Marketing auf höchstem Niveau – oder auch: Ich glaub mich knutscht ein Hirsch!

Neulich entdeckte ich etwas Interessantes auf www.eukanuba.de. Nach dem Öffnen dieser Website wird der Besucher mit einer sehr schönen Flash-Animation begrüßt, die mit dem Teaser „In jedem Hund steckt ein Wolf“ beginnt. Ich freute mich über dieses Intro sowie auch über die wunderbaren Fotos von Caniden verschiedener Art und klickte mich erwartungsvoll durch die grafisch eindrucksvoll gestaltete Website. Es wird doch nicht etwa endlich ein Trockenfutter geben, das die ernährungsphysiologischen Bedürfnisse eines Hundes, der ja nun einmal wie sein Stammvater, der Wolf, ein Beutefresser ist, tatsächlich berücksichtigt? Das wäre ja eine Revolution auf dem Fertigfuttermarkt und damit unglaublich! Aber schauen wir uns die Sache genauer an.

Der geneigte Betrachter erblickt beim Betreten der Website die folgenden Sätze (Inhalte von Eukanuba werden im Folgenden als Zitat gekennzeichnet):
"In Jedem Hund steckt ein Wolf“
Endlich! Eine solche Aussage aus der Marketingabteilung eines Futtermittelherstellers. Darauf habe ich schon seit Jahren gewartet. Soweit, so gut.
„Artgerechte Ernährung ihres Hundes“
Klingt interessant.
„Der Vorfahre Ihres Hundes, der Wolf, würde nicht nach Mais, Weizen oder Soja jagen. Er will Fleisch. Seit Tausenden von Jahren ist Ihr Hund genetisch und durch Evolution bedingt vom Zahn bis zum Verdauungstrakt auf Fleisch ausgelegt. Deswegen ist Huhn die Hauptproteinquelle in jeder Packung Eukanuba. Warum sollten Sie ihn mit etwas anderem füttern?“
Es wird ja immer besser: Wölfe fressen gar kein Getreide, sie wollen Fleisch. Völlig richtig! Bereits jetzt hyperventiliere ich, so aufgeregt bin ich nach dem Lesen dieser Sätze… aber es wird noch besser, klick:
„Ihr Hund:  zum Fleischfresser geschaffen. Wir gehen davon aus, dass alle Hunde unabhängig von ihrer Größe, Körperform oder Rasse vom Wolf abstammen. Und wie ihre wilden Vorfahren sind Hunde grundsätzlich dazu geschaffen, Fleisch zu jagen, zu fressen und zu verdauen. Wie Wölfe haben Hunde von Geburt an:
  • fast dieselben Gene (über 98 %) wie Wölfe
  • ausgeprägte Sinne wie Geruchs-, Seh- und Hörvermögen
  • Zähne, die für das Zerreißen und Schneiden von Fleisch ausgelegt sind
  • einen relativ kurzen Verdauungstrakt, der auf die Verdauung von tierischem Protein als Hauptbestandteil der Nahrung ausgelegt ist
Deswegen ist Huhn die Hauptproteinquelle in jeder Packung Eukanuba.“
Ich bin fassungslos. Der Hund ist tatsächlich ein Fleischfresser. Gott sei Dank, endlich muss ich den Hunden also nicht mehr einreden, sie wären Tauben! Einen Klick später liest man dann:
„Ihr Hund stammt von Fleischfressern ab. Ernähren Sie ihn artgerecht. Mit Blick auf die Vorfahren und Ernährungsanforderungen Ihres Hundes stellt Eukanuba sicher, dass Huhn, nicht Getreide, die Hauptproteinquelle in Eukanuba ist. Vom Verdauungssystem bis hin zu der Art und Weise, wie er Energie und Nährstoffe umsetzt, ist Ihr Hund so gebaut, dass er tierisches Protein und Fett besser verarbeitet und nutzt als große Mengen an Ballaststoffen oder Gemüse (Hervorh. d. Verf.)."
Wow! Mit diesen Sätzen gibt Eukanuba ein völlig neuartiges Wissen preis (ok, ok – es ist nicht neuartig, sondern gehört eher zur Allgemeinbildung), welches selbst manchem Tierarzt völlig fremd ist. Ein weiterer Klick… und dem Betrachter wird von der Existenz eines Hundefutters berichtet, welches der Natur des Hundes entspricht…
„Nahrung, die seiner Natur entspricht
Hochwertige Nahrung, die von der Wildnis inspiriert ist“
„EUKANUBA Produkte: Eukanuba Wild Nature Venison & Multigrain… 
…Bevor der Hund zum Haustier wurde, war Fleisch der Hauptbestandteil seiner Nahrung. Auch heute noch ist tierisches Protein ein unverzichtbarer Nahrungsbestandteil für den Körper eines jeden Hundes. Eukanuba berücksichtigt die artspezifischen Ernährungsbedürfnisse Ihres Hundes. Die Hauptzutat in Eukanuba mit viel Hirsch & Mehrkorn ist daher Hirsch.(Hervorh. d. Verf.) So ernähren Sie Ihren Hund artgerecht!“
Nun stehen mir bereits Freudentränen in den Augen. Endlich ist es da: ein artgerechtes Trockenfutter. Generationen von Hunden haben darauf gewartet. Die Hauptzutat ist tatsächlich Fleisch. Kein billiges Getreide, keine sinnlosen Füllstoffe, denn
„…der Vorfahre Ihres Hundes, der Wolf, würde nicht nach Mais, Weizen oder Soja jagen. Er will Fleisch.“
Eine kleine Handbewegung mit der Maus später und man scrollt zu der Textstelle, in der die Zutaten dieses artgerechten Futters beschrieben werden:
„Inhaltsstoffe: Wild (>14%), Mais (>14%), Sorghumhirsemehl, Hühnermehl, Reis(>10%), Gerste, tierisches Fett, Geflügelmehl, getrocknete Zuckerrübenschnitzel, Trockenvollei, Hühnerproteinhydrolysat, Kaliumchlorid, Bierhefe, Fischöl, Natriumchlorid, Natriumhexametaphosphat, DL-Methionin, Calciumcarbonat, Dicalciumphosphat. Mit Antioxidans EG-Zusatzstoff. Die Vitamingehalte sind bis zum Mindesthaltbarkeitsdatum garantiert.“
Ähm. Moment. Irgendetwas stimmt doch da nicht. Ich erinnere mich, im Vorfeld Folgendes gelesen zu haben:
„Die Hauptzutat in Eukanuba mit viel Hirsch & Mehrkorn ist daher Hirsch.“
und auch
„…der Vorfahre Ihres Hundes, der Wolf, würde nicht nach Mais, Weizen oder Soja jagen. Er will Fleisch.“ 
Habe ich etwas übersehen? Ist ja möglich, mal sehen:

