Wie wichtig sind Obst & Gemüse beim Barfen?



Wenn es um pflanzliche Zutaten in der Ernährung von Hunden geht, scheiden sich die Geister. Man findet alle Extreme: Von der komplett veganen Ernährung eines Hundes, über riesige pflanzliche Anteile im Futter bis hin zur reinen Fleisch-, Knochen- und Innereienfütterung.


Manch einer argumentiert, der Hund sei im Laufe der Domestikation derart an pflanzliche Kost gewöhnt worden, dass es überhaupt kein Problem sei, den Hund hauptsächlich oder gar vollständig damit zu versorgen. Andere meinen, der Hund sei wie sein Vorfahre der Wolf kein reiner Fleischfresser und daher müsse er auch pflanzliche Inhaltsstoffe zu sich nehmen, schließlich würde der Wolf gleich zuerst den Mageninhalt seiner Beute fressen (das ist eine Mär, die sich hartnäckig hält: der Mageninhalt wird vom Wolf verschmäht[1], wenn das Beutetier nicht zu klein ist). Und die nächste Gruppe ist der Meinung, dass Wölfe nur dann pflanzliche Nahrung zu sich nehmen, wenn es nicht anders ginge – also in Notsituationen, weshalb man einem Hund dies nicht zumuten müsse.

Nun, die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo in der Mitte. Beim Barfen geht es darum, die natürliche Nahrung eines Beutefressers nachzustellen. Da dieser seine Beute mit Haut und Haar frisst und zudem auch noch Kot von Pflanzenfressern oder Beeren und Gras, sollte man auch bei BARF entsprechende schwer verdauliche Komponenten bereitstellen. In Studien wurde der Kot von Wölfen untersucht. Aus einer dieser Studien geht z. B. hervor, dass sich in der Losung der Tiere 0,3 % Beeren, 1,9 % Pflanzenmaterial und etwa 3,4 % anderen Bestandteile wie Blätter, Äste und Steine befinden.[2] Das ist nicht gleichzusetzen mit dem Anteil dieser Dinge in der Nahrung, denn im Kot sind schließlich nur die unverdaulichen Reste von Nahrung nachweisbar. Das bedeutet, dass ein Wolf weit mehr als 0,3 % Beeren aufnehmen muss, um im Kot 0,3 % nachweisen zu können.
Warum Wölfe "freiwillig" Pflanzenmaterial und andere unverdauliche Bestandteile aufnehmen, ist nicht bekannt. Man vermutet, dass diese Dinge den Darm von Parasiten und Haaren befreien oder als Brechmittel dienen.[1]


Ballaststoffe beeinflussen die Verdauung

Egal, welcher Theorie man glauben schenken mag, Fakt ist, dass Hunde einen gewissen Teil an schwer- bzw. unverdaulichen Nahrungskomponenten benötigen. Diese erhöhen nämlich de Füllungsdruck im Verdauungskanal und fördern damit die Darmperistaltik und –passage. Man geht davon aus, dass ein Anteil von 1–1,5 % Rohfaser in der Trockenmasse des Futters vollkommen ausreichend ist.[3]

Außerdem benötigen Hunde unverdauliche Faserstoffe zur Gesunderhaltung der Darmflora, da sich die "guten" Darmbakterien mittels mikrobieller Fermentation von bestimmten Faserstoffen ernähren.

Hohe Fasergehalte finden sich vor allem im Getreide, insbesondere in Kleie, aber auch in Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten sowie Nüssen und Samen. Allerdings führt man mit Getreide und Hülsenfrüchten dem Hund auch nicht unerhebliche Anteile minderwertiger Proteine zu, was negative Konsequenzen haben kann (siehe hier oder hier), weshalb sich Obst, Gemüse und in kleinen Mengen Nüsse sowie Samen besser als Rohfaserflieferanten eignen.

