Sonntag, 18. März 2012

Wie erkenne ich ein gutes Dosenfutter?

Viele Hundehalter haben nicht die Möglichkeit, ihren Hund frisch zu füttern bzw. zu barfen, haben Angst davor, Fehler zu machen oder fürchten gefährliche Keime im Fleisch. In solchen Fällen empfehle ich meist, ein gutes Dosenfutter zu geben. So genanntes Feuchtfutter hat den Vorteil, dass es – wie der Name schon sagt – nicht trocken ist (was die Gefahr einer Magendrehung deutlich reduziert) und dass es ohne Konservierungsmittel sehr lange haltbar ist. Oftmals enthält es auch wesentlich hochwertigere Zutaten und kommt mit weniger Füllstoffen und Getreide aus als Trockenfutter. Es ist im Gegensatz zu Frischfleisch sehr leicht zu lagern und die Fütterung ist ähnlich unkompliziert wie bei Trockenfutter. Es vereint also die Möglichkeit einer recht natürlichen Nahrung mit der Unkompliziertheit von Trockenfutter. Einziger Nachteil von Feuchtfutter sind die im Vergleich zu Trockenfutter oft höheren Kosten (was zu einem Großteil den hochwertigeren Inhaltsstoffen geschuldet ist) und das ökologische Problem der höheren „Müllmenge“ durch die Art der Verpackung.

Für die Fraktion der Frischfütterer bzw. Barfer stellt Dosenfutter außerdem eine gute Alternative für Notzeiten (vergessen, Fleisch aufzutauen, Frischfleischbestellung zu spät ausgelöst) oder für Urlaube mit dem Hund dar.

Ein Hundefutter ist aber leider nicht per se hochwertig, nur weil es aus einer Dose kommt. Einige Hersteller pressen äußerst minderwertige Zutaten in gulaschähnliche Brocken mit Soße. Wie erkennt man also ein gutes Dosenfutter?

Um es vorweg zu sagen, einen Garant gibt es nicht wirklich, man kann lediglich auf die Versprechen der Hersteller vertrauen und die Analysewerte betrachten.

Was soll (nicht) enthalten sein?

Bei der Fütterung von Hunden kommt es auf verschiedene Aspekte an. Optimalerweise orientiert sich das Futter an der natürlichen Nahrung eines Beutefressers, welche sich hauptsächlich aus Beutetieren, aber auch aus einigen pflanzlichen Zutaten zusammensetzt. Ein Beutetier wiederum weist eine bestimmte Zusammensetzung auf, die sich so ähnlich auch im Futter wiederfinden sollte: So besteht ein Beutetier nicht reinweg aus Lunge, Grieben, Knochen und Schwarte, sondern eben auch aus einem großen Anteil Muskelfleisch sowie vitamin- und mineralstoffreichen Innereien und auch Fett. Diese Zusammensetzung ermöglicht die Versorgung des Tiers mit allen essenziellen Nährstoffen.


A) Zieht man diese Tatsachen in Betracht, so sollte ein gutes Dosenfutter zu:
  • 45 % aus durchwachsenem Muskelfleisch, 
  • 20 % aus Mägen (z. B. Pansen) – dieser Teil kann auch durch Muskelfleisch ersetzt werden, 
  • 10 % aus Innereien, 
  • 20 % aus Obst / Gemüse 
  • 5 % aus anderen Zutaten (Knochenmehl, Fischöl, Kräuter etc.) bestehen. 

B) Da Hunde recht opportune Beutefresser sind, kann ein gutes Futter auch einen gewissen Teil aufgeschlossenes Getreide enthalten, ohne dass der Hund davon einen Schaden trägt auch wenn dieses nicht natürlicherweise im Beutetier vorkommt. Demnach kann ein Dosenfutter auch zu:
  • 40 % aus durchwachsenem Muskelfleisch, 
  • 15 % aus Mägen (z. B. Pansen) – dieser Teil kann auch durch Muskelfleisch ersetzt werden, 
  • 10 % aus Innereien (z. B. Leber, Niere, Milz, Lunge), 
  • 20 % aus Obst/Gemüse, 
  • 10 % aus Getreide, 
  • 5 % aus anderen Zutaten (Knochenmehl, Fischöl, Kräuter etc.) bestehen.

Um sich darüber ein Urteil bilden zu können, ist es unabdingbar, dass der Hersteller der Dosen genau aufführt, welche Zutaten im Futter enthalten sind. Deswegen ist die Art und Weise der Deklaration entscheidend.


Die Deklaration

Erst wenn Komponente bekannt ist, kann man beurteilen, ob ein Futter hochwertig ist oder nicht. Das ist bei Dosenfutter leider nicht immer der Fall, denn der Gesetzgeber ermöglicht verschiedene Varianten der Deklaration.

Beispiel für offene Deklaration: 40% Kronfleisch vom Rind, 16 % Hühnerhälse, 12 % Rinderpansen, 8 % Karotten, 5 % Spinat, 5 % Apfel, 4% Rinderleber, 4% Rinderniere, 4 % Rindermilz, 1 % Lachsöl, 0,8 % Petersilie, 0,1 % Ascophyllum Nodosum ( Seealgen), 0,1 % Dorschlebertran

In diesem Beispiel sind alle Inhaltsstoffe genau nachvollziehbar. Hier kann der Tierhalter sehr gut nachvollziehen, welche Komponenten verarbeitet wurden.

Beispiel für halboffene Deklaration: 64 % Rind (z. B. Lunge, Pansen, Leber), 16 % Huhn, 18 % Gemüse und Obst, 2 % Öle, Kräuter und Algen

Beispiel für geschlossene Deklaration:
Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (4 % Rind), Getreide, Mineralstoffe, pflanzliche Nebenerzeugnisse, Öle und Fette, Fleischbrühe.

Die beiden letzten Formen der Deklaration ist problematisch: Der Käufer weiß nicht, wie sich „Rind“ und „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“ genau zusammensetzen. Es ist unklar, welche Öle verwendet wurden, ob sich Knochen im Futter befinden, ob genügend Innereien vorhanden sind, welches Getreide eingesetzt wurde und ob die eingesetzten Nährstofflieferanten immer natürlichen Ursprungs sind. Futtersorten, die in der Form deklariert werden, sollte man daher meiden, denn es ist unklar, ob darin z. B. Unmengen an billigen Fleischzutaten wie Lunge oder gar Tiermehle verarbeitet wurden. Man muss auch unbedingt darauf achten, dass wirklich einzelne Fleischsorten aufgelistet sind: z. B. Putenbrust und nicht einfach Pute. Bei ersterem handelt es sich nämlich tatsächlich um Fleisch, letzteres könnten auch einfach nur Putenfedern oder Putenfüße sein.

