Sonntag, 31. Juli 2011

Zahnstein beim Hund – was kann man tun?


Auch Hunde leiden an Zahnstein und dies hat meist übel riechende und schmerzhafte Folgen. Außerdem bedeutet es natürlich, dass Zähne früher oder später gänzlich verloren gehen können. Als Ursachen kommen genetische Faktoren wie der pH-Wert im Maul, die Speichelzusammensetzung oder die Kopfgröße- und Form des Hundes, aber vor allem auch eine ungeeignete Ernährung in Frage. Abgesehen von einer regelmäßigen Zahnpflege kann also eine Futterumstellung durchaus dazu führen, dass Zahnsteinentstehung eingedämmt werden kann. So kann die Zahngesundheit bis ins hohe Alter erhalten werden.



Was ist Zahnstein eigentlich?

Zahnstein bildet sich aus bakteriellen Belägen, die durch Einlagerung von Mineralien (Phosphor, Calcium, Magnesium) verhärten. Die bakteriellen Beläge entstehen vor allem durch die Aufnahme kohlenhydratreicher Nahrung, da die darin enthaltenen Zuckerverbindungen als Haftvermittler für die Bakterien fungieren und ein ideales Klima für deren Vermehrung schaffen.1 Folgen von Zahnstein können neben einem entsprechendem Maulgeruch chronische Entzündungen mit Rückbildung des Zahnfleisches sein. Bakterien können sich dadurch entlang des Zahnes zur Wurzel hin ausbreiten und zu einer Lockerung des Zahnhalteapparates bis hin zur Knochenauflösung führen – die Zähne fallen letztendlich aus.

Normalerweise sind Caniden wegen ihrer natürlicherweise sehr kohlenhydratarmen Ernährung und ihrer kegelförmigen Zähne, die eine selbstreinigende Wirkung haben, nicht so stark von Zahnerkrankungen betroffen.1 Die Gabe von getreide- oder gar rohrzuckerhaltiger Nahrung wie etwa kommerzielles Fertigfutter und züchterische Bemühungen (immer kleinere Kopfformen) begünstigen jedoch die Entstehung von Zahnstein beim Hund, sodass immer mehr Hunde auf den OP-Tischen der Tierärzte landen, um sich einer Zahnsteinentfernung zu unterziehen.

Wie kann man gegen Zahnstein vorbeugen?

Wichtig ist zunächst, eine kohlenhydratarme Nahrung zu verfüttern: kommerzielle Trockenfutter oder Feuchtfutter mit Getreide- oder Stärkeanteil kommen hier nicht in Frage. Außerdem sollte der Hund regelmäßig geeignetes Kaumaterial bekommen, sodass durch die mechanische Einwirkung die Zähne gereinigt werden. Hierzu eignen sich natürlich rohe Knochen wie etwa Rinderbrustbein oder Kalbsrippen (Achtung: niemals gekochte Knochen verfüttern!), aber auch getrocknete Büffelhaut hervorragend. Es ist auch günstig, möglichst große Fleischbrocken zu verfüttern, die der Hund erst kauen muss, weil auch dieser Vorgang die Zähne reinigt.

Handelsübliche Zahnreinigungs-Kauknochen auf Getreide- oder Stärkebasis wie etwa Pedirgree Denta Stix/Denta Rask, Bosch Goodies Dental, Hill's Hundesnacks Oral Care, Bozita Oral Fresh oder Hunter Tasty Tooth Bone Kauknochen usw. sollte man meiner Meinung nach nicht anbieten. Diese Produkte enthalten alle samt Inhaltsstoffe, die bakterielle Beläge begünstigen. Ein Blick auf die Liste der Inhaltsstoffe gibt Aufschluss: Getreide, Stärke, Zucker… Zudem sind diese Kausnacks auch nicht hart genug, um eine wirkliche mechanische Einwirkung auf die Zähne zu haben.

Als sinnvolle Ergänzung zum Futter eignet sich zudem die Alge Ascophyllum Nodosum. Sie verhindert die Anhaftung von Zahnbelägen und führt bei bestehendem Zahnstein dazu, dass vorhandener Zahnstein weicher wird. Dadurch kann er einfacher mit einem Zahnreiniger entfernt werden.