Wird der Anteil an Rohfaser zu groß, hat das wiederum Nachteile für den Hund, denn dadurch wird die Verdaulichkeit des Futters gesenkt. So geht mit einer Zunahme des Rohfasergehalts im Futter um 1 % in der Trockenmasse, die Verdaulichkeit des organischen Futteranteils um 1,6 % zurück.[4]

Das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Kotmenge: Je mehr unverdauliche Substanzen in der Nahrung sind, desto mehr muss der Hund natürlich wieder ausscheiden. Dabei können die Auswirkungen recht heftig sein – ein Absinken der Verdaulichkeit um etwa 10 % kann zu einer Verdoppelung der Kotmenge führen.[5]

Bei BARF muss man sich diesbezüglich jedoch keine Gedanken machen: Auch wenn der Anteil an Obst und Gemüse mit 20 % auf den ersten Blick recht hoch erscheint, sollte man sich vor Augen halten, woraus Obst und Gemüse hauptsächlich besteht, nämlich aus Wasser. Ein Apfel beispielsweise besteht zu 84 % aus Wasser, zu 0,2 % aus Fett, 0,3 % aus Rohprotein, 0,3 % aus Rohasche und 0,8 % aus Rohfaser. Das bedeutet, dass z. B. ein 30 kg Hund, für den in einer BARF-Ration etwa 120 g Obst und Gemüse am Tag vorgesehen sind, insgesamt etwa 1–2 g Rohfaser am Tag aufnimmt. Demnach wird weder die Verdaulichkeit des Futters negativ beeinflusst, noch die Kotmenge drastisch erhöht. Den größten Einfluss haben diese Komponenten wohl eher auf den Wasserhaushalt des Körpers.

Liefern Obst & Gemüse nicht auch wichtige Nährstoffe?

Viele Leute sind der Meinung, dass der pflanzliche Anteil in einer BARF-Mahlzeit äußerst wichtig wäre, um eine ausreichende Versorgung des Hundes mit wichtigen Nährstoffen zu gewährleisten. Sie stehen daher stundenlang in der Küche und schneiden und pürieren 100 verschiedene Obst- und Gemüsesorten, um die Vitaminversorgung sicherzustellen. Das ist aber gar nicht nötig. Ein Hund ist ein Beutefresser. Die wichtigsten Nährstoffe zieht der Hund daher aus Fleisch, Innereien und Knochen. Lässt man den pflanzlichen Anteil in der Nahrung weg, fehlt es dem Hund an keinem einzigen essenziellen Nährstoff, denn in den tierischen Komponenten ist alles enthalten, was er benötigt. Einzig Vitamin C findet sich nur in geringen Mengen darin. Aber gesunde Hunde benötigen das noch nicht einmal, denn sie können es selbst synthetisieren.

Wozu dann Obst & Gemüse füttern?

Nun könnte man schlussfolgern, dass man sich das Pürieren von Obst & Gemüse gänzlich sparen und dem Hund einfach Cellulose ins Futter geben könnte, damit er genügend Ballaststoffe zu sich nimmt. Ganz so wertlos sind Obst & Gemüse aber dann doch nicht. Sie sind zwar nicht in erster Linie für die Nährstoffversorgung notwendig, aber sie liefern eine ganze Reihe sekundärer Pflanzenstoffe, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken können, denn viele dieser bioaktiven Substanzen haben gesundheitsfördernde Eigenschaften.

So wirken z. B. Carotinoide, die vor allem in Karotten, Aprikosen, Grünkohl, Spinat und Kopfsalat vorkommen antioxidativ, immunstimulierend, antikanzerogen und verhindern Zellkernschädigungen.[6]
 
Phytosterine, die vor allem in Samen wie z. B. Sonnenblumenkernen oder Sesam zu finden sind, wirken ebenfalls krebshemmend und zudem Cholesterin-senkend.[7]

Auch Saponine (Hülsenfrüchte, Spinat, Knoblauch) haben gesundheitsfördernde Eigenschaften und wirken antikanzerogen, antimikrobiell, Cholesterin-senkend, immunmodulierend und entzündungshemmend.[8]

