BARF-Mythos #2: Barfen sei zu teuer

Beim Thema Hundefütterung scheiden sich die Geister. Jeder Hersteller ist der Meinung, das beste Futter zu produzieren und jeder Tierarzt ist sich sicher, das beste Futter zu empfehlen. Dabei gerät immer wieder das Thema BARF in die Kritik. Es gibt eine Reihe von Mythen um diese Ernährungsform, die jedoch meist in das Reich der Märchen und Sagen gehören, aber dennoch oft von Kritikern aufgeführt werden. Gehen wir den Vorurteilen doch mal auf den Grund und schauen sie uns etwas genauer an. Denn meistens sind sie wirklich frei erfunden und verunsichern Tierhalter nur sinnlos...

BARF-Mythos #2: Barfen sei viel teurer als den Hund mit Fertigfutter zu ernähren

Es wird immer wieder behauptet, dass BARF gegenüber Fertigfutter einfach viel zu teuer wäre. Die monatlichen Kosten wären kaum tragbar, vor allem für große Hunde wie Rhodesian Ridgebacks. Aber stimmt diese Aussage wirklich? Und wenn ja, wie kommt das? Ein Vergleich fällt hier sehr leicht, denn jeder Hersteller gibt entsprechende Fütterungsempfehlungen bekannt, die Preise der Futtersorten sind ebenfalls leicht zusammen zu tragen und so kann man eine ganz einfach eine Vergleichskalkulation erstellen:

Kosten mit BARF

Bayo frisst monatlich 6 kg Muskelfleisch (2,80 €/kg), 2,8 kg Pansen (1,55 €/kg), 2 kg Innereien (1,50 €/kg),  2 kg rohe fleischige Knochen (1,50 €/kg), 3 kg Obst/Gemüse (2,00 €/kg), etwas über 1 kg Butter oder Schweineschmalz (5,13 €/kg), 500 g Hirse (4,00 €/kg) oder 2kg Kartoffeln (1,20 €/kg) und dazu noch etwas Öl oder Kräuter. Die Knochen und das Fett bekomme ich eigentlich geschenkt, weshalb meine Kosten noch etwas geringer sind, aber grundsätzlich kann man sagen:

⇒ Monatliche Kosten: 45 €


Kosten mit Trockenfutter

Auf dem Fertigfutter-Markt gibt es eine nahezu unendliche Auswahl an Trockenfuttern – vom so genannten Supermarkt-Futter bis hin zur Premiumqualität. Die Preise für die einzelnen Futtersorten unterscheiden sich sehr stark. Daher erstelle ich mal eine Übersicht verschiedener Trockenfuttersorten:
  • Pedigree Complete Adult Maxi mit Geflügel & Reis (2,00 €/kg), 400 g/Tag = 25,20 €
  • Marengo Premium (3,89 €/kg), 400 g/Tag = 46,68 €
  • Platinum Adult Lamb & Rice (3,53 €/kg), 460 g/Tag = 48,71 €
  • Orijen Adult (5,11 €/kg), 400 g/Tag = 61,32 €
  • Hill's Canine Adult Large Breed Huhn (4,04 €/kg), 405 g/Tag = 49,09 €
  • Lupovet Poulet Suisse (4,07 €/kg), 420 g/Tag = 51,28 €

⇒ Monatliche Kosten: 25–58 €

Kosten mit Dosenfutter

Auch Feuchtfutter gibt es in unterschiedlichen Preiskategorien, meist ist es deutlich teurer als Trockenfutter, es enthält jedoch oftmals auch viel mehr Fleisch:
  • Pedigree Pur (2,50 €/kg), 1.600 g/Tag = 112,00 €
  • Marengo Wolfshappen (6,50 €/kg), 600 g/Tag* = 109,20 €
  • Terra Canis (4,70 €/kg), 760 g/Tag = 100,02 €
  • Lunderland (4,00 €/kg), 760 g/Tag* =  85,12 €
  • Hill's Canine Adult (5,40 €/kg)), 1.875 g/Tag = 283,50 €
*kein Alleinfutter, weitere Kosten für Gemüse + Mineralstoffmischung kommen hinzu, ca. 10 €/Monat