Tierisches: Wild >14% + etwas Hühnermehl + tierisches Fett + Geflügelmehl
Getreide / Pflanzliches: Mais >14% + Sorghumhirsemehl + Reis >10% + Gerste + getrocknete Zuckerrübenschnitzel

Die Inhaltsstoffe müssen nach Ihrem Gewichtsanteil sortiert aufgeführt werden. Heißt das etwa, dass dieses artgerechte Futter enthält genau so viel Wild (Wild ist übrigens hier nicht gleichbedeutend mit Wildfleisch... Wild bedeutet vielmehr "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse vom Wild") wie Mais und mehr Sorghumhirsemehl (über 10%, da Reis erst danach aufgeführt wird) als Hühnermehl (alias "Getrocknete Nebenerzeugnisse vom Huhn") sowie mehr Reis und Gerste als tierisches Fett und Geflügelmehl (alias "Getrocknete Nebenerzeugnisse vom Geflügel") enthält? Bedeutet das, dass in diesem Futter mehr Getreide und Füllstoffe als Hirsch drin ist? Das kann doch nicht sein! Das glaube ich nicht! Ich will es nicht glauben! Ich muss mich einfach irren. Ein wenig Enttäuschung macht sich breit.

Hieß es doch:
„Die Hauptzutat in Eukanuba mit viel Hirsch & Mehrkorn ist daher Hirsch.“
Zwar haben die Eukanuba-Marketingstrategen mitgedacht, denn sie betonen auf der Webseite meistens, dass in Ihrem Trockenfutter Fleisch die Hauptproteinquelle darstellt (nicht etwa die Hauptzutat, wie ein Wolf es wollen würde.) Aber beim Eukanuba Wild Nature Hirsch & Mehrkorn wurde irgendwie gepatzt. Wie ärgerlich! Die Hauptzutat scheint gar nicht Hirsch zu sein. Es sei denn Mais, Sorghumhirsemehl, Reis und Gerste ließen sich unter einer innovativen Gesamtgetreideart namens „Hirsch“ zusammenfassen. Eine ausführliche Recherche ergab: es gibt kein Hirschgetreide. Schade eigentlich. Gleiches gilt übrigens auch für Eukanuba Wild Nature Lachs & Mehrkorn sowie Eukanuba Wild Nature Truthahn & Mehrkorn – auch hier kann vorweggenommen werden: es existiert weder ein Lachsgetreide noch ein Truthahngetreide, wobei letzteres für Truthähne (denn es sind ja Vögel) sicher besonders artgerecht wäre…

All das Eukanuba Wild Nature enthaltene Getreide liefert also eher ein wenig hochwertiges (= tierisches) Protein und Fett, massenhaft Kohlenhydrate in Form von Stärke (wir erinnern uns daran wie „gut“ Hunde Stärke verdauen können….) sowie für den Hund nicht verwertbare Ballaststoffe. Wie artgerecht, wenn man bedenkt, dass Hunde überhaupt gar keine Kohlenhydrate benötigen… und Eukanuba selbst festgestellt hat, dass der Hund
„tierisches Protein und Fett besser verarbeitet und nutzt als große Mengen an Ballaststoffen oder Gemüse“
Was sind Kohlenhydrate für Hunde, wenn sie sie nicht benötigen…?

Sind Sie verwirrt? Ich auch und das ist auch gut so. Hut ab – vor der Marketingabteilung von Procter & Gamble kann man sich mal wieder nur ehrfürchtig verneigen: I love Marketing!