Unglücklicherweise deklarieren einige Hersteller ihre Dosen aber nicht offen. Als Gründe hierfür werden meist die Geheimhaltung der Rezeptur oder auch eine unkomplizierte Anpassung der Rezeptur ohne der Notwendigkeit, jedes Mal die Etiketten und Werbematerialien anpassen zu müssen, angegeben. Nun, es ist nicht so unglaublich schwierig, eine Rezeptur für ein gutes Dosenfutter zu konzipieren, sodass es notwendig wäre, die Rezepte zu schützen. Und Kundenorientierung sowie Transparenz sollten einem Hersteller mehr wert sein als Flexibilität bei der Zusammensetzung des Menüs. Es geht schließlich um das Wohl unserer geliebten Vierbeiner. Und da es Hersteller gibt, die offen deklarieren, scheint das kein Ding der Unmöglichkeit zu sein.

Wenn ein Dosenfutter halboffen oder geschlossen deklariert ist, bieten die Analysewerte eine Orientierung (keine Sicherheit) zur Beurteilung.

Der Proteingehalt

Da hochwertige Proteine für den Hund wichtig sind, spielt dieser Wert eine recht große Rolle. Besteht die Nahrung aus den o. g. Zutaten, so ergibt sich für die Variante A ein durchschnittlicher Proteinwert von 13–14 %, für die Variante B ein Wert von etwa 12–13 %. Betrachtet man so genannte Vollfleischdosen, so liegt der Wert sogar bei 17–24 % – je nachdem, um welche Fleisch- oder Fischsorte es sich handelt.

Liegt der Proteinanteil unter den genannten Werten, so kann das z. B. daran liegen, dass der Hersteller der Dose Wasser oder Fleischbrühe hinzufügt, oder aber bindegewebsreiche Schlachtabfälle oder vermehrt Innereien wie Lunge bzw. verhältnismäßig viel Pansen oder eben auch Getreide einsetzt. Diese Futtermittel weisen oftmals einen niedrigeren Proteinwert auf. Beide Vorgehensweisen sind nicht vorteilhaft. Erstere hat Nachteile für den Geldbeutel des Käufers, letztere für den Hund, denn dieser benötigt nun einmal hochwertiges Protein.

Der Proteinwert des Futters kann übrigens auch recht hoch sein und dennoch nachteilig für den Hund, denn einige Futtermittel wie z. B. Grieben liefern zwar sehr viel Protein (sogar mehr als Muskelfleisch), aber das Protein ist für den Hund nicht wirklich wertvoll und in großen Mengen sogar schädlich. Siehe dieser Artikel zum Thema.

Um den Proteingehalt eines Futters wirklich abschließend beurteilen zu können, ist daher eine offene Deklaration der Futterbestandteile essenziell.


Der Feuchtigkeitsgehalt

Dieser Wert wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst: einerseits zeigt er, ob der Dose zusätzlich Wasser beigefügt wurde, andererseits haben die Zutaten selbst einen Einfluss auf den Feuchtigkeitsgehalt eines Dosenfutters.

Reines Muskelfleisch besteht in etwa zu 70 % aus Wasser. Handelt es sich um durchwachsenes Fleisch (was für den Hund besser wäre), dann sinkt der Wert auf etwa 60 %. Pansen und Blättermagen besteht zu 70–80 % aus Wasser, Innereien wie Leber und Niere enthalten 70–75 % Wasser und Obst und Gemüse liegen mit Werten um die 70–90 % noch etwas höher. Allein Getreide (Haferflocken, Reis) enthält deutlich weniger Feuchtigkeit und besteht zu lediglich 10 % aus Wasser.

Enthält eine Dose etwa die Zusammensetzung wie in Variante A beschrieben, so liegt der Feuchtigkeitswert bei unter 70 %, bei Variante B natürlich durch das Getreide sogar etwas niedriger.

Weist eine Dose einen deutlich höheren Feuchtigkeitswert auf, so wurde höchstwahrscheinlich Wasser hinzugefügt oder es wurde viel Gemüse verarbeitet. Für den Hund stellt das kein Problem dar, aber wahrscheinlich spiegelt sich der Wert im Portemonnaie wider, da die zu verfütternde Menge ansteigt.

Der Rohascheanteil

Dieser Wert zeigt, wie viel organische Masse ein Futter enthält. Jedes Lebensmittel verfügt über einen bestimmten Rohascheanteil – man muss sich also nicht etwa Sorgen darüber machen, dass hier ein Hersteller dem Futter tatsächlich „Asche“ hinzugefügt hat. Der Rohascheanteil wird durch Verbrennung eines Lebensmittels bestimmt. Das was übrig bleibt, ist die Rohasche und sie gibt u. a. Aufschluss über den Mineralstoffgehalt eines Futtermittels.

Muskelfleisch hat nur einen sehr geringen Rohascheanteil. Er liegt bei etwa 0,8–1 %. Pansen und Blättermagen weisen einen Anteil von 0,3–1,2 % auf, Innereien wie Leber und Niere enthalten 1,2–1,4 % Rohasche und Obst und Gemüse liegen mit Werten um die 0,3–2,0 % noch etwas höher. Getreide (Haferflocken, Reis) besteht zu etwa 1–2,5 % aus Rohasche, Getreidenebenprodukte wie etwa Weizenkleie liegen hingegen bei Werten um die 5 %. Besonders hohe Werte weisen Futtermittel wie Hornmehl (11 %) oder Knochen (30 %) auf. Natürlich liefern auch Komponenten wie Knochenmehl oder Mineralstoffmischungen sehr viel Rohasche. Ein durch entsprechende Zugaben von Brühe oder Wasser erhöhter Feuchtigkeitsgehalt, wirkt sich übrigens rechnerisch senkend auf den Rohascheanteil aus.

Variante A der oben genannten Zusammenstellung sollte etwa einen Rohascheanteil von 1,3 % entsprechen, Variante B enthält ca. 1,4 % Rohasche.

