Montag, 30. November 2015

Ist Fett gleich Fett? Über den richtigen Einsatz von Fetten und Ölen bei BARF

Da BARF-Rationen in der Regel (sehr) kohlenhydratarm sind, kommt dem Einsatz von Fetten bei dieser Fütterungsform eine besondere Bedeutung zu. Denn Hunde benötigen, wie alle Lebewesen, Energie. Ist das Futter zu energiearm bzw. stimmt das Verhältnis von Eiweiß- zum Energiegehalt der Ration nicht, hat das für den Hund gesundheitliche Nachteile. Langfristig können so Leber- und Nierenschäden entstehen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dem Hund neben hochwertigem Eiweiß, Mineralstoffen und Vitaminen auch ausreichend Energie zur Verfügung zu stellen (mehr dazu in diesem Artikel). Die natürlichste Energiequelle stellt für einen Beutefresser selbstverständlich Fett dar, denn die meisten Beutetiere liefern nur extrem geringe Anteile an Kohlenhydraten. Gesunde Hunde vertragen daher auch sehr hohe Mengen an Fett, denn darauf ist ihr Verdauungssystem natürlicherweise ausgerichtet. Fette enthalten obendrein noch für den Hund essenzielle Fettsäuren, sind also bei BARF ein wichtiger Bestandteil des Futters. Es stellt sich aber die Frage, welche Fette eingesetzt werden sollten.



Der Unterschied zwischen Fetten und Ölen

Fette oder auch Triglyzeride genannt, lassen sich – je nachdem, ob sie bei Raumtemperatur fest oder flüssig sind – in Fette und Öle unterteilen. Öle wie z. B. Olivenöl sind ganz eindeutig bei Zimmertemperatur flüssig, während Fette wie z. B. Butter mehr oder weniger fest sind und sich erst bei höheren Temperaturen verflüssigen.

Warum aber ist das so? Das hat etwas mit der jeweiligen Fettsäurenzusammensetzung zu tun. Fette bestehen aus gesättigten und ungesättigten Fettsäuren. Ein Fett, was viele ungesättigte Fettsäuren enthält, liegt als Öl vor und ist bei Raumtemperatur flüssig.

Was bedeutet gesättigt oder ungesättigt? Fettsäuren sind unterschiedlich lange Ketten von Kohlenstoffatomen mit einem Säurerest. Zwischen den Atomen dieser Ketten bestehen chemische Bindungen, nämlich Einfach- und Doppelbindungen. Bei Einfachbindungen befinden sich in der Kohlenstoffkette nur einfache Verbindungen, d. h. jedes Kohlenstoffatom (C) ist mit zwei oder drei Wasserstoffatomen (H) besetzt. Bei gesättigten Fettsäuren (engl. saturated fatty acids = SFAs) treten nur Einfachbindungen auf. Es sind also sämtliche Bindungen zwischen den Kohlenstoffatomen mit Wasserstoffatomen gesättigt, einfach gesagt, kann kein weiteres Atom „andocken“. Sie weisen damit eine geringe Reakionsfreudigkeit auf und sind daher stabil.

Gesättigte Fettsäure - Einfachbindungen

Bei ungesättigten Fettsäuren hingegen, treten auch Doppelbindungen zwischen den Kohlenstoffatomen auf. Weil die Doppelbindungen nicht vollständig mit Wasserstoffatomen besetzt sind, spricht man von ungesättigten Fettsäuren, denn es können weitere Bindungspartner an der freien Bindung „andocken“. Sie sind daher sehr reaktionsfreudig, also instabil.

Einfach ungesättigte Fettsäure - eine Doppelbindung

Je nachdem, wie viele solcher Doppelbindungen vorhanden sind, werden die ungesättigten Fettsäuren in einfach-ungesättigte Fettsäuren (engl. mono-unsaturated fatty acids, MUFAs) und mehrfach ungesättigte Fettsäuren unterteilt (engl. polyunsaturated-fatty acids, PUFAs). MUFAs sind dabei stabiler als PUFAs, eben weil sie nur eine Doppelbindung haben.

Mehrfach ungesättigte Fettsäure - zwei Doppelbindungen

Was hat das alles damit zu tun, dass einige Fette nun flüssig sind und andere nicht? Die Doppelbindungen liegen in natürlichen Fetten meist als s. g. cis-Konfiguration vor, sodass ein Knick in der Kohlenstoffkette entsteht. Werden cis-Doppelbindungen bei der Härtung von Pflanzenfetten (z. B. Margarineherstellung) in eine trans-Konfiguration umgelagert, entstehen übrigens die s. g. Transfettsäuren, die gesundheitsschädlich sind.