Immerzu – besuchen Sie die Website von Eukanuba und sehen Sie selbst. Es ist ein fantastisches Spektakel!

(Nachtrag 20.03.2011: Eukanuba hat diese Webseiten offenbar vom Netz genommen. Ich habe natürlich damals Screenshots erstellt. Wer möchte, ich schicke sie gern auf Anfrage zu.)

Um Missverständnissen und Neid vorzubeugen: Procter&Gamble (Eukanuba) ist natürlich nicht der einzige Hersteller, der derart großartige Marketing-Leistungen vollbringt und somit massenhaft Preise verdient hat. Lesen Sie im nächsten Beitrag zu diesem Thema etwas über Pedigree`s großartiges Versprechen an Sie und Ihren Hund und erfahren Sie mehr darüber, was richtig gutes Futter ist ;-)

Kommentare

  1. Schön geschrieben. Großes schmunzeln von einem Menschengetreideesser...

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  2. HAMMERRRRRR ,,wie war das noch mit dem Schokoriegel und der extra Portion Milch !
    Mein Gott wann wird dem ein Riegel vorgeschoben!?

    Danke für diese schönen aufklärende Seiten !!!

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  3. Ich frage mich seit Jahren, warum Hersteller derartig vorgehen dürfen. Es gibt nämlich eigentlich einen Riegel, der einem solchen Vorgehen vorgeschoben ist. Er heißt § 5 UWG (Irreführende Werbung). Zu behaupten, ein Produkt würde über bestimmte Eigenschaften (Hauptzutat Hirsch) verfügen, ohne dass dem so ist, wäre mir zu gefährlich. Ich arbeite selbst im Marketing und hätte extreme Bedenken, derartig vorzugehen.

    Mittlerweile gibt es ja nun Website in der Form nicht mehr. Eukanuba hat sie überarbeitet. Aber die Behauptung "Die Hauptzutat in Eukanuba mit viel Hirsch & Mehrkorn ist daher Hirsch." ist nach wie vor zu lesen, obwohl das Produkt zum gleichen Anteil aus Mais besteht wie aus Wild... Aus meiner Sicht eindeutig nichts Anderes als eine unwahre Angabe. So sollte man nicht mit seinen Kunden umgehen...

    Es gibt nämlich sehr viele Leute, die das glauben. Schließlich gibt es auch Leute, die tatsächlich glauben, ihrem Kind eine extra Portion Milch zuzuführen...

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  4. Super Berichte, habe alle über das Trockenfutter gelesen und bin entsetzt darüber wie die Hersteller ihr Futter produzieren. Da sollte def. ein Riegel vorgeschoben werden. Wir werden demächst auch das Barfen anfangen und freue mich so eine Informative Website gefunden zu haben. Und diese Berichte bestätigen mich nur noch mehr mit dem Barfen zu beginnen.

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  5. Ich bin nach wie vor ein Eukanuba-Fan. Warum? Weil es die einzige Firma ist,die meine ältere Hündin verträgt, ganz einfach. Wer ständig nachts auf dem Feld steht, weil sein Hund schon wieder Durchfall hat, greift nach jedem Strohhalm. Und da ist es egal, was man da füttert. Woher habe ich gute Dose (Auenland und Pfotenliebe) gefüttert, aber das geht ja dermaßen ins Geld. Ob Eukanuba gut ist, weiß ich nicht. Ich sehe aber, dass das Fell meines Hundes fast platzt vor Glanz und der Hund trotz seiner 11 Jahre fit ist wie ein Turnschuh und immer noch auf Welpenalter geschätzt wird!
    Für mich kommt nichts anderes in Frage. Vielleicht sollte man auch darüber mal nachdenken.

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  6. Ja, natürlich kann man darüber nachdenken. Die Frage ist, ob man die Qualität eines Futters aufgrund eines Einzelfalls bewerten sollte. Dann hätte ich hier nämlich ein Gegenbeispiel: Meinem Hund fiel von Eukanuba stellenweise das Fell aus und er hatte überall Pusteln - von Glanz keine Spur, er hatte ständig Durchfall und verweigerte das Futter am Ende sogar komplett. Seine Zähne waren gelb und er stank nicht nur aus dem Maul, sondern entwickelte insgesamt einen schrecklichen Körpergeruch. Von den permanenten Blähungen mal ganz zu schweigen. Aber auch mein Beispiel könnte schlichtweg ein Einzelfall sein. Ich könnte einfach Pech gehabt haben. Fertig.

    Glücklicherweise gibt es natürlich wissenschaftlich erwiesene Fakten, anhand deren man die Qualität eines Hundefutters bewerten kann. Und wenn man sich mit diesen Fakten beschäftigt und dann das Futter von Eukanuba ansieht, dann kann man seine eigenen Schlüsse ziehen. Ich sage nur: http://mashanga-burhani.blogspot.de/2009/12/mein-lieblingshuhn-waldi.html, http://mashanga-burhani.blogspot.de/2011/10/ein-albtraum-fur-hundehalter-die.html oder http://mashanga-burhani.blogspot.de/2012/01/warum-eiwei-nicht-gleich-eiwei-ist.html

    Jeder kann sich selbst ein Urteil bilden, ob Eukanuba wirklich ein artgerechtes Futter ist.

