstellerangaben und unter Einbeziehung seines Energiebedarfs errechnet. Bayo benötigt täglich insgesamt ungefähr 1.500 kcal. Die erhält er mit seinen kompletten BARF-Mahlzeiten, also inkl. der Komponenten die hauptsächlich Protein liefern und jener, die eher Energie liefern (Schweineschmalz, Öl, Nüsse).- Marengo Premium (23,9 % Rohprotein), 400 g am Tag, 2.800 g pro Woche: 669,2 g Rp = 95,6 g Rp am Tag
- Platinum Adult Lamb & Rice (23,0 % Rohprotein), 460 g am Tag, 3.220 g pro Woche: 740,6 g Rp = 105,8 g Rp am Tag
- Orijen Adult (38,0 % Rohprotein), 400 g am Tag, 2.660 g pro Woche: 1.010,8 Rp = 144,4 g Rp am Tag
- Hill's Canine Adult Large Breed Huhn (22,7 % Rohprotein), 405 g am Tag, 2.835 g pro Woche: 643,4 g Rp = 91,9 g Rp am Tag
- Acana Wild Prairie (33,0 % Rohprotein), 405 g am Tag, 2.835 g pro Woche: 935,6 g Rp = 133,6 g Rp am Tag
- Lupovet Poulet Suisse (24,0 % Rohprotein), 425 g am Tag, 2.975 g pro Woche: 714,0 g Rp = 102,0 g Rp am Tag
Proteinzufuhr mit BARF
300 g Muskelfleisch (= 54 g Rp)
+ 140 g Pansen/Blättermagen (= 19 g Rp)
+ 100 g Innereien (= 17,5 g Rp)
+ 100 g Fleischige Knochen (= 18 g Rp)
+ 150 g Gemüse (= 0,65 g Rp)
+ 50 g Fett (= 0 g Rp)
+ 30 g Nüsse/Samen (= 3,3 g Rp)
+ 11 g Bierhefe (= 5,2 g Rp)
+ 9 ml Öl ( = 0 g Rp)
Außerdem gibt es zwei Eier pro Woche (= 13,5 g Rp).
1x pro Woche:
250 g Hirse/Reis/Kartoffel/Hüttenkäse (= 18 g Rp)
+ 150 g Gemüse (= 0,65 g Rp)
+ 40 g Fett (= 0 g Rp)
+ 30 g Nüsse/Samen (= 3,3 g Rp)
+ 11 g Bierhefe (= 5,2 g Rp)
+ 9 ml Öl ( = 0 g Rp)
1x pro Woche:
Nix ;-)
Wenn man nun alle Positionen addiert, kommt man zu folgendem Ergebnis: Bayo frisst pro Woche: 628 g Rp = 89,8 g Rp am Tag.
Huch, was ist das denn? Das Fertigfutter liefert sogar mehr Rohprotein als BARF und überdeckt den errechneten Bedarf meist. Selbst wenn man beim Barfen den Fastentag nicht einhalten würde und ohne Mengenreduktion 6x pro Woche die genannten Fleischrationen füttern würde, läge die Rp-Zufuhr bei 105,2 g pro Tag, was immer noch weniger wäre als bei den meisten Trockenfuttersorten. Wie kann das sein? Fertigfutter wird doch immer nach wissenschaftlichen Erkenntnissen zusammengestellt... Die Antwort ist ganz einfach. Der errechnete Proteinbedarf des Hundes bezieht sich auf den Bedarf an hochverdaulichem Rohprotein, also Protein mit optimaler Aminosäurenzusammensetzung. Wenn ein Futter nicht genug hochverdauliches Protein liefert, dann muss von dem enthaltenen minderwertigem Protein eben mehr zugeführt werden, um den Bedarf an Aminosäuren zu decken.
Und warum wird das Argument, BARF sei zu fleisch- und somit zu eiweißreich, immer wieder aufgeführt, wenn es rein rechnerisch überhaupt gar nicht zutrifft? Ich gehe davon aus, dass viele Leute sich gar nicht darüber im Klaren sind, dass Fleisch eigentlich nur zu 12-24 % aus Rohprotein besteht. Der Rest setzt sich zu einem Großteil aus Wasser und natürlich auch noch aus Fett und einem kleinen Teil Rohasche zusammen.