Auf dem folgenden Bild wird rechts die cis-Konfiguration deutlich:

Aufgrund dieses Knicks können sich ungesättigte Fettsäuren bildlich ausgedrückt nicht so einfach aneinander lagern wie die gesättigten Fettsäuren, die eben keine Doppelbindung aufweisen und daher auch keinen Knick haben. Sie lagern sich einfacher an anderen gesättigten Fettsäuren an, sodass ein stabilerer Verbund entsteht, mit dem Ergebnis, dass das Fett fest ist und nicht flüssig. Die ungesättigten Fettsäuren hingegen binden sich weniger fest aneinander, weshalb das Fett dann bereits bei Raumtemperatur flüssig ist.

Das erklärt im Übrigen auch die Verteilung gesättigter oder ungesättigter Fettsäuren in bestimmten Nahrungsmitteln: Fett von warmblütigen Lebewesen besteht meist eher aus gesättigten Fettsäuren, weil diese bei Körpertemperatur (die ja über Raumtemperatur liegt) ebenfalls flüssig sind, hingegen haben wechselwarme Tiere wie z. B. Fische oder Pflanzen bzw. deren Früchte (z. B. Oliven), die ihre Temperatur nicht regeln können, eher ungesättigte Fettsäuren, da die erst bei sehr geringen Temperaturen fest werden.

Gesättigte und ungesättigte Fettsäuren bei BARF

Soweit so gut, wir wissen nun, warum Fette, die bei Raumtemperatur flüssig sind, als Öle bezeichnet werden und dass es verschiedene Fettsäuren gibt. Welche Relevanz hat dieser (anstrengende) Ausflug in den Chemieunterreicht denn jetzt für BARF?

Nun, wie bereits erwähnt wurde, verfügen die ungesättigten Fettsäuren über eine oder mehrere Doppelbindungen in der Kohlenstoffatomkette. Das „Problem“ mit diesen Doppelbindungen ist, dass sie eben nicht stabil sind. Sie können unter bestimmten Bedingungen mit Reaktionspartnern wie Sauerstoffatomen reagieren und oxidieren dann – das Fett wird ranzig. Dieser Prozess nennt sich Lipidperoxidation. Er führt dazu, dass freie Radikale entstehen und die Zellen im Körper schädigen können. Das begünstigt z. B. die Entstehung von Leber- und Nierenerkrankungen, Bauchspeicheldrüseninsuffizienz und Krebs.

Bei gesättigten Fettsäuren kann das nicht passieren, da diese wie bereits beschrieben, stabil sind. Gesättigte Fettsäuren wurden lange Zeit verunglimpft, weil sie aufgrund von fehlerhaft durchgeführten Studien in den Verdacht gerieten, den Cholesterinspiegel zu erhöhen. Aus diesem Grund wurden diese Fettsäuren aus der menschlichen Nahrung verbannt und durch Öle mit vielen ungesättigten Fettsäuren ersetzt. Heute weiß man, dass dieser Schluss nicht gezogen werden kann und Butter & Co. erleben eine Rehabilitation und werden wieder vermehrt eingesetzt.

Ungesättigte Fettsäuren, vor allem PUFAs, sind aufgrund ihrer Instabilität diesbezüglich mit Vorsicht zu genießen, aber natürlich nicht per sé schlecht, sondern, ganz im Gegenteil, sehr wichtig für unsere Vierbeiner, weil sie teilweise essenziell sind, also mit der Nahrung aufgenommen werden müssen. Es kommt aber (wie immer) auf die Dosierung und vor allem eine geeignete Zusammensetzung an.

Da bei BARF größere Mengen Fett eingesetzt werden als bei einer kohlenhydratreichen Fütterung, ist das von großer Bedeutung. Wenn man sich die Frage stellen will, welche Art von Fett man also dem Hund anbieten sollte, sollte man sich von der Fettsäurenhysterie nicht beeinflussen lassen und einen Blick auf ein typisches Beutetier werfen. Rehfett z. B. besteht zu 48 % aus gesättigten, zu 46 % aus einfach ungesättigten und nur zu 6 % aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Das ist also die Referenzfettsäurenzusammensetzung für einen gebarften Hund. Im Gegensatz dazu besteht z. B. Sonnenblumenöl zu 12 % aus gesättigten, 23 % aus einfach ungesättigten und 64 % aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Letzteres ist wesentlich instabiler und das Risiko einer Lipidperoxidation und somit Zellschädigung steigt an. Daraus kann geschlossen werden, dass bei BARF zunächst einmal eher Fettlieferanten warmblütiger Landtiere (Ausnahme Kokosöl – das verfügt über 90 % gesättigte Fettsäuren) eingesetzt werden sollten, denn diese sind stabiler, weil ihr Anteil an gesättigten Fettsäuren höher ist. Sie sind der Hauptenergielieferant bei BARF, das ist ihre primäre Funktion. Da sie nicht ausschließlich daraus bestehen, liefern sie auch die für Hunde essentiellen ungesättigten Fettsäuren.