Phenolsäuren und Flavonoide, die in fast allen Pflanzen vorkommen, sind ebnso antikanzerogen, antimikrobiell und antioxidativ.[9]

Monoterpene, die vor allem in Obstsorten wie Äpfeln, Aprikosen, Himbeeren oder Heidelbeeren zu finden sind, wirken antikanzerogen.[10]

Sulfide (wie sie z. B. in Knoblauch vorkommen) haben ein breites Wirkungsspektrum und sind antikanzerogen, antimikrobiell, antioxidativ, antithrombotisch, immunmodulierend, entzündungshemmend, Cholesterin-senkend und verdauungsfördernd, indem sie den Speichelfluss und die Magensaftsekretion und die Darmperistaltik anregen. Außerdem haben sie im Fall von Knoblauch auch eine anthelminthische (gegen Würmer) Wirkung.[11]

Warum muss man das Gemüse pürieren?

Zum einen ist es so, dass viele Hunde eine ganze, rohe Karotte im Napf liegen lassen würden, hingegen das pürierte Gemüse, was am Fleisch klebt, mitgefressen wird. Zum anderen ist es so, dass bestimmte sekundäre Pflanzenstoffe besser aufgenommen werden können, wenn die Zellwände der Pflanzen zerschlagen sind. Das ist auch die Voraussetzung dafür, dass Hunde einige Nährstoffe aus dem Obst und Gemüse aufnehmen können. Das brauchen die Tiere zwar nicht zwingend, um den Nährstoffbedarf zu decken, aber es schadet sicher nicht. Zum Pürieren eignen sich ganz normale Pürierstäbe (ich hatte jahrelang diesen Pürierstab), günstige Standmixer (z. B. diesen hier) oder die etwas teureren Blender, mit denen sich das gesundheitsbewusste Frauchen oder Herrechen auch noch selbst einen Smoothie machen kann (ich verwende diesen Blender).

Mein Hund frisst sein Gemüse nicht

Es gibt einige Vierbeiner, die vegetarische Komponenten in ihrem Futter verweigern und ihr Gemüse weder roh, noch gekocht fressen wollen. Keine Panik. Auch dafür gibt es eine Lösung. Wie bereits ausgeführt benötigen Hunde Grünzeug nicht zur Nährstoffversorgung, sondern als Ballaststofflieferanten. Die kann man z. B. auch mit Flohsamenschalen zuführen. Der Vorteil von Flohsamenschalen ist, dass sie im Gegensatz zu Weizenkleie & Co. in der Regel auch von Allergikern vertragen werden und dass man nur sehr geringe Mengen davon braucht. Und keine Angst, sie haben rein gar nichts mit Flöhen zu tun. Und die im Gemüse befindlichen sekundären Pflanzenstoffe kann man auch über eine Kräutermischung zuführen.

Fazit

Hunde benötigen einen gewissen Anteil Rohfaser in ihrer Nahrung, der jedoch nicht zu hoch sein sollte, weil sonst die Verdaulichkeit des Futters insgesamt absinkt. Obst und Gemüse sind gute Rohfaserquellen und liefern außerdem sekundäre Pflanzenstoffe, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken können. Aus diesem Grund ist es durchaus sinnvoll, Hunden eine gute Mischung aus rotem (z. B. Beeren), gelben (z. B. Karotten, Aprikosen) und grünem (z. B. Spinat, Feldsalat, Grünkohl) Obst & Gemüse und außerdem auch in geringen Mengen Dinge wie Knoblauch oder Nüsse und Samen anzubieten. Was Hunde nicht fressen sollten, ist hier zu finden.

http://www.amazon.de/gp/product/3000496327/ref=as_li_tl?ie=UTF8&camp=1638&creative=6742&creativeASIN=3000496327&linkCode=as2&tag=w002-21&linkId=CMRYTDYO6UR4FLJH