Enthält eine Dose mehr Rohasche, so könnte es daran liegen, dass entweder wesentlich mehr Getreide (oder sogar Getreidenebenprodukte) verarbeitet wurde, oder aber Futtermittel wie Hornmehl oder Tiermehl enthalten sind. Eine recht hohe Dosierung an Mineralstoffen wäre auch denkbar.

Der Rohfaseranteil

Rohfaser ist für den Hund unverdaulich und hauptsächlich in Obst (0,5–1,0 %), Gemüse (0,5–2,0 %) und Getreide (0,5–11,0 %) enthalten. Muskelfleisch, Fett oder Innereien enthalten gar keine Rohfaser. Lediglich grüner Pansen weist einen Rohfaseranteil von etwa 1 % auf, weil er eben Futterreste enthält. Hunde benötigen einen gewissen Teil Rohfaser im Futter, um die Darmperistaltik anzuregen. Zu viel Rohfaser ist allerdings nicht wünschenswert, da dadurch die Verdaulichkeit des Futters insgesamt absinkt.

Variante A des Futters dürfte etwa 0,5 % Rohfaser aufweisen – je nachdem, welche Gemüsesorten eingesetzt werden. Variante B liegt etwa bei 1,0 %.

Sind in einer Dose höhere Rohfaseranteile aufgeführt, so liegt es meist daran, dass sehr viel Gemüse oder Getreide (oder schlimmer noch Getreidenebenprodukte) verarbeitet wurde.

Der Fettgehalt

Fett ist für den Hund der natürliche Energieträger. Neben dieser Funktion führt Fett natürlich auch noch essenzielle Fettsäuren zu, die für den Organismus lebenswichtig sind.

Der natürlichste Fettlieferant für den Hund ist durchwachsenes Muskelfleisch. Es kann durch hochwertige Öle ergänzt werden, um die Versorgung mit den entsprechenden Fettsäuren sicherzustellen. Das ist insbesondere bei Fleisch aus Massentierhaltung wichtig, denn das weist eine deutlich ungünstigere Fettsäurenzusammensetzung auf als beispielsweise Fleisch aus Weidehaltung oder Wildfleisch. Worauf es dabei ankommt und warum bestimmte Pflanzenöle (z. B. Sonnenblumenöl, Maiskeimöl, Distelöl) nicht ins Hundefutter gehören, ist hier nachzulesen.

In der Variante A des Futters dürften etwa 10 % Fett enthalten sein, Variante B liefert ungefähr 8 % Fett. Bei Variante B dient aber das enthaltene Getreide bzw. die darin enthaltenen Kohlenhydrate als Energielieferant. Man sollte auf einen ausreichenden Fettanteil achten, um den Hund ausreichend mit Energie zu versorgen. Ist der Energiegehalt des Futters zu niedrig, kann es passieren, dass man sehr viel davon füttern muss, was nachteilig für Geldbeutel und den Organismus des Hundes ist.

Ernährungsphysiologische Zusatzstoffe

Unter diesem Punkt werden Stoffe gekennzeichnet, die abgesehen von den in der Deklaration genannten Zutaten im Futter eingesetzt werden und der Nährstoffversorgung dienen. In den seltensten Fällen handelt es sich bei diesen Zusätzen, um Vitamine oder Mineralstoffe natürlichen Ursprungs. Es sind in der Regel synthetische Supplemente. Leider stehen synthetische Vitamine im Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein. Manche sind sogar krebserregend, sodass sie im Humanbereich schon seit Jahrzehnten verboten sind (z. B. Vitamin K3). Ein durchdacht konzipiertes Dosenfutter ist bedarfsdeckend und kommt ganz ohne synthetische Zusatzstoffe aus, auch wenn beim Kochvorgang z. B. der Vitamingehalt reduziert wird. Anders ließe sich nicht erklären, warum man das Futter für den Hund selbst kochen kann, ohne synthetische Zusätze zu verwenden. Es gibt auch natürliche Vitamine, z. B. aus Ölauszügen oder Pflanzenextrakten, aber die sind wesentlich teurer als die synthetische Variante. Man sollte also beim Anbieter nachfragen, was genau eingesetzt wird, um sicherzugehen, dass keine synthetischen Zusätze enthalten sind.

Der Preis

Wer kennt sie nicht, Großmutters Weisheiten á la "Qualität hat ihren Preis."? Trifft das auch auf Dosenfutter zu? Ist teuer immer gleich gut und billig immer gleich schlecht? So pauschal lässt sich das nicht beantworten. Allerdings ist der Preis durchaus ein Indikator. Nehmen wir an, ein Hersteller verkauft sein Dosenfutter für 1,80 Euro pro kg im Supermarkt. Auf der Dose steht: "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (4 % Rind)" in der Werbung wird von "50 % Rind in der Dose" gesprochen. Kann das ein Futter sein, das zur Hälfte aus Fleisch, Pansen, Leber und Niere besteht? Wenn man sich auf dem Markt für Futterfleisch umsieht, so stellt man fest, dass frisches Muskelfleisch vom Rind z. B. 4,00 Euro pro kg kostet, wenn es für den Heimtierbedarf gedacht ist (also s. g. Material der Kategorie 3). Komponenten wie Lunge, Niere, Pansen oder Leber schlagen auch mit etwa 3,00 Euro zu buche. Diese Preise beinhalten bereits Steuern und gewisse Aufschläge des Verkäufers, also auch seinen Gewinn, daher kann man sie sicherlich als Grundlage ansetzen, auch wenn die Hersteller deutlich niedrigere Einkaufspreise haben. Nun muss man sich die Frage stellen, ob in einer Dose, die 1,80 Euro pro kg kostet, tatsächlich zu 50 % Komponenten enthalten sein können, die im frischen Zustand schon für 3,00-4,00 Euro pro kg angeboten werden. Schließlich kosten die Verarbeitung zu Dosenfutter und das Beimengen von etwaigen Zusätzen sowie die Dose selbst auch Geld. Viele Anbieter stecken zudem viel Geld in Marketingmaßnahmen (z. B. Werbespots im TV, Sponsoring von Veranstaltungen sind sehr kostspielig). Kann das sein? Sind die Futtermittelhersteller so nett zu uns Kunden, dass sie uns etwas schenken? Das ist wohl eher unrealistisch. Aus diesem Grund ist die offene Deklaration so unglaublich wichtig. Und nicht jedes Futter, was teuer ist, ist offen deklariert und umgekehrt. Aber wenn der Preis gering ist und die Deklaration keinen Hinweis auf die tatsächliche Zusammensetzung gibt, muss man sich die Frage stellen, was da wohl tatsächlich in der Dose landet.