Abgesehen davon, tritt eine weitere Herausforderung auf, die bewältigt werden muss. Auf Basis der unterschiedlichen Position der Doppelbindung unterscheidet man bei den mehrfach ungesättigten Fettsäuren zwischen verschiedenen Omega-n-Fettsäuren. Je nachdem, an welcher Position sich die erste Doppelbindung (gezählt vom Omega-Ende aus) befindet, spricht man z. B. von den bekannten Omega-3-Fettsäuren, Omega-6-Fettsäuren etc. Es ist wichtig zu wissen, dass die Omega-3-Fettsäuren entzündungshemmend wirken können, die Omega-6-Fettsäuren hingegen entzündungsfördernd. Daher ist es bedeutsam, dass diese beiden Fettsäurenarten in einem angemessenen Verhältnis zueinander stehen.


Auch hier dient uns das Beutetier als Vorbild und zwar eins, was artgerecht ernährt wird. Es ist nämlich so, dass das Futter der Schlachttiere die Fettsäurenzusammensetzung stark beeinflusst. Ein Schlachttier aus Weidehaltung weist ein Verhältnis von Omega-3:Omega-6-Fettsäuren von etwa 1:2,2 auf. Es befinden sich also 2,2-mal so viele Omega-6-Fettsäuren darin wie Omega-3-Fettsäuren.
Bekommt ein Rind z. B. Kraftfutter, dann verändert sich dieses Verhältnis auf etwa 1:13,6. Es befinden sich also wesentlich mehr der entzündungsfördernden Omega-6-Fettsäuren im Fleisch des Tieres. Das ist nicht unbedenklich.

Da die meisten Barfer wohl eher Massentierhaltungsfleisch verwenden, muss versucht werden, ein angemessenes Fettsäurenprofil zu schaffen. Das ist der Grund, warum bei BARF Öle eingesetzt werden. Sie dienen also nicht primär der Energieversorgung wie die festen Fette mit vielen gesättigten Fettsäuren, sondern sollen für eine natürlichere und vor allem gesündere Fettsäurenzusammensetzung sorgen. Ziel ist also nicht, möglichst viele instabile ungesättigte Fettsäuren zu füttern und damit eine Lipidperoxidation zu riskieren, sondern ein Missverhältnis in der Zusammensetzung des Fleisches aufgrund falscher Fütterung der Masttiere auszugleichen.

Dafür eignen sich aber leider nicht alle Arten von Ölen. Viele Pflanzenöle wie z. B. Sonnenblumen-, Distel-, Mandel-, Walnuss-, Traubenkern-, Sesam-, Raps-, Soja-, Maiskeim- und Erdnussöl haben viel zu viele Omega-6-Fettsäuren. Das Verhältnis zu Omega-3-Fettsäuren beträgt meist 1:8, es befinden sich also 8-mal so viele entzündungsfördernde Omega-6-Fettsäuren darin wie entzündungshemmende Omega-3-Fettsäuren. Was bei BARF erreicht werden soll, ist ein Omega-3:Omega-6-Fettsäurenverhältnis von 1:2,2 – wie beim artgerecht ernährten Tier. Wie soll das mit einem Öl erreicht werden, was selbst ein Verhältnis von 1:8 aufweist? Das geht einfach nicht. Mit solchen Ölen ist es nicht möglich, das Fettsäurenverhältnis effizient zu verbessern. Diese Öle gehören also nicht in den Hundenapf! Es müssen Öle eingesetzt, die entweder Omega-3-Fettsäuren-überschüssig sind (z. B. Leinöl) oder die ein engeres Verhältnis aufweisen (z. B. Fischöl). Hierbei sei angemerkt, dass in Fischölen die Fettsäuren in ein Form vorliegen (Stichwort DHA, EPA), die von Hunden direkt genutzt werden kann, während bei den Fettsäuren der Pflanzenöle eine Umwandlung stattfinden muss, die der Hund nur mit sehr geringem Wirkungsgrad betreiben kann. 

Aus diesen Zusammenhängen wird klar: Nur mit dem richtigen Öl ist man in der Lage, ein natürliches und gesundes Fettsäurenprofil im Futter nachzuempfinden. Gleichzeitig hält man mit diesem Vorgehen auch den Gesamtgehalt an instabilen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren im Futter gering und minimiert damit das Risiko einer Oxidation dieser.

Wichtig ist, trotz eher geringer Mengen an diesen Ölen, dass die so zugeführten Fettsäuren mit einem Antioxidans wie etwa natürlichem Vitamin E schützt, um die gesundheitsschädliche Lipidperoxidation zu stoppen, denn diese findet schließlich auch bei Ölen statt, die Omega-3-Fettsäuren-lastig sind. Wie das funktioniert, ist ausführlich im Buch beschrieben.