_______________________________
[1] Mesh, D. at al. (2003): Wolves. Behaviour, Ecology, and Conservation, S. 123.
[2] Müller, S. (2006): Diet composition of wolves (Canis lupus) on the Scandinavian peninsula determined by scat analysis
[3] Meyer, H. / Zentek, J. (2005): Ernährung des Hundes, S. 79.
[4] Meyer, H. / Zentek, J. (2005): Ernährung des Hundes, S. 42.
[5] Dillitzer, N. (2009): Ernähungsberatung in der Kleintierpraxis, S. 15.
[6] Watzl, B. / Leitzmann, C. (2005): Bioaktive Substanzen in Lebensmitteln, S. 27 f.
[7] Watzl, B. / Leitzmann, C. (2005): Bioaktive Substanzen in Lebensmitteln, S. 28 f.
[8] Watzl, B. / Leitzmann, C. (2005): Bioaktive Substanzen in Lebensmitteln, S. 29 f.
[9] Watzl, B. / Leitzmann, C. (2005): Bioaktive Substanzen in Lebensmitteln, S. 33 ff.
[10] Watzl, B. / Leitzmann, C. (2005): Bioaktive Substanzen in Lebensmitteln, S. 41.
[11] Iqbal Z. et al. (2001): In Vitro Anthelmintic Activity of Allium sativum, Zingiber officinale, Curcurbita mexicana and Ficus religiosa, in: Int. J. Agri. Biol., Vol. 3, No. 4, S. 455

Kommentare

  1. Hallo, leider mag mein 6-Monate-alter Akita seine Gemüse-Obst-Mischung nicht mehr. Als Welpe hat er es noch halbwegs mit Fleisch gegessen. Ich habe versucht die Mischung mit Hüttenkäse, Quark, Thunfisch, Eigelb etc. appetitlicher zu machen, aber jedoch ohne Erfolg. Ich habe ebenfalls verschiedene Gemüse- und Obstsorten ausprobiert, doch er schnuppert nur dran und geht weg. Hätten Sie einen Rat? Vielen Dank im Voraus. Anna

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  2. Hallo. Extrem Informativ, deine Seiten :-) wie ist es mit Fell zB. Lammohren? ich gebe manchmal ohren, kann man die auch als Balaststoffe ansehen?

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  3. Hallo :)
    Müssen es Flohsamen sein oder kann man auch die mitteleuropäische variante: Leinsamenschalen nehmen?
    LG

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  4. Hallo :)
    Müssen es Flohsamen sein oder kann man auch die mitteleuropäische variante: Leinsamenschalen nehmen?
    LG

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  5. Die haben einen nicht ganz so hohen Ballaststoffanteil... der ist ungefähr nur halb so hoch.

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  6. Hallo,

    bei uns ist nun vor 5 Wochen ein "kleiner" Bordeaux Doggen Rüde eingezogen. Dieser wird gebarft. Das alles klappt auch im Großen und Ganzen. Allerdings hat mein Mixer mit einigen Zutaten wie Süßkartoffel, Sellerie etc seine Problemchen. Und das krisselige Zeug mag der Knödel nicht. Deswegen wollte ich hier mal nach einem gescheiten Mixer fragen. Auf http://standmixer.de/ wird ein Standmixer von Philips gut bewertet. Kann man den nehmen? Oder würdet ihr ein anderes Gerät empfehlen? Mit was püriert ihr?

    LG

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  7. Und hier frage ich mich und für mich ist das alles noch nicht schlüssig. Das Obst und Gemüse gesund sind/sein sollten...weiß ich. Was hat das Ganze mit der Ernährung der Hunde zu tun? Das ist etwas, was ich immer noch nicht verstanden habe. Das Gebiss des Hundes ist nicht in der Lage, sämtliches Gemüse/Obst für sich verwertbar zu machen, aber er braucht es. Warum? Ein paar Zusätze gebe ich meinen Hunden in kleinen Mengen...eine Mischung aus Seealgenmehl, Reh/Hirschfleischmehl, Dolomit, Leinkuchen, Kräuter (100% fermentiert aus ökologischer Produktion), Moringa und Aronia. Alles im Allem...1 TL pro Tag. Wäre das jetzt ausreichend? Meinungen diesbezüglich würden mich interessieren...bin im Moment noch in der Phase, meinen Hunden das Beste zu geben, wenn ich schon selbst die Nahrung zusammenstelle.