    Ich habe diesen Artikel aber nicht geschrieben, weil mir die Zusammensetzung des Futters nicht gefällt (dass das so ist, steht auf einem anderen Blatt, ist aber meine persönliche Meinung). Ich habe diesen Artikel geschrieben, weil ich schockiert war, wie sehr Konsumenten durch marketingseitig aufbereitete Informationen verwirrt und geblendet werden können. Eukanuba widerspricht sich in den eigenen Marketingunterlagen ganz offen selbst und zwar in einem Maße, welches ich persönlich schlichtweg für unmoralisch halte. Vielleicht bin ich auch zu empfindlich... Jeder muss selbst wissen, was er glaubt oder im Streben nach Dissonanzreduktion gern glauben möchte.



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  7. Katharina v.d. Leyen22. Januar 2013 um 00:16

    Dass einem die Zusammensetzung vieler, vieler Fertigfutter nicht gefällt, ist durchaus nachvollziehbar und geht mir genauso. Ich wünschte aber, es würde nicht andauernd behauptet, der Hund sei - wie der Wolf - ein Fleischfresser. Hund und Wolf haben seit ca. 100 000 Jahren nichts mehr miteinander zu tun, sondern sind eigenständige Spezies, die sich, wenn sie die Wahl haben, möglichst nicht einmal miteinander verpaaren wollen. Ich persönlich ernähre mich nicht mehr so, wie Neandertaler, mein Körper hat völlig andere Bedürfnisse. Ich brauche auch meinenBlinddarm nicht mehr, den unsere Vorfahren durchaus benötigten, denn darin befanden sich einst Enzyme, die wir brauchten, um Baumrinde verdauen zu können. Will sagen: Wir habe uns verändert seitdem. Hunde erst recht.

    Der Hund ist ein domestizierter Wolf, aber die beiden sind extrem verschieden, so verschieden, dass man nicht immer mit dem Wolf ankommen sollte, wenn man über Hunde spricht. Domestikation ist ein tiefgreifender, genetischer, verändernder Prozeß. Kein Organ ist gleich geblieben, das Hautwachstum - es hat sich alles verändert.Im Vergleich zum Wolf haben Hunde ein reduziertes Hirngewicht, relativ zum Körpergewicht von 30%.
    Das hat sich schon längst auf die Ernährung ausgewirkt: Hunde sind Reste-Vertilger, sie können alles mögliche fressen, und es geht ihnen hervorragend. Der Wolf dagegen ist ein Allesfresser - KEIN reiner Fleischfresser wie z.B. die Katze, das ist schlicht unwahr. Dorit Feddersen-Petersen, die in einem weltweit einzigartigen Projekt jahrzehntelang Studien an Wölfen, Hunden und Wildhunden im direktne Vergleich geführt hat, hat mir erklärt, dass Wölfe schlicht sterben würden, würde man sie so ernähren wie wir unsere Hunde - weil sie so viel Protein einfach nicht verarbeiten können.
    Unseren Hunden ging es am besten, als sie von unseren Resten ernährt wurden: Eintopf mit wenig Fleischeinlage, viel Gemüse, Grieben und Reis. Es wurde nämlich nur selten geschlachtet, niemand aß, wie der Durchschnitts-Deutsche heute, ca. 300g Schweinefleisch in Form von Wurst etc. zu sich. Aber die Hunde sahen gut aus, hatten keine Allergien und waren leistungsfähig. Heutzutage leben wir in dem Wahn, viel Fleisch/viel Protein wäre gesund. Ein Hase reicht einem Wolf als Mahlhzeit über eine Woche lang. Wenn man einen Hasen einkocht - um sozusagen Trockenfutter daraus zu machen -, schrumpft der Trockenhase zu eineinhalb mickrigen Mahlzeiten zusammen, die aber 70% Protein enthält. Völliger Wahnsinn: Das ist so, als würde der Mensch eine Schweinshaxe am Tag essen. Gesund ist das auf keinen Fall.

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  8. Ja, es stimmt. Der Hund ist kein Wolf mehr, einige Organe haben sich verändert und schon rein äußerlich ist keine Ähnlichkeit mehr festzustellen. Es gibt jedoch einige Organe, auf die das nicht zutrifft: Das Verdauungssystem ist unverändert geblieben. Dazu gibt es entsprechende Studienergebnisse.

    Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, warum ein Wolf sterben sollte, wenn man ihn z. B. mit Hundfutter nach dem BARF-Konzept ernähren würde. Diese Fütterungsvariante orientiert sich am Beutetier und somit am natürlichen Futter eines Caniden und somit auch an dem des Wolfes. Und es stimmt, mit BARF würde das Tier weniger Protein zu sich nehmen als mit einem herkömmlichen Trockenfutter, aber der Unterschied ist nun nicht so groß, dass der Wolf daran sterben würde. Die Abweichung ist sogar ziemlich gering. Es gibt einige Tierparks, die ihre Wölfe unethischerweise mit Trockenfutter für Hunde ernähren... auch das überleben Wölfe. Sie überleben sogar ziemlich lange, wenn sie ausschließlich Knochen fressen...