Aber Achtung, die Alge enthält sehr viel Jod, sodass sie sparsam dosiert werden sollte. Hunde bis 10 kg bekommen 0,15 g pro Tag (Achtung! Mini-Hunde dürfen nur 0,05 g pro Tag bekommen!), Hunde von 1025 kg: 0,3 g pro Tag und Hunde über 25 kg: 0,6 g  pro Tag. Man benötigt also eine Feinwaage, um die Mengen abzumessen oder einen Dosierlöffel aus der Apotheke (0,3 g entsprechen 0,5 ml). Wird der Hund gebarft und enthält sonst keine weiteren Jodgaben, so erreicht man mit diesen kleinen Mengen keine Jodüberdosierung. 500 g der Alge kosten ca. 56 Euro. Man sollte dringend darauf achten, nur auf Schadstoffe (wie Quecksilber) geprüfte Algen zu verwenden und einen Anbieter zu wählen, der gleichbleibende Jodgehalte garantiert. Die Mengenangaben beziehen sich auf einen  Jodgehalt von 0,05 %. Man muss beim Hersteller nachfragen, ob konstante Jodgehalte garantiert werden, bevor man Algen kauft. Das ist nur selten der Fall!

Auch regelmäßiges Zähneputzen mit einer für Hunde geeigneten Zahncreme kann Zahnsteinbildung vorbeugen.

Die Entfernung von Zahnstein

Bei einigen Hunden hilft aber alles nichts: egal wie sehr man sich auch bemüht, es bildet sich Zahnstein. Ist der Zahnstein noch nicht stark verbreitet, kann man ihn nach mehrwöchiger Gabe der Alge Ascophyllum Nodosum mit einem handelsüblichen Zahnreiniger selbst entfernen, sofern man den Hund darauf trainiert hat, still zu halten. Bayo hat keinerlei Probleme mit Zahnstein, Alastair (3 Jahre) hingegen schon. Ich habe den Zahnstein vor der Gabe der Alge versucht, zu entfernen, was mir jedoch nicht gelang. Nachdem Alastair die Algen einige Zeit ins Futter bekommen hatte, konnte ich den leichten Zahnstein sehr gut entfernen.

Auf den vorher/nachher Bildern kann man gut erkennen, dass der Zahnstein und die Verfärbungen verschwunden sind.

Leichter Zahnstein deutlich zu sehen
Betroffene Zähne nach der Behandlung
Zahnreiniger

Wer sich nicht zutraut, die Zähne des Hundes selbst zu reinigen, sollte jedoch möglichst bald einen Tierarzt aufsuchen, der eine Reinigung der  Zähne anbietet. In vielen Praxen wird eine  Zahnsteinentfernung per Ultraschall und durch dental-medizinische Handinstrumente angeboten. Dabei werden die Zähne gereinigt und vom Zahnstein befreit und anschließend poliert, um erneute Ablagerungen zu verhindern. Leider geht diese Behandlung oft mit einer Vollnarkose einher, da die wenigsten Hunde bei dieser ungewohnten Behandlung still und regungslos liegen bleiben. Hinzu kommt, dass in schweren Fällen auch Zähne gezogen werden müssen. Die Kosten belaufen sich auf etwa 100150 Euro. Die Behandlung ist aber wichtig bei Hunden, die zu Zahnstein neigen.

Fazit

Die Vorbeugung gegen Zahnstein mit einer gesunden, kohlenhydratarmen Nahrung und entsprechender Knochenfütterung ist ein wichtiger Baustein für die Zahngesundheit des Hundes. Getreidehaltige Kauknochen sollten unbedingt gemieden werden. Hat sich einmal Zahnstein gebildet, sollte er unbedingt entfernt werden, um Folgeerkrankungen zu vermeiden.

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1 Meyer/Zentek (2005): Ernährung des Hundes, S. 178.