⇒ Monatliche Kosten: 95–240 €


Kritische Betrachtung

Die Zusammensetzung

Wie man sieht, bestehen deutliche Preisunterschiede zwischen den einzelnen Futtersorten und Fütterungsarten. Wie kommt es aber dazu? Ganz einfach, wenn ein Futter zu einem sehr günstigen Preis angeboten wird, dann enthält es schlichtweg wenig der preistreibenden Komponenten im Futter: Fleisch & Co. Das macht natürlich den Vergleich der Futtersorten einzig und allein bezogen auf den Preis etwas schwierig. Ein Vergleich der eingesetzten tierischen Komponenten im Futter gibt jedoch Aufschluss:

BARF: 77%

Trockenfutter:
  • Pedigree Complete Adult Maxi mit Geflügel & Reis: keine Angabe, Hauptbestandteil Getreide
  • Marengo Premium: 60 % (in der Feuchtsubstanz)
  • Platinum Adult Lamb & Rice: 70 %
  • Orijen Adult: 70 %
  • Hill's Canine Adult Large Breed Huhn: 30 %
Dosenfutter:
  • Pedigree Pur: 60 %
  • Hill's Canine Adult: 12 %
  • Marengo Wolfshappen: 70 %*
  • Terra Canis: 50 %
  • Lunderland: 70 %*
*kein Alleinfutter: Gemüse muss hinzugefügt werden, ca. 30%

Wenn man nun z. B. BARF mit dem preiswerten Trockenfutter von Pedigree vergleichen will, dann vergleicht man Äpfel mit Birnen, denn das Trockenfutter von Pedigree enthält kaum Fleisch & Co.: es besteht zum Großteil aus Getreide und bei dem enthaltenen tierischen Anteil weiß man nicht, ob es sich um wertvolle Bestandteile handelt, oder einfach nur bindegewebsreiche Schlachtabfälle. Würde man eine BARF-Mahlzeit erstellen, die nur 10 % Fleisch enthält und zu 90 % aus Reis besteht, dann wäre diese noch billiger als das billigste Trockenfutter….


Die Deklaration

Selbst bei den hochwertigen Futtersorten (Anteil tierischer Erzeugnisse > 50%) muss man aufpassen, denn die Angabe des Fleischanteils ist oft irreführend. Einige Hersteller wiegen den Fleischanteil als Feuchtmasse, den Getreide-Anteil allerdings als Trockenmasse: so verschiebt sich das Ergebnis natürlich zugunsten des angegebenen Fleischanteils.

Hier ein kleines Rechenbeispiel dazu:
Eine Futterration besteht in der Feuchtmasse aus 200 g Hirseflocken und 800 g Fleisch. Sie enthält somit     80 % Fleisch. Verarbeitet man diese Masse nun zu einem Trockenfutter, dann erhält man ca. 600 g einer trockenen Masse, die zu 200 g aus Hirseflocken und nur noch 320 g aus Fleisch besteht. Dieses Trockenfutter hat also bei einer Betrachtung der Trockenmasse nur noch 62 % Fleisch. Bei BARF ist es übrigens umgekehrt, denn Gemüse/Obst enthält noch mehr Wassser als Fleisch: 200 g Gemüse und 800 g Fleisch ergeben in der Trockenmasse ein Verhältnis von 91 % Fleisch zu 9 % Gemüse.