    Dass ein Wolf mit einem Hasen pro Woche auskommt, halte ich für leicht übertrieben - nicht dauerhaft. Wölfe können sehr lange hungern, aber im Schnitt vertilgt ein nordamerikanischer Wolf pro Tag 3,6-5,6 kg Beute (Quelle: Mesh, D. at al. (2003): Wolves. Behaviour, Ecology, and Conservation, S. 127.) Das muss schon ein riesiger Hase sein, wenn ein Wolf damit eine Woche lang auf Dauer überleben soll. Schon mit 3,6 kg Beute nimmt ein Wolf übrigens weit mehr Protein zu sich als ein Haushund, der womit auch immer ernährt wird. Nicht einmal Irische Wolfshunde nehmen so viel Futter zu sich.

    Dass für Hunde, eine auf viel Gemüse, Grieben und Reis basierende Nahrung die beste sei, ist mir neu und mit wissenschaftlichen Fakten nicht belegbar. Ernährungsphysiologisch betrachtet, liefern Grieben minderwertiges Eiweiß, das die Nieren und die Leber eines Hundes übermäßig belastet. Grieben sollte man nur in Maßen füttern. Gemüse dient hauptsächlich als Rohfaserlieferant, liefert keine Energie, nur wenige Nährstoffe und das bisschen an Eiweiß, was sich darin befindet, ist noch minderwertiger als jenes aus Grieben. Reis liefert fast nichts, was der Hund benötigt, außer Energie aus Kohlenhydraten und minderwertige Eiweiße, ansonsten ist es ein recht nährstoffarmer Füllstoff. Das braucht kein Hund. Eine solche Nahrungszusammensetzung wäre für einen Hund auch nicht annähernd bedarfsdeckend. Es würde an Calcium, Phosphor, Magnesium, Kupfer, Zink, Mangan, Jod, Selen, Vitamin D, A, B2 und B5 mangeln. Natürlich fehlten dann auch gewisse essenzielle Aminosäuren und bestimmte Fettsäuren. Sicher, ein Hund kann damit überleben, weil Hunde sehr anpassungsfähig sind. Aber eine optimale Ernährung ist das nicht. Ich gehe jede Wette ein, dass meine Hunde (deren Futter zu 80 % aus tierischen Produkten besteht) einen wesentlich gesünderen Eindruck machen als ein Hund, der mit Gemüseeintopf mit Griebeneinlage und Reis gefüttert wird...

    Ein Hund ist kein reiner Fleischfresser, das stimmt. Aber er ist eben auch kein Allesfresser. Er hat bestimmte ernährungsphysiologische Bedürfnisse, die sich nicht mit pflanzlicher Kost und minderwertigen, tierischen Eiweißquellen allein nicht optimal befriedigen lassen.

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  9. Katharina v.d. Leyen22. Januar 2013 um 14:23

    Dass Wölfe sehr lange überleben, wenn sie "nur Knochen fressen", ist genau mein Punkt: An Knochen ist nur sehr wenig dran. Sehr wenig Protein. Den Wolf, der es schafft, in der WIldnis 6 Kilo Fleisch zu erlegen und zu fressen, möchte ich sehen: Dann wäre das Wild in jedem Nationalpark innerhalb kürzester Zeit ausgestorben, wenn nur ein einziges Rudel dort lebt. Bei einem Rudel von sechs Tieren wären das 252 Kilo Fleisch in der Woche nach Ihrer Rechnung! Selbst wenn ein Rudel ein Reh pro Woche erlegt, haben sie dwazwischen viele Tage, in denen sie von "Kleinkram", Beeren, Exkrementen etc. leben - alles nicht besonders Proteinhaltig.

    Ich kenne auch keinen einzigen Zoo, in dem die Wölfe mit Trockenfutter ernährt werden. Vielleicht als Keks zwischendurch. Wieso sollte ich die Aussagen von Dr. Feddersen-Petersen infrage stellen, die sich jahrezehntelang mit der Ernährung und Haltung unterschiedlicher Caniden beschäftigt hat - und zwar auf wissenschaftlichem Niveau, nicht beiläufig und privat?
    Meine Informationen beruhen allesamt auf Gesprächen mit Ernährungsphysiologen, Fachtierärzten etc, die alle der Meinung sind, dass der momentane Wahn, Hunde mit möglichst viel Protein zu ernähren, Grund für die vielen Allergien sind. Das Beispiel mit dem Eintopf war ein Beispiel: Hunde waren deutlich gesünder, bevor sie mit "hochwertigem" Fleisch ernährt wurden - sie brauchen nämlich Innereien, nicht so viel Muskelfleisch. Je "magerer" Hunde ernährt werden, desto besser (in Reis sind viele B-Vitamine, Kalium, Phosphor und Calcium enthalten, noch dazu entgiftet Reis und kann Ungleichheiten in der Ernährung sehr gut usgleichen). Der Vergleich mit Ihren Hunden ist in dieser Diskussion nicht sehr nützlich, denn weder kann ich mir Ihre Hunde ansehen, noch könnte ich beweisen, wie die Hunde früher aussahen. Aber jeder Tierarzt bestätigt Ihnen, dass die Allergien zugenommen haben in den letzten 30 Jahren, obwohl die Hunde nie mit einem solchen Aufwand ernährt wurden, wie heutzutage. Und doch: Der Hund ist im wissenschafltichen Sinne ein "Reste-Vertilger", so, wie der Wolf im wissenschaftlichen Sinne ein "Allesfresser" ist. Nur die Katze ist ein reiner Fleischfresser, in derenDarm nicht einmal die notwendigen Enzyme vorhanden sind, um Getreide aufzuspakten und zu verdauen. Was der Grund ist, warum so viele Katzen an Harnsäure-Problemen erkranken oder sogar sterben. Aber das ist ein anderes Thema.