Kommentare:

Alexandra hat gesagt…

Hallo,

ich bin über Twitter auf diesen Blog gekommen - super Infos, vielen Dank dafür :-)! Mich beschäftigt das Thema Zahnstein bei meinem Hund auch gerade, von daher bin ich da für alle Tipps dankbar. Wir probieren es gerade mit so einem "Fingerling" zur Zahnreinigung (aus Hemos Faser), das klappt auch ganz gut, aber nicht vollständig. Vielleicht klappt es mit 'Vorbehandlung' durch die Alge ja noch besser? Muss man bei der Zufütterung etwas beachten wegen des Jodgehalts?

Viele Grüße
Alexandra

Nd. hat gesagt…

Hallo Alexandra,

tja, die Jod-Problematik. Wenn Dein Hund eine Schilddrüsen-Erkrankung hat, dann würde ich das Thema mit dem TA besprechen. Falls nicht, kann ich Dir Folgendes sagen. Ausgewachsene Hunde haben lt. Meyer/Zentek einen Jod-Mindestbedarf von 15 mcg pro kg KM. Mein 38 kg Hund also 570 mcg pro Tag. Würde ich ihm ein handelsübliches Trockenfutter geben, wären darin ca. 700 mcg enthalten - also ein kleiner Sicherheitsaufschlag. Es gibt Studien, aus denen hervorgeht, dass Hunde sehr tolerant auf eine Jodüberversorgung reagieren. Die maximale, aber sichere Dosis läge bei 27-85 mcg pro kg KM und Tag (nachzulesen hier: http://edoc.ub.uni-muenchen.de/4322/1/Grimminger_Susan_P.pdf, S. 55). Ich gebe meinem 38 kg Hund täglich 1,2 g dieser Alge und führe ihm damit 600 mcg extra Jod zu. Angenommen, er würde jetzt schon 700 mcg aufnehmen, dann läge er zusammen mit der Alge bei 34 mcg pro kg KM und Tag und somit immer noch im unteren Bereich der "sicheren" Bandbreite. Es gibt aber Trockenfutter (vor allem fischhaltige), die weitaus mehr Jod enthalten. Wenn Du Dir unsicher bist, dann besprich es lieber mit dem TA oder rechne es nach.

Alexandra hat gesagt…

Vielen Dank für die schnelle und ausführliche Antwort - ich denke, so kann ich schon ganz gut rechnen, was wir brauchen bzw. geben dürfen :-)! Bin wirklich beeindruckt, wie gut du dich auskennst - finde es klasse, dass du dein Wissen mit uns teilst! Ascophyllum Nodosum steht jetzt auf der Einkaufsliste und dann werden wir doch mal sehen, ob wir das mit dem Zahnstein in den Griff kriegen.

Bellide hat gesagt…

Hallo!
Ich habe jetzt auch angefangen meinen Chihuahua zu barfen :-D
Er leidet sehr unter Zahnstein, wie bei den kleinen Rassen so üblich. Vorher hat er nur TroFu bekommen (Bestes Futter Magic/Banane und Acana Prairie Dog) und er musste 1x im Jahr zur Zahnsteinentfernung in Vollnarkose, dann war es aber auch schon höchste Eisenbahn. Ich hoffe, dass es durch Barf besser wird und besonders mit der Alge.
Ich habe das Seealgenmehl (Asc. Nod.) von Lunderland, da stehen ganz andere Dosierungsempfehlungen drauf. So gebe ich 0,4g am Tag (statt der von dir empfohlenen 0,15g). Weißt du was dazu?
Er schlingt seine Brocken übrigens runter. Wirkt die Alge dann auch, oder muss sie schon in Kontakt mit den Zähnen kommen?
LG,
Bellide

Nd. hat gesagt…

Hallo Bellide,

ich finde, dass die meisten Hersteller viel zu hohe Dosierungsangaben machen. Wenn ich meinem 38 kg Hund täglich 0,9 Gramm der Alge gebe, dann ist sein Jod-Bedarf schon allein damit mehr als gedeckt. Ich gehe mal davon aus, dass Dein Hundchen vielleicht 2 kg wiegt. Daher würde ich eher die 0,15 Gramm geben. Hund sind Jodgaben gegenüber wohl ziemlich tolerant (siehe meine Antwort auf Alexandras Frage), aber ich würde es dennoch nicht übertreiben. Nährstoffe beeinflussen sich auch gegenseitig und ich glaube, dass auf dem Feld auch noch keine gänzliche Klarheit herrscht. Bei vielen Nährstoffbedarfswerten tappt die Wissenschaft noch völlig im Dunkeln...

Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, wie diese Alge wirkt. Sie beeinflusst wohl die Speichelzusammensetzung. Daher macht es wohl nichts, dass geschlungen wird. Bei einigen Hunden wirkt es auch gar nicht. Man muss es ausprobieren.

LG, Nadine

Bellide hat gesagt…

Danke Nadine!
Irgendwo hatte ich letztens gelesen, dass die Alge wohl im Blut wirkt. Ich denke, irgendwie im Speichel, dass der Plaque sich nicht anheften kann und man muss ihn dann abkratzen. War glaub ich sogar auf der PlaqueOff-Seite.
Mein Chi wiegt 3,6kg - hatte ich ganz vergessen zu schreiben! Er ist aber ein ganz robustes Kerlchen, kein Mickerling :-D Ich werde deinen Rat auf jeden Fall befolgen, sonst -wenn sich nix tut- kann man immer noch etwas hochsetzen :-)
LG!
Sarah

Nd. hat gesagt…

Also ich habe die Alge ursprünglich zur Jodversorgung gefüttert. Die Zähne der Hunde hatte ich schon immer im Blick und habe den Zahnstein mit dem Kratzer entfernt so gut es ging. Irgendwann las ich, dass die Alge auch unter dem Handelsnamen Plaque-off zu erhalten ist und dass sie den Zahnstein weicher machen soll. Also gab ich sie täglich in kleinen Mengen und merkte dann, dass der Zahnstein, den ich vorher nicht entfernen konnte, sich plötzlich ablösen ließ.

Bellide hat gesagt…

Hi Nadine,
ich wollte dich noch fragen, wo man so einen Kratzer herbekommt? Ist das einer für Tiere?

Ich habe bis jetzt immer mit einer Enzympaste und Mull geputzt. Da muss man dann aber mit dem Finger (mit Mull drumgewickelt) so weit hinten zu den Backenzähnen vordringen, das ist manchmal eklig :-D

Lieber Gruß,
Bellide

Nd. hat gesagt…

Huhu Bellide,

also den Kratzer habe ich bei ALSA Hundewelt gekauft. Es ist der Zahnreiniger, beidseitig. Aber schön vorsichtig damit. Der ist echt ganz schön scharfkantig. Man muss mit dem Zahnfleisch aufpassen. Mit etwas Übung geht das aber.

Viele Grüße,
Nadiine

Anonym hat gesagt…

Hallo! prima Seite! ich habe zwar eine Parson, aber das Konzept ist prima! Eine Frage, für mich ist das alles noch neu: wie kaufe ich denn diese Algen, sind barfer-online-shops okay? Mich irritieren teilweise die Darreichungsmengen (1 Teelöfel pro 30kg Hund 0 1/3 TL für meinen Hund. Gibt man das einfach zum Quark und kann es einrühren?
Ich bin dankbar für jeden tipp

Liebe Grüße

Nd. hat gesagt…

Hallo,

ja, man kann die Alge in jedem BARF Shop kaufen (z. B. DHN-Shop). Ich persönlich halte allerdings die Dosierungsangaben für etwas überhöht. Mein 38 kg Hund bekommt nicht täglich mehr als 1 TL, sondern eben 0,9 g am Tag. Das ist weniger als 1 TL. Es gibt in jeder Apotheke kleine Dosierlöffel, die man gut verwenden kann.

Ich mische die Algen einfach mit ins Futter. Das geht natürlich nur bei feuchtem Futter. Und ja, man kann sie auch mit Quark verrühren.

Viele Grüße, Nd.