Vielleicht liegt es auch daran, dass die meisten Kritiker gar nicht darüber informiert sind, wie eine BARF-Mahlzeit zusammengesetzt ist. Natürlich: Würde man einem Hund wie Bayo täglich 600 g reine Hühnchenbrust geben und nichts anderes, dann würde er auf Dauer wahrscheinliche Nieren- und Leberprobleme entwickeln und zudem noch an einer Unterversorgung mit wichtigen Nährstoffen leiden. Aber eben das ist eben n i c h t die Idee von BARF. Die Idee ist, dass der Hund abwechslungsreich ernährt wird und dass es einen fleischfreien sowie einen Fastentag pro Woche gibt. Außerdem wird immer wieder darauf hingewiesen, dass der Hund eine Energiequelle benötigt: entweder Fett oder Kohlenhydrate. Daher ist in den BARF-Plänen auch immer von durchwachsenem Muskelfleisch (ca. 15 - 25 % Fett) die Rede. Das ist wichtig, damit nicht etwa Proteine nicht zur Energiegewinnung herangezogen werden, was zu einem unnatürlichen Anstieg des Harnstoffwertes im Blut führen würde, der wiederrum die Nieren auf Dauer schädigen kann.
Hat man wie ich eher mageres Fleisch zur Verfügung, dann reduziert man einfach die Fleisch-Menge ein wenig und gibt extra Fett hinzu (daher findet sich in Bayo´s Napf immer ein Stück Butter oder Schweineschmalz) und daher ist seine Fleischmenge etwas geringer als ihn die BARF-Excel für sein Gewicht errechnet.
Wie die Berechnung zeigt, kann mit BARF bei einem gesunden Hund keine Überversorgung mit Eiweiß erreicht werden. Eher liefern die meisten Trockenfutter zu viel Eiweiß - selbst das Trockenfutter des Herstellers, der auf seiner Website anführt, BARF sei zu eiweißlastig, liefert mehr Eiweiß als BARF. Es wäre auch verwundertlich, wenn ein Tier, welches eindeutig ein Beutefresser ist, kein Fleisch vertragen würde ;-)
Fazit: Vertrauen ist gut, Nachrechnen ist besser...
Weitere BARF-Mythen?
BARF-Mythos #2: Barfen sei zu teuer
BARF-Mythos #3: Rohes Fleisch macht Hunde krank
BARF-Mythos #4: Nicht alle Nährstoffe im richtigen Verhältnis
BARF-Mythos #5: Fleisch macht Hunde aggressiv
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1 http://www.ich-will-futter.de/marengo-423.html
2 Meyer/Zentek (2005): Ernährung des Hundes, S. 66.
3 Meyer/Zentek (2005): Ernährung des Hundes, S. 62.
2 Meyer/Zentek (2005): Ernährung des Hundes, S. 66.
3 Meyer/Zentek (2005): Ernährung des Hundes, S. 62.
11 Kommentare:
Hallo,
vielen Dank für dieses schöne Rechenexempel. War schon immer meine Rede, jetzt hat's mal jemand nachgerechnet. :)
Tolle Artikel auf dieser Seite, weiter so, nacht Freude sie zu lesen!
Viele Grüße
Jela
Dem kann ich mich nur anschließen. :-)
Hätte noch die eine oder andere Frage zum Thema B.A.R.F., gerade was die bedarfsgerechte Fütterung angeht. Weiß nur nicht ob ich sie hier stellen kann/soll !?
LG und ein doppeltes Wuff von Nicky, Gizmo & Murphy :-)
Hallo,
kann mich Jela nur anschließen: danke für´s ausrechnen!
Ich hätte es vermutlich nicht nachgerechnet, aber bin eh nicht so die Rechen-Tante, dafür gibt es aber ja BWLer wie Dich! ;)
Danke dafür!!!!!!
LG,
Yvonne
@Nicky: Du kannst die Frage gern hier stellen oder mir eine Mail schreiben - siehe oben in der Navi: Kontaktdaten.