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  8. Hi Sasa,

    es geht nicht darum, dass Obst / Gemüse gesund sind. Diese Herangehensweise stammt aus dem Humanbereich. Wir Menschen ziehen aus Früchten eben recht viele Nährstoffe, weil wir Allesfresser sind und uns zudem heutzutage häufig von nährstoffarmer Fertigpizza ernähren.

    Hunde brauchen diese Nährstoffe nicht. Sie ziehen alle Nährstoffe aus Fleisch, Innereien, Knochen und Fett. Was sie brauchen, sind aber Rohfaser und Ballaststoffe. Das ist notwendig für die Darmperistaltik und als "Futter" für die Darmflora. Natürlich kann der Hund das Grünzeug weder richtig kauen, noch verwerten. Aber das ist es ja gerade: DAS SOLL ER NICHT! Er soll nur die Faserstoffe und Ballaststoffe aufnehmen, damit die im Darm ankommen - unverwertet! An Stelle von Obst und Gemüse kann man dafür auch andere Sachen einsetzen: Pferdeäpfel, Schafsköttel in Kombination mit Fellresten oder weniger eklig: Flohsamenschalen. Wildlebende Caniden nehmen neben dem, was sie im Beutetier an Fasern finden (ja, sie fressen natürlich nicht zuerst den Mageninhalt, aber sie schütteln Magen & Co. auch nicht so stark aus, dass wirklich keine einzige Faser mehr daran klebt, sonst würde man nicht so viel Pflanzliches im Kot finden), zusätzlich noch Kot von anderen Tieren auf und fressen Kräuter oder tatsächlich irgendwelche Früchte. Das versucht man, bei BARF nachzuahmen. Das kann man eben praktisch und großstadtkompatibel mit Grünzeug machen oder man lässt den Hund Pferdeäpfel fressen. Wie man will....

    LG, Nadine

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  9. Erst einmal vielen lieben Dank für deine Erklärung und das super schnell. Dann habe ich es jetzt richtig verstanden: Ich brauche meinen Hunden kein Obst/Gemüse pürieren, sondern hin und wieder nur Teile mit Fell anzubieten und der Rohfaseranteil wäre gedeckt? (rohe Äpfel futtern sie auch gern mit mir gemeinsam) Ist dafür der Pansen/Blättermagen auch geeignet anstelle der Fellteile? Mir persönlich ist es egal, was ich meinen Hunden anbiete: Tierteile mit Fell, Blut, Pansen, Blättermagen mit oder ohne Geruch. Stört mich alles nicht. Wichtig ist für mich, dass ich das gesamte Verhältnis in etwas hinbekomme und gleichzeitig etwas finde, was mein Mann auch verfüttern würde, falls ich es mal nicht kann. Sobald er nur das Wort "rohe Leber" hört, fällt er schon ins Koma. "Männer" halt...Zwinker... Dann wäre doch vielleicht ein getrocknetes Kaninchenohr ect. dafür angebracht bzw. ausreichend?

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  10. Sag wir mal so: Fellteile in Kombination mit Pflanzenfresserkot. Fell kann als "Ballaststoff" dienen, der Kot liefert die Faserstoffe - beide Dinge haben unterschiedliche Aufgaben, wobei Faserstoffe wohl Ballaststoffe ersetzen können, aber nicht umgekehrt. Man muss aber mit Fellstreifen aufpassen, wegen der Mengen. Zu viel Fell kann Probleme machen und zum Darmverschluss führen, bei Pferdekot könnte zum Beispiel ein Wurmmittel enthalten sein. Das ist wohl unter anderem der Grund, warum die meisten Barfer dann doch lieber Obst und Gemüse füttern oder eben Flohsamenschalen, die auch Ballaststoffe und Faserstoffe liefern.