Tanja hat gesagt…

Seealgenmehl ist wirklich ein super Tipp gegen leichten Zahnstein. Da reicht schon eine oder zwei Wochen kurweise Fütterung der Alge, immer nur ein bisschen ins Futter, und der Zahnstein wird weicher, sodass er sich entfernen lässt. Das geht beispielsweise mit einer Nagelfeile ganz gut, wenn man keinen Zahnreiniger für die Hunde hat. Ich habe die Algen einfach jeden Tag in eine Mahlzeit gegeben. Kauartikel haben hier gar nix gebracht. Rohe Knochen und große Fleischstücke hingegen schon, die gibt es regelmäßig.

Anonym hat gesagt…

Liebe Nadine, ich füttere meinen Prager Rattlern tägl. cd-Vet Micro Mineral zu, sie werden schon immer gebarft. Da sie trotz gesunder Ernährung an Zahnstein leiden (ich habe 4 Hunde mit einem Gewicht zwischen 1,8 - 2,8 kg; sie bekommen gewolftes Fleisch und Kalbsknorpel zur Knochenfütterung, an Beinscheiben kauen sie das Fleisch ab; "richtige" Knochen bekommen sie mit ihrem Gebiss nicht klein), überlege ich mir nun, ihnen als therapeutische Maßnahme 2-3 Wochen Ascophyllum Nodosum zu verabreichen. Nun meine Frage: Rätst du mir davon ab, währenddessen Micro Mineral (kennst/was hälst du von Micro Mineral?) weiter zu füttern - Gefahr der Jod-Überdosierung - oder eher nicht? Vielen Dank im Voraus für deine Antwort und einen lieben Gruß, Larissa

Nd. W. hat gesagt…

Hallo Larissa,

wenn ein Hund gebarft wird, dann muss man Zusätze wie Micro Mineral gar nicht füttern. Wenn der Hund allerdings keine Knochen fressen kann (hast Du mal gewolfte Hühnerhälse oder so etwas versucht?), dann sollte man auch nicht Algenkalk als Calciumquelle einsetzen (wie es bei Micromineral der Fall ist), sondern lieber Knochenmehl. Warum, kannst Du hier nachlesen.

Ich würde gerade bei so kleinen Hunden auch sehr mit Zusätzen wie Algen aufpassen. Bei dieser Größe sollte man wirklich mit einer Feinwaage arbeiten. Ein so kleiner Hund darf nur unter 0,1 g Ascophyllum Nodosum am Tag bekommen (das ist nicht einmal eine Messerspitze). Micro Mineral enthält ja bereits Algen. Frag doch mal beim Hersteller nach, welche Seealge das ist. Ich würde das aber auf keinen Fall kombinieren.

Gerade bei kleinen Hunden ist es aber oft so, dass man weder mit Kohlenhydratverzicht oder Knochenfütterung noch mit Algen das Zahnstein-Problem lösen kann (vermutlich weil die Zähne so eng stehen). Zahnsteinbildung hängt auch einfach mit der Speichelzusammensetzung zusammen. Da hilft nur Zähne putzen.

Viele Grüße
Nadine

Anonym hat gesagt…

Hallo Nadine,

Dein Artikel bestätigt, was ich auch beobachtet habe, nämlich daß Zahnstein deutlich weniger wird (oder sogar verschwindet, wie bei meiner Hündin) unter der Gabe von Seealgenmehl.
Ich hatte es eigentlich gegeben, um die Jodversorgung sicherzustellen und habe dann bemerkt, daß ihre Zähne immer weißer wurden. :-)
Meine Hündin bekommt ihre wöchentliche Ration auf einmal in einer Mahlzeit. Man braucht die Gabe also nicht täglich zu verabreichen, um den Zahnsteinentfernungseffekt zu erzielen.

Nd. W. hat gesagt…

Hallo,

es freut mich, dass auch Dein Hund davon profitiert und schöne Zähne hat!

Ich würde allerdings die Wochendosis nicht an einem einzigen Tag verabreichen. Bei großen oder mittleren Hunden mag das zwar vielleicht noch zu verkraften sein, aber bei Mini-Hunden kann das durchaus lebensgefährlich werden, weil die Mengen so winzig sind und es schnell zu Fehlern bei der Dosierung kommen kann. Insgesamt ist es nicht ratsam, isolierte Mineralien stoßweise zu verabreichen. Eine Verteilung auf 2–3-mal pro Woche macht daher eigentlich immer Sinn.