Aus den bisherigen Ausführungen lässt sich zusammengefasst ableiten:
  • Fette mit einem hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren (z. B. Rindertalg, Lammfett, Pferdefett, Geflügelfett, Schweineschmalz, Kokosfett) dienen bei BARF als Energiequelle und können bedenkenlos bei gesunden Tieren auch in größeren Mengen eingesetzt werden
  • Omega-3-Fettsäuren-lastige Öle (z. B. Lachsöl, Leinöl) versorgen den Hund mit essenziellen Fettsäuren und sorgen für ein angemessenes Fettsäurenprofil im Futter, sie dienen nicht als primäre Energiequelle und werden in Maßen eingesetzt
  • Öle müssen mit einem Antioxidans stabilisiert werden, um der gefährlichen Lipidperoxidation entgegenzuwirken (Vorgehen: siehe Buch)
  • Transfette aus gehärteten Pflanzenfetten wie z. B. Margarine sind gesundheitsschädlich und gehören nicht in den Hundenapf
  • Omega-6-Fettsäuren-lastige Öle (z. B. Sonnenblumen-, Maiskeim- und Rapsöl) beinhalten zu viele entzündungsfördernde Fettsäuren und haben, vor allem in größeren Mengen, im Hundefutter nichts zu suchen 
 

Fazit

Gebarfte Hunde benötigen einerseits Fett als primären Energielieferanten, andererseits aber auch gewisse ungesättigte Fettsäuren, die in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen sollten. Fette, die bei Raumtemperatur fest sind, haben einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren, die oxidativ stabil sind und daher auch in größeren Mengen der Energieversorgung des Tieres dienen. Öle sind bei Zimmertemperatur flüssig und enthalten viele ungesättigte Fettsäuren, die zwar essenziell für den Hund, aber auch instabil und daher oxidationsgefährdet sind, was gesundheitsschädlich ist. Daher müssen Öle sparsam und sinnvoll eingesetzt und mit einem Antioxidans stabilisiert werden, um Zellkernschädigungen im Körper zu verhindern, die chronische Krankheiten begünstigen. Um ein angemessenes Fettsäurenprofil im Futter zu erreichen, eignen sich nur Öle, die Omega-3-Fettsäuren-lastig sind.

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Quellen:
Koolman, J. / Röhm, K.-H. (2003) Taschenatlas der Biochemie
Hand, M. S. et al. (2010): Small Animal Clinical Nutrition, fifth edition
http://www.naehrwertrechner.de
Leheshka, J. M. (2005): Effects of conventional and grass-feeding systems on the nutrient composition of beef

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Wie sieht es mit Hanföl aus?

Olli hat gesagt…

Hi Nicole,
sorry ich möchte nicht rumnerven aber sei bitte etwas zurückhaltender mit dem was du schreibst. Transfettsäuren sind nicht per se gesundheitsschädlich. Transfettsäuren kommen in "natürlichen" Lebensmitteln ebenso vor wie in industriell gefertigten.
Sie werden als lt Wikipedia als Mitverursacher von Herzkrankheiten angesehen. Da steht wohlgemerkt nicht das es bewiesen ist. Zudem ist es immer eine Frage der konsumierten Menge. Salz ist, wenn man es übertreibt, auch gesundheitsschädlich. Genau so wie Zucker oder alles andere. Die Menge ist entscheidend.
Und wenn du dir z.B. die aktuellen weiche Magarinen anschaust - die sind alle hauptsächlich ohne schändliche Transfettsäuren ... oh Wunder.
Theoretisch könnte man über den Einsatz von Magarine als Futterkomponenten nachdenken. Ich mach das aber nicht - ich will Fett vom Rind im Futternapf meines Hundes weil das einfach das ist, was mir das beste Gefühl gibt.


"Er führt dazu, dass freie Radikale entstehen und die Zellen im Körper schädigen können. Das begünstigt z. B. die Entstehung von Leber- und Nierenerkrankungen, Bauchspeicheldrüseninsuffizienz und Krebs."
Sorry aber das ist eine Theorie die man zwar gern in Magazinen so wieder gibt aber die wissenschaftlich nicht bewiesen ist. Das hat mich 2 Minuten Wikipedia gekostet das heraus zu finden.

Du schreibst "Fettsäurehysterie" - wenn ich das von Zellschädigung lese, weil das Fett im Sonnenblumenöl oxidiert ziehe ich schon etwas die Augenbraue hoch.

Auch ranziges Fett scheint nicht wirklich so gefährlich zu sein wie du es hier darstellst. Klar es ist ein verdorbenes Lebensmittel und gehört nicht in den Hundenapf.
Wenn der Hund das Futter nicht anrührt sollte man unter Umständen mal das Öl kosten ... Leinöl und Fischöl werden schnell mal ranzig.

Auch mit diesem Artikel schlägst du eine Note an die früher in deinen Artikel nicht zu lesen war - du lehnst dich weit aus dem Fenster. Sowas macht aber den Artikel nicht besser sondern wirft eine schlechtes Licht auf dich als Autorin.