Außerdem weiß man leider selten, welche tierischen  Komponenten im Fertigfutter vorkommen und selbst wenn die Hersteller die Inhaltsstoffe offen deklarieren, sind die Inhaltsstoffe nicht immer wirklich ernährungsphysiologisch sinnvoll für den Hund. Marengo Premium ist z. B. im Vergleich zu BARF preiswerter und es enthält auch 60 % tierische Zutaten (jedenfalls in der Feuchtsubstanz), aber die bestehen fast ausschließlich aus Rindergrieben. Das sind s. g. bindegewebsreiche Schlachtabfälle, die man gemäß wissenschaftlicher Erkenntnisse1 nur in Maßen füttern sollte.

Eigentlich ist BARF nur mit s. g. Vollfleischdosen vergleichbar, bei denen man wirklich weiß, welche Zutaten verarbeitet wurden und mit denen man einen wirklich hohen Fleischanteil im Futter sicherstellen kann: aber wie die Berechnung zeigt, ist die Fütterung derartiger Dosen deutlich preisintensiver als BARF.


Kann gutes Futter wirklich billig sein?

Dass BARF eigentlich gar nicht teurer sein kann als ein wirklich vergleichbares, hochwertiges Futter mit einem hohen Fleischanteil, hat einen ganz einfachen betriebswirtschaftlichen Hintergrund:

Wenn man 1 kg Fleisch kauft, zahlt man dafür eben ca. 2,80 €/kg. Als Trockenmasse kostet 1 kg Fleisch dann ca. 6,50 €. Ein Futtermittelhersteller verfügt sicherlich über andere Einkaufskonditionen, aber auch er wird das Fleisch nicht geschenkt bekommen. Der Hersteller muss die Zutaten verarbeiten, in Dosen abfüllen oder zu Brocken pressen, das Produkt verpacken und lagern. Er muss das Futter vermarkten (hat also Marketing- und Vertriebsausgaben) und es von A nach B transportieren lassen. Dadurch entstehen entsprechende Kosten, die natürlich auf das Produkt umgelegt werden. Außerdem möchte der Hersteller natürlich gern noch etwas an dem Futter verdienen - ein weiterer Preisaufschlag. Der Händler, an den der Hersteller das Futter vertreibt, hat auch gewissen Kosten (Lagerkosten, Personalkosten, etc.) zu decken und so nimmt auch er einen Preisaufschlag vor. Diese Aufschläge spiegeln sich in jedem Futter wider.

Wie soll es also möglich sein, dass der Kilopreis eines Futters preiswerter sein soll als unverarbeitetes Fleisch (1 kg Trockenfleisch = 6,50 €)? Das ist schlichtweg nicht möglich und deswegen ist die Ursache für geringe Preise auch schnell identifiziert: zu wenig Fleisch im Futter.

Fazit

Wie die Berechnung zeigt, liegen die absoluten monatlichen Kosten mit BARF eher im Mittelfeld. Was man jedoch bedenken sollte, ist die Zusammensetzung des Futters. Hunde sind bekanntermaßen Karnivore, d. h. sie ernähren sich hauptsächlich von Fleisch & Co. Sie fressen natürlich auch andere Futterkomponenten, aber tierische Bestandteile sollten den Hauptteil der Nahrung ausmachen. Das gewährleisten nur Futtersorten, die noch teurer sind als BARF...

Ergo: BARF ist preiswerter als vergleichbare Fertigfutter!

Weitere BARF-Mythen?
BARF-Mythos #1: zu viel Fleisch, zu viel Eiweiß
BARF-Mythos #3: Rohes Fleisch macht Hunde krank
BARF-Mythos #4: Nicht alle Nährstoffe im richtigen Verhältnis
BARF-Mythos #5: Fleisch macht Hunde aggressiv

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1 Meyer/Zentek (2005): Ernährung des Hundes, S.102 f.: "... Die genannten bindegewebsreichen Schlachtabfälle [u.a. Grieben] sind weniger wertvoll als die Mägen [Pansen, Blättermagen]. Sie sind zwar eiweißreich, doch das Eiweiß hat eine weniger günstige Aminosäurenzusammensetzung und wegen kreuzförmiger Vernetzung der Eiweißfäden auch eine geringere Verdaulichkeit. [...] Die Mineralstoff- und Vitaminausstattung ist ungünstiger als beim Fleisch. [...] Bei einseitiger Fütterung steigt der Besatz an Clostridien, auch im Dünndarm, außerdem kommt es infolge verstärkter mikrobieller Umsetzungen im Dickdarm zu Flatulenz und schmierigem, übel riechendem, oft dunkel bis schwarz gefärbtem Kot. In der Ration sollten nicht mehr als 4-5 g Trockensubstanz/kg KM/Tag aus diesen Produkten stammen."