Die richtige Dose finden

Wie immer ist es im Bereich des Fertigfutters schwierig, eine wirklich passende Variante zu finden. Es findet sich fast immer ein Haar in der Suppe – manchmal ist es aber einfach nur der Preis, denn hochwertiges Dosenfutter ist für gewöhnlich recht teuer. Natürlich gibt es einige Hersteller, die gutes Alleinfutter in Dosen anbieten, aber kaum ein Hersteller erfüllt die o.g. Kriterien . Vor allem preiswerte Futtersorten in s.g. Supermarktqualität sind dahingehend problematisch – bei denen scheitert es schon an der offenen Deklaration, die aber einer der entscheidenden Punkte ist, um abzuschätzen, ob ein Dosenfutter geeignet für den besten Freund des Menschen ist.


Für jene, die keine Kompromisse machen wollen, kommen wahrscheinlich nur offen deklarierte Vollfleischdosen in Frage. Diese bestehen ausschließlich aus der genannten Fleischart und müssen daher mit entsprechenden Zusätzen ergänzt werden, weil sie kein Alleinfutter darstellen. Man kann beispielsweise eine solche Vollfleischdose mit frischem, püriertem Gemüse, Ei, etwas Knochenmehl und Lebertran sowie ein bisschen Fischöl in eine ausgewogenen Mahlzeit verwandeln. Allerdings fehlt es dieser Methode dann wieder an der Einfachheit des Fertigfutters. Sie stellt aber sicher eine Alternative für Tierhalter dar, die gern barfen würden, aber nicht wissen, wo sie Unmengen an Fleisch lagern sollen oder die sich vor rohem Fleisch ekeln.

Fazit

Feuchtfutter in Dosen kann eine gute und recht natürliche Variante der Hundefütterung darstellen, wenn die Inhaltsstoffe hochwertig sind. Man sollte immer das Etikett studieren und sich nicht von Marketing-Floskeln oder bunten Verpackungen blenden lassen. Im Zweifel kann man den Hersteller auch einfach anschreiben und nach den einzelnen Bestandteilen fragen: Erhält man keine ausführliche Antwort, dann weiß man immerhin, welche Dose man nicht füttern sollte ;)

Kommentare:

Sanny hat gesagt…

gefällt mir sehr gut, es sollten sich mehr Leute mit dem Thema auseinander setzen, damit sie wissen was sie ihren Tieren da eigentlich füttern

ChiTac hat gesagt…

Sehr schön deklariert! Vielen Dank für den Beitrag!

Anonym hat gesagt…

Danke, für die sehr hilfreichen Erklärungen.

Anonym hat gesagt…

Super und verständlich erklärt.
Gibt es aber ein Dosenfutter, das diesen Ansprüchen gerecht wird?

Nd. hat gesagt…

Nein, so ein Dosenfutter gibt es nicht - bzw. hab ich es noch nicht gefunden. Bei Fertigfutter muss man stets Abstriche machen. Das Dosenfutter von Terra Canis z. B. erfüllt die meisten der genannten Punkte, enthält aber zu viele pflanzliche Inhaltsstoffe, um wirklich meinen Anforderungen zu entsprechen. Man könnte das vielleicht mit Lunderland-Vollfleischdosen mischen, um einen höheren Fleischanteil zu gewährleisten.

Ich persönlich verwende immer Vollfleischdosen (wenn wir mit Hunden im Urlaub sind) und füge dann hinzu, was noch fehlt. Aber das ist eben nicht so einfach wie "Dose auf, rein in den Napf".

Anonym hat gesagt…

Ich finde die Seite super informativ. Gefällt mir wirklich sehr gut.
Ich barfe mittlerweile seit 3 Jahren meinen Hund, wobei ich am 2-3 Mal die Woche auf ein ganz tolles neues Produkt gestossen bin.
HerzensHund...Hundemenüs in Bio-Qualität.
anbei die Adresse: www.herzens-hund.de
Kann ich tatsächlich jedem Empfehlen.....
Liebe Grüsse aus Rosenheim
Katharina

Nd. W. hat gesagt…

Ich weise mal ganz nebenbei darauf hin, dass die Kommentare hier keine Follow-Links darstellen. Es macht also aus SEO-Sicht nicht besonders viel Sinn, hier Links zu platzieren. Das nur nebenbei. ;)

Aber ich kommentiere gern mal das "angepriesene" Futter. Ich würde es nicht kaufen, denn der Anbieter veröffentlicht keine Analysedaten zu dem Futter. So kann man das Futter nicht beurteilen. Auch ist es leider nicht wirklich offen deklariert. Es bleibt z. B. offen, wie viel Lunge und Schlund in den 67 % Bio-Rind enthalten sind. Und ohne die Analysedaten hat man gar keine Chance, dies näherungsweise zu bestimmen.

Anonym hat gesagt…

hallo, danke für diese tolle erklärung...leider bin ich mir jetzt nicht mehr sicher ob das futter, welches ich füttere dann auch gut ist für meine maus. also ich füttere vivaldi, es ist ein österreichisches futter in lebensmittelqualität, im moment füttere ich die sensitiv linie: 29% pute, 10% karotten, 9% reis, spinat, brennessel, knoblauch, ringelblume, brunnenkresse, löwenzahn...4,4%rohprotein, 0,6%rohfett, 2,4%rohasche, 0,4 % Rohfaser, feuchtigkeit 76%, ohne konservierungsmittel, keine lockstoffe, keine chemischen zusätze...deine meinung über dieses futter würde mich brnnend interessieren, lg claudia

Nd. W. hat gesagt…

Hallo Claudia, also ich würde es meinem Hund nicht geben. Der Fleischanteil ist viel zu gering und die Deklaration ist nicht wirklich offen. "29 % Pute" kann theoretisch alles von der Pute sein, auch ausschließlich Lunge. Außerdem ist der Eiweißgehalt dieses Futters zu gering und auch der Fettgehalt. Von diesen Futter muss man dann wahrscheinlich recht viel füttern, damit der Hund nicht abnimmt und selbst, wenn man die doppelte Portion verabreicht, wäre der Fettgehalt doch ziemlich niedrig.