Nadine Wolf hat gesagt…

Nutze mal lieber google.scholar.de und schau Dir die Studien an. Wikipedia ist nicht immer eine sinnvolle Quelle. Es gibt zig Untersuchungen, die die Bedenklichkeit von Transfettsäuren belegen. Es wird schon einen Grund geben, warum die FDA sie als "nicht generell sicher" eingestuft hat. Und wenn die FDA das schon so macht...
Aber Du hast natürlich Recht, es gibt Transfettsäuren auch in natürlicher Form. Ich werde das im Artikel klarer darstellen. Was ich gemeint hatte, waren natürlich Transfettsäuren, die im Rahmen industrieller Fetthärtung entstehen. Pflanzenfette würde ich aber bereits aufgrund der PUFAs-Menge eher zurückhaltend einsetzen. Ich behaupte doch nicht, dass 1 g davon den Hund umbringt. Aber Margarine enthält ja nicht nur Transfettsäuren, sondern eben auch jede Menge PUFAs in Form von n6-Fettsäuren. Man müsste dann massenhaft n3 ergänzen, um wieder ein natürliches Fettsäurenspektrum zu haben.

Das sind Informationen, die ich "Hand, M. S. et al. (2010): Small Animal Clinical Nutrition, fifth edition" entnommen habe. Das ist übrigens das bzw. eines der Standardwerke für Veterinäre, wenn es um Diätetik geht. Sämtliche Aussagen darin sind mit entsprechenden Untersuchungen belegt. Ich habe die Information also nicht aus "Die Bunte", sonst hätte ich das auch ordnungsgemäß als Quelle angegeben ;) Das Buch ist beim Verlag kostenlos als PDF zu erhalten. Du kannst es Dir gern herunterladen und bei den genannten Erkrankungen nachsehen. Da steht jeweils, dass Lipipdperoxidation sich negativ auswirkt und diese Krankheiten begünstigt (ich habe ja nicht behauptet, dass das der einzige Auslöser ist, deswegen schrieb ich explizit "begünstigt").

Hast Du verstanden, was ich mit Fettsäurenhysterie gemeint habe? Dabei ging es darum, gesättigte Fettsäuren nach Möglichkeit zu meiden und PUFAs-lastig zu essen. Das war die Hysterie, die jahrelang betrieben wurde. Du setzt selbst Rindertalg ein, an Stelle von Sonnenblumenöl, weil Du damit ein besseres Gefühl hast. Nun ja, Rindertalg ist nicht besonders reich an PUFAs.

Dass oxidativer Stress Zellen schädigt, ist ja nun auch nicht neu. Interessant in diesem Zusammenhang ist das Buch "Oxidative Stress in Applied Basic Research and Clinical Practice" (ISBN 978-1-61779-070-6). Das ist eine Sammlung wissenschaftlicher Studien. Schon in der Einleitung steht (die kannst Du gratis bei Amazon einsehen, falls Du das Buch nicht hast): "Free radicals produced from the metabolic activities of oxygen attack biological membranes and lipoproteins via oxidation in a process called lipid perioxidation. This attack damages cells and lipids often in a chain reaction with carbon-based molecules such as polyunsaturated fatty acids (PUFA) in a reaction with molecular oxygen. This creates oxidative stress and damage to tissues." Wenn Du Dir mal den Rest der Ausführungen in dem Dokument ansiehst, wirst Du feststellen, dass Lipidperoxidation sehr wohl eine große Rolle spielt, wenn es um Zellschädigungen und eine ganze Reihe von Erkrankungen geht. Und es geht nicht allein darum, keine ranzigen Fette zu füttern, sondern auch darum, die Oxidation im Körper in einem gesunden Maß zu halten. Das wird schwierig, wenn man PUFAs zur Energieversorgung einsetzt, an Stelle auf SFA zu setzen, die wesentlich weniger anfällig sind.

Ich denke nicht, dass die Qualität meiner Artikel sich verändert hat. Ich recherchiere nach wie vor gründlich und habe Belege aus meist wissenschaftlichen Quellen für meine Darstellungen. So auch in diesem Fall. Wenn Dich das Thema interessiert, kann ich Dir die hier im Kommentar zusätzlich genannte Quelle empfehlen. Diese hier im Artikel einzuarbeiten, hätte aber bei weitem den Rahmen eines Blog-Artikel gesprengt.

Anonym hat gesagt…

Die Ansichten darüber, welchem Energieträger man dem Vorzug geben soll, wird schon seit mindestens 150 Jahren in der Fach- und Laienwelt ohne Ergebnis diskutiert.

Fettes Fleisch ist in der Natur auch eher selten...hab jedenfalls noch keine fetten Feldhasen oder ein Reh vorbeilaufen sehen. In der Tat gibt es Hinweise auf ungünstige Effekte von Transfettsäuren auf das Herzkreislaufsystem.

Aber ob das nun wirklich an den Transfettsäuren liegt, sei mal dahingestellt.
Die Dosis macht immer noch das Gift.