Kommentare

  1. Ich wohne derzeit im Ruhrgebiet und ab übernächsten Monat in Niedersachsen (Emsland).
    Bisher bin ich auf hiesige Supermärkte angewiesen, da unsere Metzgereien nicht mehr selber schlachten dürfen und somit auch keine günstigen Schlachtabfälle anbieten. Ich zahle meistens 6-7 EUro pro Kilo Fleisch. Manchmal wenn ich viel Glück habe auch nur 3,99 Euro.
    Irgendwas mache ich also falsch. :-(
    Zudem habe ich das Gefühl (nach dem lesen Deiner Zeilen), viel zuviel Fleisch zu verfüttern.
    Gizmo wiegt 15 Kilo bei einem Stockmaß von ca. 50-55cm. Er ist viel zu dünn, deswegen verfüttere ich unter anderem 500g pures Fleisch an Gizmo und zusätzlich fleischige Knochen. Weil er so mager ist berechne ich 4% von seinem Körpergewicht für seinen täglichen Bedarf. Dann kommt noch der Kleine dazu, der 180g pures Fleisch plus Knochen erhält. Das heißt incl. Knochen geht da täglich ein Kilo drauf.
    Aber Dein Hund wiegt 38kg wenn ich es richtig in Erinnerung habe und bekommt nur 6kg pures Fleisch monatlich!?
    Please, help me !!!
    LG Nicky, Gizmo & Murphy :-)

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  2. Ich versuch´s mal, aber wie gesagt: ich bin kein Tierarzt!

    Also, ich bestelle mein Fleisch bei verschiedenen Internet-Anbietern (z. B. Futterfleisch-Sachsen, Tierhotel). Ich mache das seit Jahren so und habe nur gute Erfahrungen gemacht. Die Preise dort sind wesentlich günstiger als im Supermarkt. Man benötigt halt eine Gefriertruhe, weil eine Bestellung im Internet Versandkosten verursacht, die natürlich am geringsten sind, je mehr (max. 28 kg pro Paket) man bestellt. 28 kg Fleisch passen in eine kleine, handelsübliche Gefriertruhe.

    Wenn Dein 15 kg-Hund extrem viel Fleisch benötigt (es gilt zwar: je kleiner ein Hund ist, desto höher ist sein Bedarf – aber nicht so extrem) und immer noch zu dünn ist, dann kann das mehrere Ursachen haben. Es könnte ein Parasitenbefall vorliegen (Kotprobe beim Tierarzt untersuchen lassen) oder dem Hund könnte eine Energiequelle in Form von Fett oder Kohlehydraten fehlen. Einerseits ist das ungünstig, weil bei der Nutzung von Proteinen als Energiequelle die Nieren belastet werden und andererseits ist Muskelfleisch natürlich ziemlich teuer. Ist das Fleisch, was Du fütterst denn recht mager? Es sollte ca. 25 % Fett haben. Erfahrungsgemäß ist das Fleisch, was die meisten Barfer verfüttern, einfach zu mager. Das führt dann u. U. zu solch hohen Futtermengen.

    Nur um Dir eine Vorstellung zu geben: wenn ein 25 kg Hund 1h lang mit ca. 15 km/h trabt, dann verbraucht er dabei 1.600 kJ, macht ca. 40 g Fett.