Anonym hat gesagt…

Hallo,

ich werde meine beiden Hunde auf Barf umstellen, möchte aber für die Umstellung ein paar Dosen Fertigfutter zuhause haben.
Bin auf der Suche nach vernünftigem Futter grad auf folgendes Produkt gestossen:

Zusammensetzung 23 % reines Muskelfleisch vom Kaninchen, 20 % reines Muskelfleisch vom Lamm, 20 % reines Muskelfleisch vom Huhn, 4 % Kartoffeln , 2 % Spinat , 2 % Hirse , 1 % Braunalgen, 1 % Distelöl kaltgepresst, 27 % Hühnerbrühe
Größe/Inhalt: 0.80 KG (Preis pro KG: € 3,24)

Rohprotein: 11,0%, Rohfett: 5,0%, Rohasche: 2,0%, Rohfaser: 0,6%, Feuchte: 79,0%, Calcium 0,30%, Phosphor 0,25%, Natrium 0,10%, Magnesium 0,029%


Das Futter ist laut Eigenwerbung top, sogar tierversuchsfrei laut Peta.

Der realtiv niedirge Preis erstaunt mich jedoch!

Kann man einen Haken erkennen?

Vielen Dank für die Antwort, Dietmar

Nd. W. hat gesagt…

Ja, man kann natürlich einen Haken erkennen. Zunächst einmal, enthält das Futter ziemlich wenig Rohprotein und auch zu wenig Fett. Das liegt vermutlich daran, dass das Futter ziemlich viel Wasser enthält. Man muss ungefähr doppelt so viel davon füttern, wie z. B. von einer Lunderland-Dose, die pro kg ab 4,50 € zu haben ist ;) Als Alleinfutter würde ich diese Dose (ebenso wie Lunderland-Dosen) außerdem nicht betrachten. Eine nur auf Muskelfleisch und etwas Grünzeug etc. basierende Nahrung ist nicht nährstoffreich genug. Ich sehe z. B. keinen wirklichen Vitamin-A-Lieferanten und auch bei den Mineralien dürfte da einiges fehlen.

Anonym hat gesagt…

Hallo nochmal,

dank dir für die Antwort! Je mehr ich zu dem Thema lies, desto unruhiger werd ich :)

Zusatz: Natürliche Zusatzstoffe je kg: Vit. A: 2000 I.E./kg,Vit. D: 200 I.E./kg, Vit. E: 25mg/kg

Dass Protein+Fett zu niedrig ist dachte ich mir schon. Ich verfüttere zur Zeit Herrmanns mit 7,9 Protein und 6,9 Fett, also auch nicht wirklich besser...würde mir bei zwei Hunden zu je 25kg ca. 300Euro pro Monat kosten...für das Geld krieg ich eine Menge Frischfleisch!

Ich werd den Schritt zum barfen wagen, ich glaub selbst mit ein paar Anfängerfehlern tu ich den Hunden dennoch mehr Gutes als mit dem Dosen-Restmüll!

Kurze Frage noch:

"roh, Rinderkopffleisch, Kutteln, Schlundfleisch, roh, grob geschnitten"
Dieses Produkt als Basis, dazu Innereien, Gemüse, Obst und Knochenmehl laut Plan...müsste mal grob hinhauen und besser als jedes Dosenfutter vermut ich?

Vielen Dank nochmal, lieber Gruss: Dietmar


Deine Seite ist spitze, ich werd mich weiter reinlesen und gleich mal bestellen.

Nd. W. hat gesagt…

Ich sage mal: Natürliche Vitamine sind extrem teuer... Außerdem sind sie allein eben nicht das, was den Nährstoffgehalt eines Lebensmittels ausmacht. Einzelne Vitamine oder ein Stück Leber sind eben nicht das Gleiche.

Bei der Futterbasis würde ich auf jedne Fall nachfragen, wie viel Schlundfleisch enthalten ist und ob ausgeschlossen werden kann, dass Kehlkopf dabei ist. Man müsste sich das auch mal anschauen, also wie die Fleischqualität ist. Ich würde das einfach mal testen.

Anonym hat gesagt…

Achherrjeh! Ich sehne mich nach der Zeit zurück, in der ich dachte dass W***sblut Trockenfutter ok wäre. :/

Ich fang jetzt einfach mal an!

Vielen Dank und lieber Gruss: Dietmar

Nd. W. hat gesagt…

Ja, Wissen macht das Leben nicht in jedem Fall leichter ;) Ich bin damals auch aus allen Wolken gefallen, als ich begann, mich näher damit zu befassen. Aber keine Sorge, es wird nach einiger Zeit alles klarer und wenn man sich erst einmal daran gewöhnt hat, ist BARF dann wirklich einfacher als die Suche nach einem guten Fertigfutter (die ich aufgegeben habe).

Ich empfehle Dir unbedingt, die folgenden Artikel zu lesen (ich finde die wichtig für Anfänger):

Die BARF-Todsünden

Und weil es oft negiert wird (obwohl es in den Todsünden steht ;) )
Die Wichtigkeit von Fett

Anonym hat gesagt…

Ich acker mich eh durch alle Artikel hier...man findet auf so ziemlich alle Fragen eine klare Antwort!
Hab grad Lunge gekauft, der Ex-Strassenköter :) hats verschlungen, der andere hats nur herumgetragen, bewacht und ein wenig abgeschleckt. Ich habs ihm versuchsweise mit kochendem Wasser abgebrüht, danach frass er es im Nu! Eine Macke oder gibts einen Grund dafür?

Lieber Gruss, Dietmar

Anonym hat gesagt…

Hab die Antwort grad gefunden, alles klar...Frage darf ignoriert werden :)

Anonym hat gesagt…

Hallo und gutes Neues wünsch ich.

Ich bitte um deine Meinung und zwar:

Ich füttere nun seit nem Monat Rohfleisch, gute Qualität. Die Hunde bekamen vorher Fertigfutter.

Seit der Futterumstellung sind sie irgendwie lustlos, wollten phasenweise nicht mehr raus gehen, sind unterm Spaziergang wieder nach Hause gelaufen und so, alles in allem seltsames Verhalten.

Seit drei Tagen geb ich Rinti-Dosen und heut sind sie zum ersten mal wieder zur Haustür gestürmt als ich die Jacke anzog. Das Fertig-Futter fressen sie auch viel gieriger.