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  10. Ich habe mir die Zahlen zur Ernährung der Wölfe nicht ausgedacht, sondern beziehe mich ebenfalls auf wissenschaftliche Angaben – die Quelle habe ich sogar angegeben. David Mech kann nun wirklich nicht als Laie in der Wolfsforschung bezeichnet werden. Es gibt sogar Forscher, die von noch höheren Werten ausgehen, Henryk Orkama berichtet z. B. von einem täglichen Verzehr von bis zu 8,4 kg pro Tier. Selbst unsere etwas kleineren heimischen Wölfe in der Lausitz fressen täglich 2–3 kg Beute (Quelle: http://www.wolfsregion-lausitz.de/biologie-und-lebensweise/ernaehrung). Ein Hase wiegt zwischen 1,5 und 7 kg. Damit kommt nicht einmal ein heimischer Wolf eine Woche lang hin… jedenfalls nicht auf Dauer. Wölfe benötigen viel mehr Futter als Hunde. Hinzu kommt, dass Hasen sehr fettarm sind. Sie können sogar bei Menschen eine „Proteinvergiftung“ hervorrufen, wenn man sich nur davon ernährt. Das Phänomen ist unter dem Begriff „Kaninchenhunger“ bekannt. Ein Wolf würde nicht alt werden, würde er über einen längeren Zeitraum wöchentlich nur einen Hasen bekommen.

    Kein Mensch hat behauptet, Hunde müssten nur Muskelfleisch fressen – also ich jedenfalls nicht. Genau das wäre ja falsch. Eine solche Ernährung wäre für einen Hund fatal und würde jeglicher Vernunft entbehren. Ein sinnvoller BARF-Futterplan enthält ca. 40 % DURCHWACHSENES Muskelfleisch. Es muss also sehr fetthaltig sein. Damit hat es einen eher geringen Proteinanteil, geringer sogar als Innereien… Der Rest der Nahrung besteht aus Pansen, Innereien, Knochen und Gemüse sowie Obst, hochwertigen Ölen, ab und zu einem Ei und auch mal ein paar Milchprodukte und Kräuter sowie Algen. Essensreste können ruhig auch mal in den Napf. Reis mag zwar einige Nährstoffe liefern, aber längst nicht so viele wie tierische Zutaten wie z. B. Leber oder Knochen. Außerdem enthält Reis eben auch Phytinsäure, die Calcium bindet. Außerdem liefert Reis minderwertige Eiweiße, die für den hündischen Organismus sogar schädlich sind. Noch dazu besteht er zu einem Großteil aus Kohlenhydraten, die die Zahnsteinbildung und Magendrehungen fördern. Natürlich kann ein gewisser Teil der Nahrung des Hundes dennoch aus Reis oder anderen Kohlenhydratquellen bestehen, aber mehr als 10 % sollten es auf keinen Fall sein.

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  11. Sie führen an, Hunde würden heutzutage häufiger an Allergien leiden. Die Frage ist, woran liegt das? Sind Sie wirklich der Meinung, dass das am Ernährungskonzept BARF liegt? Ein Konzept, das erst seit wenigen Jahren immer bekannter wird? Heute bekommen noch immer über 90 % aller Hunde in Deutschland ausschließlich Fertigfutter, d. h. die Hunde werden heute mit dem geringst möglichen Aufwand ernährt und nicht umgekehrt. Die Tierhalter sind zu faul, den Napf mit frischen Zutaten oder auch nur Essensresten (man kocht ja nicht einmal mehr selbst) zu füllen und kippen lieber trockene braune Getreidekugeln aus einer Tüte hinein. Viele Futtersorten enthalten Unmengen an Getreide und fragwürdige Zusatzstoffe, von denen einige im Verdacht stehen, Krebs zu erregen, Allergien auszulösen etc. Nahezu jedes Trockenfutter ist mit synthetischen Vitaminen versehen, in Farbe getaucht und enthält chemisch veränderte, hydrolisierte Proteine, die nichts mit natürlicher Ernährung zu tun haben. Noch dazu lassen viele Tierhalter ihre Hunde unnötigerweise jährlich impfen und injizieren ihren Hunden damit quecksilberhaltige Impfstoffe, die noch dazu mit Aluminium-Verbindungen und Fremdproteinen und allerlei anderen fragwürdigen Inhaltsstoffen versehen sind, sodass Allergien begünstigt werden. Vor 30 Jahren hingegen bekamen viel weniger Hunde Fertigfutter. Bei uns in den Neuen Bundesländern gab es bis kurz vor der Wende gar kein Fertigfutter. Die Hunde fraßen Essensreste und Schlachtabfälle, was für die Tiere wesentlich gesünder war, denn Hunde, die kein Fertigfutter fressen müssen, haben nachgewiesenermaßen eine verlängerte Lebensdauer von etwa 3 Jahren. Vor 30 Jahren ließ auch nicht flächendeckend jeder seinen Hund jedes Jahr mit einer 5-fach Impfung drangsalieren. Meinen Sie nicht, dass diese Faktoren einen größeren Einfluss haben, als der „Trend“ dem Hund an Stelle einer mit Lockstoffen, Konservierungsstoffen, Antioxidantien und Farbstoffen versehenen Getreidepampe auch mal ein Stück frisches Fleisch zu geben?