    Wenn Dein Hund gesund ist (bitte vom TA checken lassen!) und ein Parasitenbefall ausgeschlossen ist, dann würde ich versuchen, ihm mehr Fett zu geben oder mehr Kohlenhydrate. Du könntest ihm täglich z. B. 30 g Butter oder Schweineschmalz zum Futter dazu geben oder eben 60 g Reis oder Hirse. Hunde vertragen viel Fett, nämlich bis zu 10 g pro kg KM. Dein Hund verträgt also theoretisch bis zu 150 g am Tag. Bitte nicht sofort so viel Fett geben, sondern die Dosis stufenweise erhöhen und den Output des Hundes im Auge behalten. Wenn Du die Fettration weiter erhöht hast (wenn überhaupt nötig, vielleicht reichen die 30 g Fett schon) und der Hund beginnt, zuzunehmen, dann solltest Du die Fleischmenge wieder reduzieren, auf ca. 2%-2,5%, aber das Fett weiter füttern. Lies mal den Beitrag BARF Mythos #1, dort sieht man, dass der Eiweißbedarf mit 2-3% Futter und 1 Fastentag sowie 1 Gemüsetag pro Woche locker gedeckt wird, also keine Angst, dass der Hund mit 2,5% zu wenig Eiweiß bekommt.

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  3. Vielen Dank, ich hab jetzt versehentlich Butterschmalz gekauft. Aber das geht doch sicher auch oder? Ich bilde mir sogar ein schon kleine Erfolge zu sehen. An Fleisch füttere ich Lamm, Rind, Bullenfleisch, Rinderpansen, Rinderhackfleisch usw. Pute und Geflügel allgemein mag er leider überhaupt nicht, genauso wenig wie Innereien. Das spuckt er (im Gegensatz zu dem kleinen Dicken, der ALLES frisst) alles aus oder lässt er links liegen.
    Obst fütter ich gar nicht. Großer Fehler?
    Ich pürier immer verschiedene Salate und Gemüse(Rukkula, Eisbergsat,Möhren, Blumenkohl) immer mit Oliven- oder Rapsöl, regelmäßig ein ganzes Ei dazu, auch gemahlene Haselnüsse. Jetzt noch zusätzlich 30g Butterschmalz dazu und in der ganzen Pampe wälze ich dann das Fleisch.
    Hab mal die Tabelle angeklickt mit der man Futterpläne erstellen kann, aber leider kann ich ich in die unterlegten Felder nix reinklicken, funktioniert aus irgendwelchen ominösen Gründen leider nicht. :-(

    Freu mich sehr auf eine Antwort und vielen Dank für die bisherigen guten und lieben Ratschläge. :-)

    LG Nicky

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  4. Hallo Nicky,

    Butterschmalz geht auch, ja. Dass Dein Hund kein Geflügel mag, ist nicht so schlimm. Du scheinst ja verschiedene Teile von Lamm und Rind zu füttern. Das ist schon OK. Schade, dass er keine Innereien frisst. Die enthalten viele wichtige Nährstoffe. Frisst er gar keine? Weder Leber, noch Niere, noch Milz? Statt der Leber könntest Du ab und zu etwas Lebertran mit über das Futter geben. Oder Du versuchst mal, die Innereien zu überbrühen. Wie lange fütterst Du schon frisch? Manchmal dauert es auch einfach, bis die Hunde wirklich "auf den Geschmack kommen". Neo wollte anfangs weder Geflügel, noch Innereien und erst recht kein Gemüse. Nach einiger Zeit tropfte ihm der Zahn, wenn er die Gemüsedose oder die Hühnerflügel sah :-)

    Dass Dein Hund kein Obst bekommt, halte ich für unproblematisch. Bei uns gibt es auch eher Gemüse als Obst. Gemüse liefert auch Vitamine, Rohfaser und sekundäre Pflanzenstoffe.