Also entweder ich bild mir das ein oder kanns sein dass sie einfach über die Jahre aufs Fertigfutter geprägt worden sind, oder braucht es mehr Zeit? Hast du so einen Fall schon mal gesehen?

Ich bin echt ratlos!

Nd. W. hat gesagt…

Welche Rinti-Dosen waren das? Dass die Hunde lustlos sind, könnte auf einen Energiemangel hindeuten. Fütterst Du genug Fett (im Rahmen der Fleischfütterung) oder Kohlenhydrate? Das könnte der Unterschied zu den Dosen sein. Das Fleisch, was man so in den BARF-Shops bekommt, ist ja eigentlich fast immer zu mager. Kannst Du andere Ursachen ausschließen? In Frage kämen da ja auch Dinge wie nass-kaltes Wetter oder ständiges Geknalle in der Silvesterzeit. Ansonsten tippe ich wirklich auf Energiemangel.

Dass sie das Fertigfutter lieber fressen, hat vermutlich wirklich damit zu tun, dass sie über Jahre an den Geschmack gewöhnt wurden. Bei meinem Hund ist das z. B. anders herum (siehe dieses Video), aber er bekam auch schon ab Woche 9 rohes Fleisch.

Viele Hunde fressen aber auch schlichtweg Gekochtes lieber als Rohes (wir Menschen ja meist auch). Koch doch mal Fleisch und schau, wie gern sie das fressen. Wollen sie dann immer noch die Dosen lieber, liegt er vermutlich an irgendwelchen Geschmackverstärkern oder Lockstoffen, die in den Dosen verarbeitet wurden... Ob Du das für Deine Hunde willst, musst Du natürlich entscheiden.

Anonym hat gesagt…

Hallo und dank dir für die schnelle Antwort.
Energiemangel kanns nicht sein, ich hab gut Rinderfett dazugegeben, geb auch fettes Fleisch und ziemlich viel frischen Pansen. Abwechselnd Reis, Nudeln oder Kartoffeln als Kohlenhydrat. Dazu ständig Hühnerhälse oder Flügel. Alles in Allem eher mehr als laut Plan, sie haben auch ein wenig zugenommen. Kot ist ok.

Das Silverstergeknalle hatte ich natürlich auch in Verdacht, sie sind da relativ empfindlich.
Trotzdem halt seltsames Verhalten, wir haben ja schon einige Dezembers durchgemacht und da wars nie so. Vielleicht reagieren sie auch auf die Umstellung weil ich noch nicht ganz sicher bin ob alles passt.

Wollt nur wissen ob du Fälle kennst wo du gemerkt hast dass es halt doch ne Zeit dauerte bis alles lief. Möglicherweise schlaucht sie das Verdauen der natürlichen Nährstoffe oder so.

Ich werd mal Blutbild machen lassen und dann entscheiden, ich würd wirklich sehr gern auf Rohfütterung umstellen weil mir Fertigfutter nicht mehr geheuer ist.

Anonym hat gesagt…

Also, hier Auenland schlecht zu machen, finde ich nicht gut. Das ist als Alleinfutter deklariert und ist es auch. Was sollte man denn noch dazufügen?!? Die haben in anderen Dosen auch einen höheren Fleischgehalt, zum Kritisieren wurde die mit dem wenigstens genommen....
Ich füttere das schon lange an meine 3 Hunde und kann nur sagen top top top! Das Beste, was es auf dem Markt an Dose gibt!
Dafür habe ich sogar das Barfen sein gelassen! Nehme auch alle Flocken etc. von Auenland, die sind einfach nur top und bis jetzt ist da in meinen Augen noch kein anderer Hersteller drangekommen!
Man kann dort auch 1 x im Jahr die Fa. und die Herstellung besichtigen. Ich war auch schon mal da und wieder alles super!! Ich bleib dabei!!

Nd. W. hat gesagt…

Wo wird denn hier Auenland schlecht gemacht? Das eine Futter müsste doch bezüglich der Deklaration her das "Pure Hundemenü Kaninchen/Lamm mit Kartoffeln/Spinat" sein und wenn die Deklaration stimmt, dann beinhaltet das nur Muskelfleisch und keinerlei Innereien und auch keine Knochen. Ohne Vitamin- und Mineralstofffutterzusatz reicht das nun einmal nicht aus.

Aber ich habe gerade mal bei Auenland geschaut. Beispielsweise diese Dose Rind mit Dinkel: Zusammensetzung: Rindfleisch 65%, Bio-Dinkel, Möhren, kaltgepresstes Rapsöl.

Also, wenn mit Rindfleisch ausschließlich Muskelfleisch gemeint ist, dann wäre das auch kein Alleinfutter. Zugesetzt wurde diesem Futter lediglich Vitamin E. Aber ohne Innereien und Knochen fehlen in einem Futter nun einmal ziemlich viele Vitamine und Mineralstoffe. Das kann man in diesen Artikeln nachlesen: klick und klick. Das trifft natürlich nicht nur auf BARF zu, sondern auch auf Dosenfutter.

Vermutlich ist aber mit "Rindfleisch" nicht ausschließlich Muskelfleisch gemeint, sondern eben auch Innereien und Knochen. Das müsste man beim Hersteller konkret anfragen. Das ist immer das Problem, wenn Futter nicht wirklich offen deklariert ist: man weiß dann eben nicht, was der Hersteller wirklich mit den Begriffen ausdrücken will, denn der Gesetzgeber definiert diese Dinge leider nicht eindeutig.

Anonym hat gesagt…

In Auenland sind keine Innereien, darauf weist der Hersteller extra mehrfach hin! Und auch keine Knochen!
Es handelt sich tatsächlich "nu"r um Muskelfleisch lt. I-net-Seite.