PS:
habe wegen Deiner tollen Näpfe nachgefragt:
ein Napf soll jetzt 198€ kosten. Das war mir für die Chaoten hier daheim doch zu teuer! :)
Sehe ich sie mir bei Dir eben an :)
LG,
Yvonne
Also, wir haben auf keinen Fall 198 € gezahlt. Das ist ja der Wahnsinn! Wir hatten diese Futterbar mit beiden Näpfen mal bei irgendeinem Ausverkauf erstanden. Ich weiß nicht mehr, wie viel die gekostet hat, aber sicher nicht so viel.
Da ich deinen Blog erst heute gefunden und alle Berichte verschlungen haben, kommentiere ich mit ein paar Monaten Verspätung. :)
Wahnsinn, wie viel Mühe du dir mit diesen Berechnungen machst; wirklich super aufschlussreich, vielen Dank!
Eine Frage habe ich zu deinem fleischlosen Tag für Bayo: Reichen die 250 g Kohlenhydrate aus, um 300 g Muskelfleisch zu ersetzen? Würden nicht theoretisch noch 140 g Pansen und je 100 g Innereien & RFK fehlen, um die korrekte Wochenration laut deiner Excel-Tabelle zu erreichen?
Stelle gerade den Futterplan für meine beiden Podencos um (damit unser Jung-Senior vielleicht auch so tolles Fell wie Bayo bekommt). :o)
Jetzt bin ich etwas unsicher, wie ich den fleischlosen Tag mit welcher Menge Kohlenhydrate am besten berücksichtige und ob ich die Fleischration pro Tag erhöhen muss.
Müsste ich gekochte Kartoffeln nicht zum Gemüse zählen (zumindest hat Swanie diese in der Broschüre unter Gemüse geführt) und hätte dann zu wenig Fleisch und zu viel Kohlenhydrate?
Sorry, ich glaube, ich habe zu viel gelesen und bin jetzt verwirrt. Hoffe, du kannst mir weiterhelfen. Vielen Dank.
Gruß,
Jenny
Hallo Jenny,
also der Proteinbedarf wird ja grundsätzlich über das Fleisch/Pansen/Innereien/RFK-Gemisch gedeckt, das es an den anderen 5 Tagen pro Woche gibt. Man kann den fleischfreien Tag auch ohne Kohlenhydratquelle machen. Es geht gar nicht darum, die Fleischportion "zu ersetzen". Viele Barfer geben auch Hüttenkäse oder Quark. Und ja, Kartoffeln sind eigentlich auch Gemüse, aber sie liefern wesentlich mehr Energie als z. B. Spinat. Ich will meine Hunde nicht an zwei Tagen hintereinander mit "kaum Energie" konfrontieren, weil sie halt auch am Fahrrad laufen etc. Und ich finde es nicht sinnvoll, am fleischfreien Tag z. B. Magerquark zu füttern, weil der mir einfach zu viel Protein liefert, dafür, dass der fleischfreie Tag eigentlich dazu dienen soll, dass der Hund einfach mal nur recht wenig Protein zu sich nimmt. Man kann auch nur Gemüse + Fett füttern. Ich wäre an der Stelle auch nicht päpstlicher als der Papst. Es gibt auch viele Leute, die gar keinen fleischfreien Tag machen und auch keinen Fastentag. Die verteilen die Futtermenge einfach auf 7 Tage. Ich rechne halt einen kompletten Fastentag mit ein und gebe am fleischfreien Tag meist eine Mischung aus Hirse/Hüttenkäse/Kartoffeln und Gemüse sowie Öl, einfach weil Hirse z. B. neben Energie auch viele wichtige Nährstoffe liefert: Kieselsäure, Magnesium, Kalium, Zink. Hüttenkäse ist nicht so proteinreich und Kartoffeln haben noch weniger Eiweiß, machen aber satt. Und die Hunde fressen das auch recht gern - dafür, dass es kein Fleisch ist ;-). Man muss auch einfach etwas herumprobieren. Je nachdem, wie die Hunde es vertragen. Es gibt Hunde, die gar nicht mit dem Fasten klar kommen und es gibt Hunde, die ohne Kohlenhydrate einfach nur schlapp sind, andere drehen total auf, wenn man ihnen auch nur etwas Getreide gibt. Das ist eben individuell.
Am besten rantasten und dann ein wenig herumprobieren.