Ich halte es daher bei der geringen Auswahl an Energieträgern für kontraproduktiv, einfach so auf einen zu verzichten, weil sich seit Jahren einige Laien auf ein paar aus dem Zusammenhang gerissene Textstellen berufen , die ohne Beleg behaupten, „ die beste Energiequelle für Hunde sei FETT „ und weil im Meyer/Zentek auch noch steht, dass Hunde 10 g Fett pro kg Körpergewicht am Tag vertragen.

Pankreatitis ist übrigens im Vormarsch!!!!

Denn viele Hunde haben schon Probleme bei 3-10 g Fett Gesamtmenge im Napf. Doch das Scheitern einer fettlastigen Ration hat noch andere Gründe.

Am augenfälligsten ist der Versuch von Barfern, alle Hunde dieser Welt.über einen Kamm scheren zu wollen .

Eine einzige Ernährungsform für alle ist und bleibt nur eine Illusion. Vielleicht sind deshalb nicht nur die Aussagen Ihrer Ernährungsberatung fragwürdig, sondern das ganze verlogene Konzept?

Olli hat gesagt…

Vielen Dank für deine Ausführungen. Es würde für mich zu weit führen sich in die Materie sehr zu vertiefen zumal ich hinten raus keinen Nutzen davon habe. Auf was ich hinaus wollte hast du allerdings verstanden - einen etwas sachlicheren Stil, weniger Alarmisumus und weniger absolute Aussagen (so wie gesundheitsschädlich).
Eins ist übrigens auch immer wieder zu bedenken (gerade in Sachen Lebensmittelwertigkeit) - was heute richtig und gut ist kann morgen schon wieder das Gegenteil sein (siehe ungesättigte Fettsäuren). Der Ansatz zu schauen was natürlich vorhanden ist und zur Nahrung des Hundes gehören könnte, ist aus meiner Sicht in der Hinsicht doch zielführend.

Nadine Wolf hat gesagt…

@Anonym: Mal wieder ein ganz mutiger Kommentar von jemandem, der sich Anonym nennt. Schöner Name.

"Fettes Fleisch ist in der Natur auch eher selten...hab jedenfalls noch keine fetten Feldhasen oder ein Reh vorbeilaufen sehen."
Wie gut, dass Sie sich dabei so auf Ihr geschultes Augenmaß verlassen können. Ergebnisse zur Untersuchungen zur Zusammensetzung von Beutetieren spielen sicherlich überhaupt gar keine Rolle, oder? Weil Anonym meint, Beutetiere hätten kaum Fett ist das auch so? Betrachtet man z. B. den Körperfettgehalt von Hirschen, so beträgt der zwischen 5 und 15 % bezogen auf das Körpergewicht ohne Darminhalt (siehe z. B. Validation of mule deer body composition using in vivo and postmortem indices of nutritional condition). Der Körperfettgehalt bezogen auf das Lebendgewicht ist also noch etwas höher. Wir reden bei BARF ja nicht vom Gesamtfettanteil, wenn wir mindestens 15 % Fett empfehlen, sondern vom Muskelfleischanteil. Wenn das Muskelfleisch 15 % Fett enthält, beträgt der Fettgehalt einer BARF-Ration (die das ganze Beutetier nachstellen soll), 10 %. Oh, was für ein Zufall, dieser Wert liegt genau zwischen den 5-15 %, die die untersuchten Hirsche hatten. Schaut man sich Feldhasen an, so sind die natürlich etwas magerer, Wildschweine hingegen sind wieder etwas fetter. Wobei z. B. die Lausitzer Wölfe wesentlich mehr Schwarzwild als Hasen fressen. Es kommt zudem stark auf die Jahreszeit an. Dennoch liegt ein Fettanteil von 10 % bezogen auf das Lebendgewicht vollkommen im Rahmen eines natürlichen Körperfettgehalts. Wie verlogen von den Barfern, einfach zu schauen, was das Vorbild Natur so macht.

"Ich halte es daher bei der geringen Auswahl an Energieträgern für kontraproduktiv, einfach so auf einen zu verzichten, weil sich seit Jahren einige Laien auf ein paar aus dem Zusammenhang gerissene Textstellen berufen , die ohne Beleg behaupten, „ die beste Energiequelle für Hunde sei FETT „ und weil im Meyer/Zentek auch noch steht, dass Hunde 10 g Fett pro kg Körpergewicht am Tag vertragen."
Gähn! Die Barfer behaupten, dass Fett die beste Energiequelle wäre, weil es im Beutetier die EINZIGE nennenswerte Energiequelle ist. Wie oft noch? BARF = Beutetierkonzept. Das hier, ist ein BARF-Blog.
Wir können schon allein deswegen unsere Rationen nicht zu 50 % aus Kartoffeln oder Reis gestalten, weil es kein einziges Beutetier auf der Welt gibt, was so viele Kohlenhydrate enthält (mal abgesehen von einer Pinata, die wir aber nicht als echtes Beutetier auffassen, weil sie aus Pappmaché besteht). Das ist der primäre Grund dafür, warum Barfer Fett bevorzugen. Wir orientieren uns an der Natur. Punkt. Daher spielt es eigentlich keine Rolle, was Prof. Zentek dazu sagt, aber warum soll man die Tatsache nicht nennen, wenn sie doch bekannt ist? Er schreibt übrigens nicht nur, dass Hunde 10 g Fett/kg KM vertragen. Wenn man ihn fragt, behauptet er sogar, dass Fette natürlicherweise in der Nahrung von Hunden enthalten sind und daher bedenkenlos eingesetzt werden können. Kohlenhydrate kämen in der natürlichen Nahrung zur in geringen Mengen vor. Seine Worte... Fragen Sie ihn doch einfach. Er ist sehr nett.