Nd. W. hat gesagt…

Ja, das ist schlecht. Dann fehlen doch Nährstoffe in dem Futter. Innereien und Knochen sind DIE Vitamin- und Mineralstofflieferanten. Ohne diese Dinge fehlt es z. B. an Ca, Ph, Kalium, Magnesium, Zink Selen, Vitamin A, D, einige der B etc. Siehe die verlinkten Artikel. Muskelfleisch allein liefert diese Dinge leider nicht - und in Möhren und Dinkel stecken auch nicht genug Nährstoffe. Ganz im Gegenteil, der Dinkel führt z. B. dazu, dass der Hund noch mehr Ca, Mg und Zink benötigt. Das ist übrigens das, was TÄ bei "BARF" (ich setze es in Klammern, weil es ja in dem Fall dann nicht BARF ist) bemängeln: Sie behaupten, man würde nicht genug Nährstoffe zuführen, weil man ja nur Fleisch füttert und keine Ca- oder Vitamin-A-Lieferanten etc.. Deswegen solle man zu Fertigfutter greifen. Bei BARF trifft das natürlich nicht zu, aber wenn ein Fertigfutter diese Dinge nicht enthält und dann auch kein entsprechendes Vitamin- und Mineralstoff-Futter, dann tritt genau das ein, was die TÄ eben bei der Frischfütterung bemängeln: Es fehlen Nährstoffe.

Anonym hat gesagt…

Hallo, Kennt jemand die Fleischdosen von Debes Tiernahrung. Hört sich vom Fleisch (Muskelfleisch) auch ganz gut an ?!? Oder zeigen die Analysewerte dass das nicht so ist.

Anonym hat gesagt…

...lieber die von Terra Canis!

Kathie Kleff hat gesagt…

Unsere Hündin hat eine schlimme Futtermittelallergie. Wir füttern seit ein paar Wochen das Anipur von Just 4 dogs mit Wasserbüffel oder Wild (ohne Getreide und Pute geht auch nicht, wegen Allergie) und der Hund ist wie ausgewechselt. Ich denke, es kommt Variante A sehr nahe und ist im Vergleich zB. zum Terra Canis hypoallergen (hat der Hund ebenfalls Durchfall von bekommen) günstiger. Die 800 Gramm Dose kostet um die 3,80 €. Wir sind mit diesem Dosenfutter sehr happy.

Anonym hat gesagt…

Danke für deine Artikel. Kannst du mir etwas zu dem Futter sagen?
Zusammensetzung:
32% Geflügelfleisch u. –hälse, 13% Geflügelmagen, 10% Geflügelherz, 10% Geflügelleber, 4% Karotten, 4% Kartoffeln, Mineralstoffe
Durch die Mineralstoffzugabe wird unter anderem für ein ausgewogenes Calcium : Phosphorverhältnis (1,2 : 1) gesorgt.
glutenfrei
Analytische Bestandteile:
Rohprotein: 9,5%
Rohöle und -fette: 6,9%
Rohasche: 2,2%
Rohfaser: 0,3%
Feuchtigkeit: 77,0%
Reich an natürlichen Vitaminen & Mineralstoffen durch schonende Kaltabfüllung.
Frei von Konservierungsstoffen, anderen chemischen Zusätzen, Soja und Mais.

Anonym hat gesagt…

kennt jemand; Pure Instinct Woodlands?, oder was haltet Ihr von Fleischeslust??
Ich glaube Fleischeslust erfüllt die Voraussetzungen am Ehesten ??

Anonym hat gesagt…

Sehr geehrte Frau Wolf,
was halten Sie von dem Dosenfutter Peppers Choice ?
MFG

Niehus hat gesagt…

Sehr geehrte Frau Wolf,
vielen Dank für die nützlichen Informationen, welches von den 3 Nassfuter würden sie am ehsten empfehlen ;
Herrmans, Terra Canis normal oder Sensitiv ; Peppers Choice. ?
Über eine Rückmeldung würde ich mich sehr freuen ,
Vielen Dank
N.Niehus

Anonym hat gesagt…

Hallo, würde gerne wissen, was sie von dem Futter halten: https://www.bioforpets.de/shop/bio-hundefutter.htm?gclid=Cj0KEQjwtb6hBRC_57Pvyfn66LsBEiQAtlFVu8PHX_NGzjunS-Vn8HQT3ZNqq2Zz5XgoCoUQFFsrp2caAl-P8P8HAQ

Anonym hat gesagt…

Hallo,
der letzte Eintrag ist zwar schon eine Weile her aber ich hoffe Sie lesen und beantworten meinen trotzdem noch :)
Ich würde gerne zu diesen Vollfleischdosen wechseln (hab keine Lagermöglichkeit für TK) wie berechnet sich das genau was ich meinem Hund wie dazu geben muss? Hab noch nicht jeden Artikel gelesen :/
Zum anderen bin ich aber auch so noch auf der Suche nach einer "einfacheren" Lösung, da wenn ich weg bin meine Großeltern den Hund füttern müssen.
Was ist denn zu einem Futter mit den folgenden Bestandteilen zu halten?

Zusammensetzung:

Putenfleisch 43,5% (aus Muskelfleisch, Putenherzen und Putenleber), Hühnerfleisch 43,5% (aus Muskelfleisch, Hühnerherzen, Hühnermägen, Hühnerleber), Reis 12%, Mineralstoffe 1%

Analytische Bestandteile:

Protein 14,0 %
Rohfett 12,0 %
Rohasche 3,0 %
Rohfaser 0,4 %
Feuchtigkeit 60,0 %
Calcium 0,6 %
Phosphor 0,4 %

Ernährungsphysiologische Zusatzstoffe:

Vitamin A: 2800 IE/kg
Vitamin D3: 180 IE/kg
Vitamin E: 30 mg/kg

Zusammensetzung:

Rindfleisch 98% (aus Muskelfleisch vom Rind, Rinderherz, Rinderleber, Rinderlunge), Karotten 1%, Mineralstoffe 1%

Analytische Bestandteile:

Protein 14,6 %
Fettgehalt 8,0 %
Rohasche 2,5 %
Rohfaser 0,4 %
Feuchtigkeit 52,0 %
Calcium 0,4%
Phosphor 0,2%

Ernährungsphysiologische Zusatzstoffe:

Vitamin A: 2800 IE/kg
Vitamin D3: 180 IE/kg
Vitamin E: 30 mg/kg

Vom Protein her dachte ich erst es wäre ganz gut aber die Rohasche kam mir etwas hoch vor oder irre ich mich da? Ich blick noch nicht ganz durch :/
Hmm Fleischangaben hören sich auch gut an aber wie viel genau Muskelfelsich ist steht auch nicht da..weil Lunge war eher so der "Abfall" oder?!
Fütterungsempfehlun/24 h lag bei einem Hund von 20-50 kg bei 1500g (Richtwerte)..das verwirrt mich auch weil ich mittlerweile einfach nicht mehr weis ob das zu viel wäre und eher für ein minderwertigeres Futter sprechen würde oder ob das o.k. ist.
Mich wollte letztens auch jemand für dieses anifit werben und da soll meinem Hund eine Dose mit 810g am Tag reichen (hab schon gelesen das Sie es nicht so gut finden zu wenig Proteine für den Fleischanteil).