    Ein Beutetier wie ein Kaninchen besteht etwa zu 10 % aus Fell und 10 % aus Darminhalt. Bei so einem kleinen Tier würde der Canide alles mitfressen - also auch den Magen- und Darminhalt - weil sich das ein Ausschütteln nicht lohnt. Das wäre ungefähr die Mengenangabe, wobei etwas weniger sicherlich auch kein Problem wäre. Aber dann bist Du eigentlich beim Prey Model und fütterst ganze Beutetiere.

    Bei BARF ist das alles etwas großstadtkompatibler gestaltet ;)

    Und ja, Männer sind so. Meiner verlässt panik- und fluchtartig den Raum, wenn er nur das Wort Pansen oder Leber hört :D

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  11. Ich habe schon etwas über das Prey Model gelesen, aber noch nicht wirklich verfolgt. Ich barfe meine Hunde (beide 11 Jahre alt) erst seit ca. 3 Monaten (schade, dass ich es nicht schon früher gemacht habe). Über das Wort Barf bin ich durch Zufall im Netz gestoßen und seit ca. 4 Monaten inhaliere ich alles, was sich damit beschäftigt, um mir mehr Wissen anzueignen. Deine Seite ist super für den Einstieg und bestens, weil du immer noch präsent bist und Fragen beantwortest..."Daumen nach oben"...Eine ca. 5 wöchige Entschlackungskur unter Anleitung haben sie auch schon hinter sich. War auch alles gut in dieser Zeit. Mittlerweile stelle ich kleinere Veränderungen fest, Fell, Kot vielleicht auch etwas im Verhalten. Das würde jetzt aber den Rahmen hier sprengen, wenn ich darauf eingehe. 2 Wochen vor der Kur habe ich viele positive Veränderungen mitbekommen, nachdem ich auf Barf umgestellt habe. Etwas davon ist verloren gegangen...bin gerade dabei, das alles ins richtige Licht zu rücken und die Fehlerquellen aufzudecken bzw. zu finden. Ich habe mittlerweile Hasenköpfe mit Fell oder auch Rinderohr mit Fell verfüttert. Denke mal, dass es im Rahmen war. Darüber bin ich mir schon bewusst, dass das Fell nicht täglich sein muss. Was mich jetzt noch interessiert, was hat der Pflanzenfresserkot mit dem Fellanteil zu tun? Davon habe ich noch nichts gelesen und bin wahnsinnig gespannt! Vielen Dank schon mal für deine Mühe!

    ...lach...finde ich schon mehr als lustig, dass die Frauen, was die Tierfütterung angeht, gestandene "Männer" sind und die Männer sich als verweichtliche Frauen präsentieren. Werde ich wohl nie verstehen und sämtliches Zureden diesbezüglich nützt leider nix. Habe ich schon mehrfach versucht, leider ohne erfolg. ;)

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  12. Meistens sind es die folgenden Baustellen, die dazu führen, dass z. B. das Fell wieder schlechter wird: Zu wenig Fett, falsches Öl, fehlende Nährstoffe aufgrund falscher Zusammensetzung.

    Ich kann Dir diesbezüglich nur mein Buch ans Herz legen - ein bisschen Werbung muss sein ;) Da ist das alles zusammengefasst. Es ist halt nicht egal, welches Fett man gibt, wie die Ration genau aufgebaut ist etc.

    Der Fellanteil und Pflanzenfresserkot haben eigentlich nichts miteinander zu tun. Es ist nur so, dass ein Beutetier eben 10 % Fell hat und 10 % Darminhalt. Und je nach Größe des Beutetieres würde ein Hund (oder Wolf) eben beides komplett mitfressen. Bei einem Kaninchen, ja, bei einem Elch eher nein - da würde Fell übrig bleiben und auch der Mageninhalt würde verschmäht werden, Teile des Darminhalts würden aber mitgefressen werden. Und da man versucht, Beutetiere nachzuahmen, muss man eben auch das berücksichtigen.