    Sie haben natürlich Recht, Sie kennen meine Hunde nicht. Aber ich werde gern jedem Tierarzt vorstellig, den Sie mir nennen und dieser wird Ihnen bestätigen, in welch hervorragendem Zustand sich meine Tiere befinden. Ein Vorher gibt es bei ihnen nicht. Sie fressen seitdem sie bei mir sind keine braunen, überteuerten Getreidekugeln mehr. Von meinem letzten Hund gibt es Vorher-Nachher-Bilder: Kahle Stellen im stumpfen Fell und Durchfall, als er noch ein Trockenfutter bekam und glänzendes Fell und super Verdauung seitdem er natürliches Futter fraß. Meine jetzigen Hunde haben eine fantastische Figur, sind gut bemuskelt, sehr ausdauernd (sogar mein kleiner Schoßhund schafft locker 10 km am Rad), haben tolles, glänzendes Fell, saubere Zähne, wohlgeformten, wurmfreien Output und sogar die Blutwerte sind optimal. Aber meine Hunde werden auch nicht mit Reissuppe, Trockenfutter oder reinem Muskelfleisch ernährt. Sie werden ihren Bedürfnissen entsprechend versorgt und leiden weder einen Mangel, noch eine Überversorgung. Und das sieht man ihnen an!

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  12. Hallo Nd nein Dein Fall mit Eukanuba war kein einzel Fall auch mein Hund hat durch Eukanuba eine Futtermittelallergie,hatte ständig Duchfall und wollte das Futter nicht mehr. Mir tut heute noch das Geld leid was ich für Abfall bezahlt habe.

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  13. Frau von der Leyen, merken Sie denn nicht einmal selbst, nun wo Sie es geschrieben haben, dass Ihre 30 Jahre ziemlich exakt der Einführung der "High-Tech-Futter" entsprechen? Vorher wurden Hunde, wie Sie korrekt schreiben, selbst ernährt, später begann der Siegeszug der Fertigfutter - und der ernährungsbedingten Krankheiten.

    Wie schon geschrieben wurde - es wird hier im Blog sogar vorgerechnet - enthält eine Rohfuttermahlzeit nicht zwingend mehr Protein als ein Fertigfutter; im Gegenteil enthalten viele Trockenfutter wesentlich mehr Protein als ein Hund laut wissenschaftlicher Literatur braucht.

    Unbestritten fressen Wölfe mehr als Hunde, das hat schon Trumler an Zwingerwölfen und Zwingerhunden beobachtet. Hunde fressen pro Mahlzeit weniger als Wölfe und brauchen auch weniger (bei gleichen Haltungsbedingungen). Nach mehreren Untersuchungen nehmen Wölfe zwischen 10 und 20 % ihres Gewichtes pro Tag zu sich wenn Nahrung vorhanden ist; sie nehmen also zeitweise sehr viel Protein zu sich, zeitweise aber auch sehr wenig. Für Hunde, die täglich gefüttert werden, bedeutet dies, einen Mittelwert zu füttern der dem Proteinbedarf ebenso gerecht wird wie dem Energiebedarf (Wölfe sind, im Gegensatz zu Hunden, nicht jeden Tag unterwegs sondern bewegen sich nach einer erfolgreichen Jagd auch oft einige Tage nicht viel). Sie bewegen sich dann wenn sie hungrig sind, zehren dann von den körpereigenen Proteinen die sie anschließend über die Beute wieder erneuern müssen. Sie haben also viel Protein zur Verfügung wenn sie ruhen und wenig wenn sie wandern. Für den Hund wird, wie gesagt also ein Mittelwert angestrebt da sie sich täglich bewegen, aber auch täglich Futter bekommen. Leider sind dies alles Faktoren von denen die meisten "Fachtierärzte" noch nicht einmal gehört haben.

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  14. Weil es so schön zum Thema passte, hier eine Grafik, die zeigt, was Wölfe in Deutschland so fressen: http://tinyurl.com/b7x5otr

    Hase: 3,4 %... Der Großteil seiner Nahrung besteht natürlich aus recht großen Beutetieren wie Reh, Hirsch, Wildschwein.