    Ich habe die Excel-Tabelle gerade noch einmal getestet. Sie sollte eigentlich funktionieren. Sie wurde auch schon das eine oder andere Mal herunter geladen und das Problem hat mir noch keiner gemeldet.

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  5. P.S.
    Wie verhält es sich eigentlich derzeit mit dem barfen und dem EHEC (...)???
    Noch füttere ich alles roh, auch Rind und Salat.
    Aber langsam bekomme ich Bedenken. :-(

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  6. Dazu kannst Du mal folgenden Beitrag lesen: http://mashanga-burhani.blogspot.com/2011/05/barf-mythos-3-rohes-fleisch-mache-hunde.html

    Ich habe extra noch einen Absatz zur derzeitigen EHEC-Thematik am Ende eingefügt.

    Bei uns gibt es nach wie vor alles roh...

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  7. Hallo.
    Tolle Seite! Ich barfe erst seit drei Wochen und bin extrem verunsichert, ob ich alles richtig mache. Ich bin mal so dreist und stelle einige Fragen, in der Hoffnung Du antwortest mir.
    Mein Schäferhund 40 kg Mittelmäßig aktiv bekommt insgesamt 2800g Fleisch/Woche (Maulfleisch, Rinderhack, Geflügel, Lachs, Sardinen usw. bsp. 560g Muskelfleisch Montag, 360g. Rinderhack und 200g Sardinen Dienstag....), 1120 Pansen und Blättermagen 840g Innereien und 840 RFK. Da ich erst angefangen habe, gebe ich ihm z.Z. 6g Calcium (Algenkal mit 33 % Calcium) / Tag, 1. Frage: reicht das?
    2. Frage: Gebe ich zuviel an Muskelfleisch? Ich gebe tgl. ca. 50-60 g. Butterschmalz, Kokosfett oder Schweineschmalz mit dazu. Ok?
    Ich danke Dir für Deine Antwort!
    LG

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  8. Günstiger ist es wirklich. Mit einem guten Nassfutter wäre die Fütterung quasi unbezahlbar bei drei großen Hunden. Ein Trockenfutter, zumindest das was ich wählen würde, wäre auf jeden Fall auch teurer und mit der Rohfütterung ist es de facto am günstigsten. Allerdings füttere ich auch kein Bio-Fleisch, das wäre dann wiederum leider zu teuer.

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  9. Mensch, Tanja, Du bist ja grad echt im Kommentierwahn ;)

    Bio-Fleisch ist natürlich teurer. Aber da darf man dann auch nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, sondern müsste ein Bio-Futter mit ähnlichem Fleischanteil (gibt es ja ohnehin nicht) mit den Kosten für Bio-BARF vergleichen. Es gibt ein Bio-Trockenfutter von Herrmanns. Da kostetn 5 kg über 50 Euro... und es hat weit weniger Tierisches als BARF.

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  10. Hallo Nadine,

    toller Blog, ich lese hier wirklich gerne mit, vielen Dank für die vielen Tipps :)
    Ich habe hier genau das gleiche Problem, ich füttere Lola seit Anfang des Jahres mit BARF(immer in der Hoffnung alles richtig zu machen) aber sie ist einfach viel zu dünn, ich habe vor einem Monat ihre Futtermenge auf von 3% auf 4% des Körpergewichts erhöht und sie nimmt trotzdem nicht zu :( (Wenn dann ganz minimal und wird sofort wieder dünner, sobald sie aktiver war).
    Ich habe gerade mal geschaut und gesehen, dass das Fleisch das sie bekommt nur 16% Fett hat. Das bedeutet wohl, dass das viel zu mager ist?! Ich versuche schon immer mit Kokosfett entgegen zu wirken, aber das führt nicht zum Erfolg. Ich versuche es erstmal mit Schweineschmalz und wir gehen nächste Woche zum Tierarzt.

    Um ehrlich zu sein, bin ich gerade sehr verunsichert und weiß mir gar nicht zu helfen.

    Viele Grüße,

    Lydia und Lola

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