Ich hoffe sie können mir helfen und vielen Dank schon mal, auch für die tolle informative Seite und die Mühe und Zeit die Sie sich nehmen und reinstecken für alle die Sie mit solchen Fragen bombardieren..so wie ich ;)

Liebe Grüße
Sabrina

Anonym hat gesagt…

Tolle Erklärung von Dosenfutter. Habe ich so noch nie gelesen. Vielen Dank!!!

Anonym hat gesagt…

Hallo zusammen, Pernaturam hat auch eine gute Mischung Reinfleischdosen, die dann "nur noch" mit Gemüse, Öl, Kräutern und zum Beispiel Komplement von Pernaturam zubereitet werden müssen. Mache ich immer im Urlaub (mit Gemüseflocken, sonst mit püriertem, tiefgefrorenem Gemüse). Wenn man sich an die Zubeeitung gewöhnt hat, geht es ganz schnell (2 Minuten). LG, Susanne

Anonym hat gesagt…

was halten Sie von den Dosen der Firma Bubeck oder macs

emiliee hat gesagt…

Was wäre mit Peppers Choice? Ist das eine Option?
Mein Pudel meidet momentan barf und nun suche ich nach qualitativ hochwertigen Dosenfutter. Bitte um Hilfe

Ines hat gesagt…

Vielen Dank für den Artikel! Hab jetzt mal sämtliche Futtersorten, die wir füttern, auf die analytischen Bestandteile untersucht (Terra Canis, Herrmanns, Dogs Love, Wolf of Wilderness, Pure Instinct und Pure) - von dem oben genannten Protein- und Fettgehalt sind jedoch alle meilenweit entfernt....

Anonym hat gesagt…

hallo, ich würde gerne wissen, was du von Paneon Nassfutter hälst? danke für deine mühen. lg sandra

Anonym hat gesagt…

Man ist das eine super interessante Seite. Selten etwas so gutes und innformatives gelesen.#

Vielen Dank und bitte mehr davon.
LG
Alfred

Anonym hat gesagt…

Hallo Ihr Lieben!
Habe mal einen Auszug von meinem Dosenfutter eingestellt.
Was haltet Ihr davon?


87,1 % Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (47 % Rind (davon 33 % Pansen), 27 % Lamm, 26 % Huhn), 3,4 % Fisch und Fisch-nebenerzeugnisse (100 % Lachs), 7,6 % Getreide (100 % Reis), 1,7 % Gemüse (88 % Karotte, 12 % Tomate), 0,2 % Mineralstoffe


Verwendete Fleischzutaten

Hühnermuskelfleisch, Hühnerleber


Analytische Bestandteile

9,1 % Rohprotein , 7,4 % Rohöle und -fette, 0,4 % Rohfaser, 1,8 % Rohasche, 77,5 % Feuchtigkeit, 0,22 % Calcium, 0,2 % Phosphor, 0,18 % Natrium, 4,7 mg/kg Kupfer, 22 mg/kg Zink, 4 mg/kg Mangan


Ernährungsbedingte Zusatzstoffe

Vitamin A: 2.000 IE/kg,
Vitamin D3: 200 IE/kg,

Liebe Grüsse Kathrin

Nadine Wolf hat gesagt…

Halo Kathrin,

mir wäre das Futter zu ungenau deklariert: Wenn 33 % vom Rind Pansen sind, was ist dann der Rest? Welche Fleischsorten wurden überhaupt verarbeitet?
Mir wäre der Proteingehalt viel zu niedrig, der Fettgehalt auch. Und wieso wurden Vitamin A und D zugefügt und aus welchen Quellen stammt das? Ist das synthetisch? Wenn ja, dann käme es mir nicht in den Hund.

Ich hoffe, das hilft Dir weiter.

LG, Nadine

Stephanie Weiler hat gesagt…

Liebe Frau Wolf, seit einiger Zeit verfolge ich Ihren Blog mit Interesse und habe beteits einmal Ihre tolle Beratung am Telefon in Anspruch genommen :) aber irgendwie stehe ich immer wieder vor dem gleichen Problem :(.
Puh,man findet wirklich kein Fertigfutter, das diesen Kriterien entspricht :(. Das ist echt traurig. Könnte bitte irgendjemand diese Marktlücke schließen?! Ich bin leider aus verschiedenerlei Gründen auf ein Fertigfutter angewiesen...
Noch hinzu kommt bei mir die Panik, dass auf Dauer die Dose selbst auch schädlich für meinen Hund sein könnte, indem Stoffe aus der Dose ins Futter über gehen z.B. Ich bin von daher auf der Suche nach Futter im Kunstdarm (ohne Schadstoffe) oder besser noch: im Glas! Hast du da vielleicht auch einen Tipp? Ich füttere zur Zeit Terra Canis, möchte aber gerne auf ein Futter umsteigen, das nicht aus der Dose kommt und noch eher deiner Beschreibung entspricht. Auf meiner Rechersche bin ich auf die Marke "Hundegenuss" gestoßen, mit folgender Zusammensetzung beispielsweise für das Rindermenü:


Zusammensetzung: 65% Fleischanteil (davon 100% Rind), 17% tierische Nebenerzeugnisse (davon 60% Rinderniere, 40% Rinderleber), 10% Getreide ( davon 100% Haferflocken), 5% Gemüse (davon 100% Karotten), 2% Obst (davon 100% Apfel), 1% Mineralstoffe (Natrium)

Inhaltsstoffe: Rohprotein 13,1 %, Rohfett 7,5%, Rohasche 1,5%, Rohfaser 0,7%, Feuchtigkeit 76%

Alleinfuttermittel für Hunde
Hergestellt in Deutschland
Ohne künstliche Aroma-, Farb- und Konservierungsstoffe

Unsicher macht mich hier auch der Zusatzstoff Natrium......
Was ist hiervon zu halten bzw.auch von dem Futter an sich? Kennt jemand eines im Glas, das in Frage kommt?
Herzliche Grüße aus dem Saarland, Stephanie

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