Bei BARF mit 15 % im MUSKELfleisch erreicht man übrigens Mengen von nur 2-2,5 g Fett/kg KM. Ich habe Prof. Zentek gefragt, ob das in irgendeiner Hinsicht nachteilig für den Hund sein könnte, weil hohe Fettgehalte in manchen Fällen im Verdacht stünden, eine Pankreatitis auszulösen. Er antwortete daraufhin, das würde nur auf sehr hohe Werte zutreffen und Werte von 2,5-5 g/kg KM seien unproblematisch.

Nadine Wolf hat gesagt…

"Pankreatitis ist übrigens im Vormarsch!!!!"
Die inflationäre Verwendung von Ausrufezeichen kann eine Quelle für diese Aussage nicht ersetzen. Also, wo bitte ist belegt, dass GEBARFTE Hunde (alle BARF-Regeln berücksichtigt), die KORREKT umgestellt wurden und die NICHT regelmäßig chemisch entwurmt werden, FÜTTERUNGSBEDINGT eine Bauchspeicheldrüsenentzündung bekommen haben. Bitte keine Pseudo-Quellen nennen, in denen nicht BARF, sondern irgendeine andere Form der Rohfütterung untersucht wurde und auch keine Quellen, in denen die Halter die Umstellungsregeln nicht angewendet haben.

"Denn viele Hunde haben schon Probleme bei 3-10 g Fett Gesamtmenge im Napf. Doch das Scheitern einer fettlastigen Ration hat noch andere Gründe. Am augenfälligsten ist der Versuch von Barfern, alle Hunde dieser Welt.über einen Kamm scheren zu wollen ."
Und genau das macht man als Barfer nicht. Wenn ein Hund etwas nicht verträgt, dann passt man das Futter an. Wir füttern frisch, weil wir individuell füttern wollen. Wenn ein Exemplar, aus welchen Gründen auch immer, Fett nicht verträgt, dann ist es kein gesunder Hund und dann trifft "gesunde Hunde vertragen daher auch sehr hohe Mengen an Fett" nicht zu und man muss nach einer Alternative suchen. Aber die findet man ganz sicher nicht beim Trockenfutter, denn das schert ja wohl mal wirklich alle Tiere über einen Kamm...

"Eine einzige Ernährungsform für alle ist und bleibt nur eine Illusion. Vielleicht sind deshalb nicht nur die Aussagen Ihrer Ernährungsberatung fragwürdig, sondern das ganze verlogene Konzept?"
Wie kommen Sie denn bitte auf die irrige Annahme, jeder Hund würde bei BARF das gleiche Futter bekommen? Und wie kann eine Orientierung an der Natur verlogen sein? Das ergibt keinen Sinn. Verlogen ist es, Futtermittel zu vermarkten, die aus nicht artgerechten Zutaten, dubiosen Chemikalien und synthetischen Vitaminen bestehen. Aber das macht kein Barfer mit gesundem Menschenverstand.