Viele Grüße
Nadine

Anonym hat gesagt…

Hallo Nadine,

jetzt habe ich doch noch eine Frage.
Mir ist aufgefallen, daß die von Dir vorgeschlagene Dosierung deutlich abweicht von der auf der Lunderlanddose angegebenen.
Für mein 9,5kg-Hündchen wären das die von Dir genannten 0,15g versus auf der Dose vorgeschlagenen 0,75g täglich. Das ist ja doch ein deutlicher Unterschied.
Jetzt bin ich unsicher bezüglich der Dosierung.

Vielen Dank übrigens für diesen tollen Blog!
Für mich das beste, ws es im Netz zum Thema zu lesen gibt.

LG von

Marie

Nd. W. hat gesagt…

Hi Marie,

Dein 9,5-kg-Hund hat einen Jodbedarf von 160 µg am Tag. Wenn Du ihm täglich 0,75 g von der Alge gibst, dann führst Du fast 500 µg zu. Hinzu kommt noch das Jod, was in den anderen Futterkomponenten steckt. Damit bist Du zwar immer noch von der Maximaldosis von ca. 900 µg entfernt, aber ich sehe keinen Grund dafür, so viel Jod zuzuführen. Daher würde ich eher zu einer geringeren Dosierung raten.

Viele Grüße
Nadine

Anonym hat gesagt…

Danke für Deinen Rat.
Jetzt wird erstmal ein kleinere Meßlöffel angeschafft. :-)

LG von

Marie

SuKi hat gesagt…

Hallo! Unser vierjähriger Magyar Vizsla hatte massiven Zahnstein an den oberen Fangzähnen. Nach ca. 5 Wochen mit Zusatz der Alge und (fast) täglichem Zähneputzen konnte ich den Zahnstein mit dem Fingernagel abknibbeln!! Funktioniert also perfekt. Die anderen Zähne sehen auch schon viel besser aus, danke für den Tip!

Unknown hat gesagt…

Hallo liebe Hundeliebhaber,
ich habe eine 2 jährige Jack Russell Dame und sehe schon ein bißchen Zahnstein bei ihr. Mit dem Fingerling bekomme ich es nicht weg. Könnt ihr mir bitte einen Internetshop empfehlen wo ich diese Algen kaufen kann und die genaue Bezeichnung. Und wenn mir bitte ein Rechenkünstler schreiben könnte wieviel ich täglich bei 6-6,5 kg Hundegewicht ins Futter geben muss. Das ist mir sicherer wie die Angaben auf der Verpackung.
Schonmal im vorraus recht herzlichen Dank.
LG Micha

Anonym hat gesagt…

Da hänge ich mich doch mal dem letzten Kommentar an. Auf meine Rechenkünste verlasse ich mich nicht... und wo bekomme ich gutes Seealgenmehl her. Also in jedem Barfshop, dass habe ich gelesen, aber welches ist wirklich zu empfehlen?

Nadine Wolf hat gesagt…

Ich kaufe meine Algen einfach bei DHN, also unter www.barf-shop.de. Dort heißt das Produkt direkt Ascophyllum Nodosum. Es gibt natürlich auch andere Anbieter, aber man sollte unbedingt auf einen kontrollierten Jodgehalt achten. Das macht nicht jedes Unternehmen und die Schwankungen des Jodgehalts sind erheblich.

Als Barfer muss man diese Algen ohnehin füttern. In meinem Buch habe ich eine Übersicht, wie sie genau zu dosieren sind. Die Angaben oben stimmen aber natürlich auch.

Wer Fertigfutter (auch Fertig-BARF) gibt, sollte aber aufpassen. Oftmals ist da schon genug Jod enthalten.

Hardy Bach hat gesagt…

Hallo, ich denke wenn ann die Alge nicht verfüttert sondern diese z.B. mit Wasser verdünnt direkt aud die Zähne bringt (mit Zahnbürsten z.B.) sollte der Erfolg auch vorhanden sein. Ein wenig wird aber immer mit abgeleckt daher denke ich die geringe Dosis reicht da aus. Oder?

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