Montag, 26. Oktober 2015

Sinn und Unsinn von Futtermitteltests im TV


In der vergangenen Woche warteten viele Barfer ganz gespannt auf eine Fernsehsendung, die im NDR gezeigt werden sollte. Nach der Ausstrahlung von  „Die Tricks mit Hund und Katze - Mit Futter gelockt und bei Tierärzten abgezockt“ folgte jedoch die große Ernüchterung. Der reißerische Titel der Sendung hatte viele Tierhalter und sicher auch Tierärzte vor den Fernseher gelockt, doch die Sendung  hielt nicht wirklich, was sich die Zuschauer wohl versprochen hatten. Von Enttäuschung über den Inhalt der Sendung, wütenden Kommentaren bis hin zu erneuter Angst vor Fütterungsfehlern bei BARF waren die Reaktionen breit gefächert.

Montag, 19. Oktober 2015

Von Langerweile und Stress: Vierbeiner zwischen Bore- und Burnout-Syndrom


In vielen Internet-Foren berichten Hundehalter, täglich 4–6 Stunden mit ihren Hunden spazieren zu gehen – das entspricht ganz nebenbei bemerkt mindestens einem Halbmarathon für den Zweibeiner und das täglich!

Getreu dem Motto: Darf es auch etwas mehr sein, runden mehrere Sportkurse pro Woche den Beschäftigungsdrang des Herrchens oder Frauchens ab: Agility, Maintrailing, Obedience und vielleicht noch ein Frisbee-Kurs? Und am Wochenende geht es noch zu einer Ausstellung.

Auf der anderen Seite gibt es auch Tierbesitzer, die der Meinung sind, dass ein Vierbeiner ruhig 10 Stunden am Tag allein in einer 40-qm-Wohnung die Raufasertapete anstarren und mit zwei 15-minütigen Runden um den Block (natürlich an der Leine und auf einem Betonfußboden) zufrieden sein sollte. Zur Not tut es auch ein Katzenklo.

In einer Zeit, in der Hunde nicht mehr einfach nur Hunde sein dürfen, scheinen sie entweder die unerreichten sportlichen Ambitionen ihrer Besitzer erfüllen zu müssen, oder aber als eine Art lebendiges Möbelstück oder Statussymbol zu fungieren, dem keine weitere Aufmerksamkeit geschenkt werden muss. Es gibt sogar spezielle Fertigfuttersorten für Hunde, die viel Zeit im Haus verbringen. Nicht nur Menschen, sondern auch ihre vierbeinigen Begleiter scheinen sich heute mehr denn je zwischen Bore- und Burnout-Syndrom zu bewegen, sich also entweder zu Tode zu langweilen oder aber völlig überfordert sind. Gibt es ihn noch, den goldenen Mittelweg? Und was würde ein Hund machen, wenn er die Wahl hätte?

Samstag, 10. Oktober 2015

Die Gretchen-Frage der Hundefütterung: Nun sag, wie hältst Du´s mit dem Getreide?

Eine Zutat, die recht häufig in kommerziellem Hundefutter vorkommt, hat in den letzten Jahren deutlich an Popularität verloren: Getreide. Die Nachfrage nach getreidefreien Sorten steigt und so tauchen vermehrt Produkte mit Kartoffeln oder anderen Stärkequellen auf.

Was ist davon zu halten? Treibt man da nicht den Teufel mit dem Beelzebub aus? Und warum lehnen viele Hundehalter, vor allem Barfer, solche Futterkomponenten ab? Erwächst diese Überlegung aus rein ideologischen Motiven – wie man bei einer Gretchen-Frage durchaus vermuten könnte? Wird zu viel Drama um das Thema gemacht, oder ist es schlichtweg sinnvoll, einen Hund lowcarb zu
ernähren?

Zunächst einmal ist es zweckmäßig, des Pudels Kern zu erkennen, wenn es um den Einsatz von Getreide & Co. und deren Sinnhaftigkeit als großer Bestandteil von Hundefutter geht. Brechen wir es herunter auf einen Nenner, nämlich auf Kohlenhydrate. Es soll bei dieser Betrachtung also gar nicht nur um Getreide gehen, sondern auch um andere Nahrungsmittel wie z. B. Pseudo-Getreide (Amaranth etc.), Kartoffeln oder Maniok.

All diese Dinge haben eins gemeinsam: Sie sind stark kohlenhydrathaltig.