Nadine Wolf hat gesagt…

@Olli:
Ich habe auch in früheren Artikeln bereits absolute Aussagen getätigt, aber ich denke dennoch, dass meine Argumentation hier nicht unsachlich ist. Die Darstellungen sind schließlich alle belegt und dass die Menge das Gift macht, ist absolut klar. Das ist ja immer so. Es ist nur so, dass es immer wieder Futterpläne gibt, in denen z. B. Öle in großen Mengen als Energieträger eingesetzt werden. Erst neulich sah ich einen Ernährungsplan, der bestand aus 250 g magerem Fleisch, etwas Gemüse, ein paar Zusätzen und dazu 3 EL Distelöl. Das entspricht 35 g Fett. Damit war dieses Öl in dem Plan die Hauptenergiequelle und das ist nachweislich nicht sinnvoll. Ich sehe auch immer wieder Rationen, denen Öle hinzugefügt werden, die n6-überschüssig sind. Das ist nun absolut kontraproduktiv und das muss auch mal betont werden. Es ist nämlich so, dass den meisten Leuten gar nicht bewusst ist, wie sich so ein Öl zusammensetzt. Zugegebenermaßen ist das ja nun auch nicht gerade unkompliziert. Viele Menschen halten "gesunde Öle" für vorteilhaft, weil sie das in irgendeiner Zeitschrift gelesen haben und dass seit der SFA-Hysterie in den 70ern auch öffentlich so verbreitet wurde. Man tauschte die Butter in der Bratpfanne gegen Sonnenblumenöl. Mittlerweile weiß man ja, dass man das nicht machen sollte. Aber die Problematik ist nicht nur im Rahmen einer Erhitzung (die die Oxidation beschleunigt) relevant, sondern auch im Körper. Die Folgen treten nur nicht sofort auf (es sei denn, man ist empfindlich) und auch nicht immer und bei jedem (der Körper verfügt schließlich über Möglichkeiten einer Zellreparatur), aber dauerhaft die falschen Fettsäuren als Energieträger einzusetzen, ist definitiv gesundheitsschädlich. Und das kann man auch so absolut und alarmierend sagen. Gerade bei BARF ist das ein Problem, weil dort eben größere Mengen Fett verwendet werden. Ein Hund, der Kohlenhydrate als Energieträger bekommt, ist da einfach nicht so gefährdet, weil man dem nur etwas Öl zur Verfügung stellt, um den Bedarf an ungesättigten Fettsäuren zu decken. Dennoch ist dann das Verhältnis von n3:n6 gewöhnlich nicht ideal.

Dass es immer wieder Studien gibt, die heute das und morgen das behaupten, daran haben wir uns ja schon gewöhnt (witzig dazu: http://daserste.ndr.de/extra3/sendungen/Ernaehrungswahnsinn,extra10334.html). Aber das muss uns Barfer nicht stören. Wir orientieren uns ja am typischen Beutetier und das enthält nun einmal keine riesigen Mengen an PUFAs und das ist schon seit Millionen von Jahren so. Es gibt nur im Falle der Fettsäuren eben auch (derzeit gültige) Belege dafür, dass wir mit dieser Annahme ganz richtig liegen und es daher durchaus sinnvoll ist, als Hauptenergieträger SFA und nicht PUFAs einzusetzen.

Anonym hat gesagt…

Hallo Nadine,

wenn man zu dem Thema recherchiert, stößt man immer wieder auf den Begriff "Omega-3-Mangel". Wäre denn auch ein "Omega-6-Mangel" möglich, wenn man zum Beispiel zu einem großen Teil Fisch füttert und keinerlei Fleisch aus Massentierhaltung? Heißt das Verhältnis 1:2,2 dass man bewusst etwas mehr Omega-6 füttern soll, oder sind die 2,2 der Grenzwert, den man zwar nicht überschreiten soll, aber durchaus unterschreiten darf?

Beste Grüße
Lisa

Gerhard Lustenberger hat gesagt…

Hallo!
Warum sollte man denn Pansen verfüttern, wenn sie doch gesundheitsschädliche Transfette enthalten?

Nadine Wolf hat gesagt…

Gesundheitsschädlich sind Transfette, die im Rahmen der Härtung von Pflanzenfetten entstehen. Das trifft auf Pansen nicht zu.

Anonym hat gesagt…

Hallo,
ich werde demnächst anfangen meine Bolonkahündin zu barfen. Bisher hat sie Fertigbarf bekommen.
Nachdem ich Ihr Buch gelesen habe, steht der Ernährungsplan auch soweit. Ich bin jedoch immer noch hinsichtlich des Ölzusatzes unschlüssig - da meine Hündin mit ihren dreieinhalb Kilo Körpergewicht ja nur minimale Mengen Öl bekommt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass das Öl regelmäßig ranzig würde. Nun wurde mir von einer Bekannten eine Ölmischung empfohlen, die zu 70% aus Leinöl, zu 15% aus Lebertran und zu 15% aus Schwarzkümmelöl besteht. (Der Hersteller bietet noch eine zweite Ölmischung mit dieser Zusammensetzung an: 40% Hanföl, 30% Nachtkerzenöl, 30% Arganöl)
Was halten Sie vom Einsatz solcher Mischungen? Mir ist bewusst, dass es günstiger wäre, die Mischungen selbst anzufertigen, jedoch stehe ich dann wieder vor dem Problem des Ranzigwerdens.

Nadine Wolf hat gesagt…

Hallo,

bitte so ein Öl nicht geben. Schwarzkümmelöl enthält Terpene, die die Leber belasten können. Funktionsöle gehören grundsätzlich nicht dauerhaft in den Hund. Die Dosierung vom Lebertran wäre auch nicht korrekt. Es gibt in der Apotheke oder auch in manchen BARF-Shops Fischöl in ganz kleinen Flaschen (90 ml). Das kann man dann zusätzlich noch mit Vitamin E stabilisieren, falls sich keins darin befindet. Außerdem kann man Öle auch einfrieren. Eine weitere Möglichkeit ist, sich das Öl mit einem befreundeten Barfer zu teilen.

Viele Grüße
Nadine

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