LG,
Nadine
Hallo Nadine,
vielen Dank für deine ausführliche Antwort.
Mit Getreide haben meine beiden zum Glück kein Problem und der Fastentag bereitet eher mir Probleme, wenn ich den Magen der Hunde glucksen höre. Aber das mag vielleicht auch an einem Säureüberschuss liegen und weniger am Hunger oder leeren Magen. Das Glucksen haben sie nämlich auch an ihren normalen Futtertagen, wenn ich morgens und abends füttere.
Unseren fleischlosen Tag haben wir bisher immer mit 200 g Obst morgens und 250 g Gemüse abends bestritten, aber meine Madame wird etwas mäkelig mit dem Gemüse. Daher werde ich doch mal eher deinen Hirse/Hüttenkäse/Kartoffel-Mix ausprobieren. Kartoffeln mögen die beiden nämlich sehr, sehr gerne. :)
Nehme jetzt auf jeden Fall noch Bierhefe, Algen und Nüsse/Samen mit auf und der Gemüsemix wird einer Prüfung unterzogen.
Da ich die beiden durch zu viele Leckerlis auch etwas zu sehr gepäppelt habe, kommt vielleicht ein Kilo weniger durch die Umstellung zustande... und wenn dann noch das Fell anfängt zu glänzen... :o)
Auf jeden Fall weiß ich schon jetzt nach 1,5 Jahren Rohfütterung, dass meine Zwei nie wieder TroFu bekommen werden. Es geht ihnen super und sie futtern mit einer Begeisterung, die kein noch so hochwertiges TroFu auslösen konnte!!!
Gute Nacht,
Jenny
Hallo liebe Nadine!
Gestern bin ich durch eine Freundin auf Deine Homepage gestoßen und seitdem eifrig am Lesen :) Ich finde super wie Du schreibst (mit nachvollziehbaren Begründungen & Erklärungen) und Dein Wissen mit uns teilst. VIELEN DANK an dieser Stelle! Ich BARFe seit einem Monat (meine RR Hündin ist jetzt 5 Monate alt) und werde never ever auf Industriefutter zurückgreifen. Ganz ehrlich, ich finde das alles so lächerlich wie BARF teilweise kritisiert wird. Aber gut, jeder soll machen, was er für richtig hält ;) Ich habe vorher natürlich viel über BARF gelesen, unter anderem das Buch "Natural Dog Food" von Susanne Reinerth. Eine Frage habe ich an Dich bezüglich der Kartoffeln. Verfütterst Du die Kartoffeln gekocht/gedünstet? Ich dachte eigentlich, dass rohe Kartoffeln nicht verfüttert werden sollen, da sie für den Hund unbekömmlich sind, zudem würden die gründen Stellen das für den Hund giftige Solanin enthalten. Oder habe ich da was falsch verstanden?
Ganz liebe Grüße aus dem sonnigen Madrid,
Asuka (Aska ausgesprochen)
P.S. Gibt es eigentlich auch einen "Gefällt mir" Button für die ganze Seite? ;)
Hallo Asuka,
es freut mich, dass Dir die Seite gefällt. Schön, dass Deine RR-Hündin ein anständiges Futter bekommt.
Zu den Kartoffeln: die muss man immer gut durchkochen und sollte sie nicht roh oder nur gedünstet geben. Kartoffeln in Maßen sind eine gute Ergänzung und ein tolles Gemüse, aber man sollte davon auch nicht Massen füttern, denn Kartoffelstärke ist für Hunde nicht sonderlich gut verwertbar und außerdem hemmen Kartoffeln die Produktion von Magensäure. Das ist in geringen Mengen kein Problem, aber ich hab auch schon Futterpläne gesehen, bei denen ein großer Hund 500 g Fleisch plus 1.500 g Kartoffel bekommen hat und das ist m. E. dann viel zu viel. Und ja, Kartoffeln enthalten Solanin. Das lässt sich auch durch Kochen nicht zerstören, auch wenn es teilweise ins Kochwasser übergeht. Daher sollte man das Kochwasser von Kartoffeln auf keinen Fall verfüttern oder mit pürieren. Das gilt auch für Menschen, denn Solanin ist in gewissen Mengen auch für uns giftig.
Liebe Grüße,
Nadine
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