    Ja, Männer können echte Mädchen sein. Ich sag ja immer: Stell Dich nicht an wie ein Stadtkind! ;)

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  13. Eigenwerbung?...würde ich auch machen, wenn ich völlig davon überzeugt bin. Habe mir schon ein Buch gekauft, um sämtliche Fragen ums Barfen mir zu beantworten...war nicht dein Buch, leider...es hat mich nicht weitergebracht...ok...ich werde mir dein Buch gleich bestellen, auf die paar Euros soll es nicht ankommen und ich hoffe, dass es mich etwas weiter bringt. Und vielen Dank für deine schnelle Antwort. Ich dachte mir schon, dass ich noch nicht fertig bin mit meinen Infos. Und nur noch einmal nebenbei...wenn ich mich für etwas interessiere, dann mit Haut und Haar...Ich hoffe nicht, dass ich dich demnächst nicht mit zu vielen Fragen bombadieren werde, denn wenn ich erst einmal mich für eine Thematik interessiere, dann bis ins kleinste Detail...sorry...aber so bin ich halt. Sobald ich alles für mich zusammengetragen habe, dann erst komme ich zur Ruhe und weiß, dass ich es richtig mache. In diesem Sinne...und vielleicht finde ich noch eine Möglichkeit für meinen Mann, was die Rohfütterung betrifft. Habe auf jeden Fall schon mal eine Alternive mit den Innereien und von rohem Fleisch (Gulasch ist auch nix anderes) wird er mir doch mit Sicherheit nicht aus den Latschen kippen...hoffe ich jedenfalls. Ich wünsche dir und deiner Famile ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest und vielen Dank noch mal für deine Mühe. Ich werde mich auf jeden Fall demnächst mit "Fragen" bei dir revanchieren. ;D

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  14. Hallo Nadine,

    nur nochmal zum Verständnis...wenn ich meinen Hund grundsätzlich statt Gemüse/Obst zum Fleisch Flohsamenschalen täglich ins Futter gebe -gibts da ne Mengenangabe?-muss ich dann seine Fleischration um die fehlende Gemüsemenge erhöhen? Meiner sollte lt. deinem Barfrechner 500g tagesration aus 400g Fleisch plus 100g Gemüse erhalten.
    vielen dank
    grüße
    carolin

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  15. Hallo Nadine,

    nur nochmal zu meinem Verständnis,

    wenn ich meinem Hund grundsätzlich statt Gemüse/Obst täglich Flohsamenschalen zu seinem Fleisch gebe-gibts da ne Mengenangabe?- muss ich dann seinen fehlenden Gemüseanteile mit Fleisch auffüllen? Also meiner würde lt. deinem Barfrechner 500g Tagesration aus 400 g Fleisch plus 100g Gemüse beommen.

    Vielen Dank

    Grüße
    Carolin

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  16. Hallo Nadine,

    nur nochmal zu meinem Verständnis,

    wenn ich meinem Hund grundsätzlich statt Gemüse/Obst täglich Flohsamenschalen zu seinem Fleisch gebe-gibts da ne Mengenangabe?- muss ich dann seinen fehlenden Gemüseanteile mit Fleisch auffüllen? Also meiner würde lt. deinem Barfrechner 500g Tagesration aus 400 g Fleisch plus 100g Gemüse beommen.

    Vielen Dank

    Grüße
    Carolin

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  17. Hi Caro,

    man muss nichts weiter auffüllen. Die 100 g O/G, die Du eigentlich geben würdest, bestehen ja zu über 90 g aus Wasser ;) Gibt einfach 1 TL Flohsamenschalen dazu. Wenn Dein Hund zu weichem Kot neigt, dann uneingeweicht, ansonsten einweichen.

    LG, Nadine

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