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  15. Hallo zusammen.Ich habe bestimmt 15 Jahre trocken gefüttert bis ich dann zufällig auf einer Ausstellung was vom barfen hörte. Hab dann erst viele Bücher gelesen bevor ich begann.Das Resultat war sehr gut. Glänzendes Fell,gute Figur,nicht mehr aus dem Maul stinkend. Barfe jetzt seit ungefähr 1 Jahr nicht mehr und man sieht es am Fell,sie stinken aus dem Maul. Einer meiner Französischen Bulldogge ist sogar hyperaktiv geworden so das ich jetzt beschlossen hab wieder anzufangen. Warum hab ich aufgehört? Wir zogen nach Südafrika und es war für mich schwer an das Fleisch ran zu kommen speziel Innereien weil die Schwarzen alles essen. Jetzt hab ich aber eine neue Quelle gefunden und werde wieder umstellen. Für mich das einzig Wahre.

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  16. Ich bin einfach nur BEGEISTERT von dieser tollen Seite , und dieser tollen Frau , die dahinter steckt !

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  17. Obwohl seit dem letzten Kommentar einige Zeit verstrichen ist möchte ich gerne meine Erfahrung mit "vorher-nachher" schildern. Meine Hündin ist 5 Jahre alt. Im ersten Jahr bekam sie ausschließlich sog. Premiumfutter (u.a. auch die o.g. Marke) in Form von Trockenf. und Dosenfutter. Sie litt in dieser Zeit an ständigem Juckreiz, Blähungen, Ohren- und Augenentzündungen etc. Auch das Fell ließ sehr zu wünschen übrig. Seit nunmehr 4 Jahren hab ich auf BARF umgestellt. Sicher ist es etwas aufwändiger als einfach eine Tüte bzw. Dose zu öffnen. Doch der Erfolg ist die Mühe allemal wert. Mein Hund ist seitdem kerngesund, die Blutwerte top, das Fell in bestem Zustand und der Juckreiz, die Blähungen etc. waren schon bald nach der Umstellung völlig verschwunden - was will man mehr?! :-) All das verdanke ich (bzw. mein Hund;-) dem Barfrechner hier im Blog, ohne den ich wohl nie den Mut gehabt hätte, das Futter umzustellen. Auf diesem Weg nochmals vielen Dank für all diese hervorragenden Informationen, die Arbeit und Mühe!

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  18. Es freut mich wirklich außerordentlich, dass ich dazu beitragen konnte, dass es Deinem Hund besser geht! Ich habe ja mit BARF eine ähnliche Erfahrung gemacht. Drück Deinen Vierbeiner von mir. Ich wünsche Euch weiterhin alles Gute.

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  19. Manche Leute sollte man vielleicht einfach überlesen...

    Die mitochondriale Dna des Hundes stimmt zu 99,8% mit der des Wolfes überein- wobei die 0,2% Unterschied wohl eher für Habitus und verhalten drauf gehen.
    Die Behauptung, dass Hunde sich mit Wölfen nicht verpaaren können oder wollen, ist schlicht falsch. Es wurden bei polnischen Wölfen im Genmaterial Spuren des Canis familiaris nachgewiesen.

    Frau von der Leyen- Ihren Blinddarm brauchen Sie. Dringend und zwingend. Theoretische könnten Sie auch Baumrinde verdauen, da es genau die gleichen Enzyme wie vor 50 000 Jahren sind, die dort produziert werden. Jeden Apfel- jedes Blatt Salat verdauen Sie mit Hilfe des Blinddarms- mit Enzymen, die von der Natur vor tausenden von Jahren erfunden wurden. Was Sie nicht brauchen nennt sich "Wurmfortsatz" ;-)

    Der Hund ist und bleibt biologisch gesehen ein Fleischfresser und Beutereisser- erkennbar an seinem Gebiss. Das Gebiss eines Allesfressers sieht anders aus- siehe Mensch. Ich persönlich habe keine echten Reisszähne mehr- vielleicht ist das bei Ihnen anders.

    Zivilisationserkrankungen sind in der Hauptursache Folgen der Ernährung- im Falle des Hundes wohl eher die Fehlernährung durch Fertigfutter. Das ist beim Menschen so- warum sollte es beim Hund plötzliche anders sein?

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  20. Super Artikel. Eigentlich alle Arktikel hier. Klasse. Danke dafür :-)

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  21. Ich kann es auch nur bestätigen. Unser Hunde wurde vom Züchter mit Eukanuba gefüttert, deshalb haben wir das auch so übernommen. Er hat es aber nicht vertragen. Er hatte ständig Durchfälle, oft Erbrochen (ca. 4-5 mal pro Woche), mattes, glanzloses Fell, Schuppen und war ständig krank.
    Deshalb haben wir lange nach einem guten Trockenfutter gesucht, hatten verschiedene ausprobiert (bis er ca. 2 1/2 Jahre alt war), bis wir beim barfen gelandet sind. Dadurch geht es ihm deutlich besser.
    Ich führe zum Teil auch seine heftigen Allergien und schlechtes Immunsystem auf das falsche Futter zurück. Seit er gebarft wird war, ist er kaum noch krank, mit Allergien hat er leider immer noch große Probleme. Ansonsten ist er mit seinen 9 Jahren fit wie ein Turnschuh und ich hoffe, dass das noch lange so bleibt!
    Unser nächster Hund wird auf jeden Fall von Anfang an gebarft!

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