Traue nie einer Statistik, die Du nicht selbst... Studie zur Bedarfsdeckung von BARF

Kürzlich stolperte ich im Internet über eine Diplomarbeit zum Thema BARF. In der „Umfrage zum Thema Rohfütterung „BARF“ unter Hundebesitzern in Österreich und Deutschland und rechnerische Überprüfung von BARF-Rationen“ sollten die häufigsten Fütterungsfehler aufgedeckt und die Beweggründe für die Umstellung auf BARF aufgezeigt werden. Um es vorweg zu nehmen, das Resultat der vorliegenden Arbeit lautete: BARF ist nicht bedarfsdeckend. Angeblich war keiner der untersuchten Futterpläne optimal. Immer lag eine Unter- oder Überversorgung mit Nährstoffen vor.


Kann das wirklich sein? Wie kommt es dann, dass ich schon mehrere BARF-Pläne anhand wissenschaftlicher Bedarfswerte überprüft habe und das Ergebnis stets lautete, dass sämtliche Nährstoffe bedarfsgerecht zugeführt werden?

Schauen wir uns diese Diplomarbeit etwas genauer an.

Ungenaue Definition des Begriffs BARF

In Kapitel 2.1 wird eine „Definition“ des Begriffs BARF vorgenommen. Die Autorin geht in ihrer Arbeit davon aus, dass eine Fütterung von Hunden und Katzen mit rohen Zutaten als BARF zu verstehen ist. Demzufolge wäre theoretisch auch eine Fütterung, die z. B. ausschließlich auf Salami und rohem Schinken basiert, als BARF zu bezeichnen.

Meines Erachtens ist eine solche Definition nicht korrekt. Das Akronym BARF steht für Biologisch artgerechtes rohes Futter. Artgerechte Haltung ist definiert als eine Orientierung an der ursprünglichen Lebensweise einer Tierart. Biologisch gesehen ist der Haushund der Art „Wolf (Canis Lupus)“ zuzuordnen. Demzufolge orientiert sich BARF an der Ernährung von Wölfen. Wölfe ernähren sich bekanntermaßen von Beutetieren (siehe Übersicht). Demzufolge muss sich eine Ernährung, die das Wort „artgerecht“ beinhaltet, am Aufbau eines Beutetieres orientieren und ein Beutetier besteht bekanntermaßen nicht ausschließlich aus Muskelfleisch (oder Salami), sondern immer auch aus Knochen, Innereien, Fett, Fell usw.

Ergo: BARF ist die Fütterung roher Zutaten, aber die Fütterung roher Zutaten ist nicht zwangsläufig BARF. In der vorliegenden Arbeit wurde jedoch keine Differenzierung vorgenommen. Untersucht wurde in dieser Arbeit also die Fütterung roher Zutaten, nicht BARF.

Eine klar abgegrenzte Definition des Begriffs BARF findet man übrigens hier.

Fehler bezüglich der verwendeten Bedarfszahlen

Im Kapitel 2.3.1 behauptet die Autorin: „Hausgemachte Rationen aus Fleisch und Schlachtnebenprodukten, Knochen, Obst und Gemüse und eventuell Getreideprodukten gewähren keine bedarfsdeckende Versorgung mit allen Mineralstoffen und Vitaminen, auch wenn das von Befürwortern der Rohfütterung postuliert wird.“

Diese Behauptung soll anhand einer Befragung von Tierhaltern und der Auswertung der Resultate hinsichtlich der Bedarfswerte bewiesen werden. Dabei werden angeblich die Bedarfswerte gemäß des National Research Council aus 2006 herangezogen. Schauen wir uns die Bedarfswerte an, die in der Diplomarbeit verwendet wurden:

Verwendete Bedarfswerte, angeblich nach NRC-Angaben


Und nun werfen wir mal einen Blick auf die Werte, wie sie tatsächlich vom National Research Council in Nutrient Requirements of Dogs and Cats aus 2006 veröffentlicht wurden:

Bedarfswerte gemäß NRC bezogen auf das Stoffwechselgewicht des Tieres (KM0,75)

Wie man gut erkennen kann, gibt es erhebliche Unterschiede. Die Autorin hat möglicherweise die in Nutrient Requirements of Dogs and Cats veröffentlichten Definitionen zu den Bedarfswerten auf den Seiten 1 und 2 des Buches nicht korrekt übersetzt (oder verstanden) oder ist im Rahmen der Datenübertragung vielleicht in der Spalte verrutscht. Das NRC teilt Bedarfswerte in Kategorien ein und definiert diese folgendermaßen:
Minimal Requirement is presented and is defined as the minimal concentration or amount of a bioavailable nutrient that will support a defined physiological state.

Adequate Intake is defined as the concentration in the diet or amount required by the animal of a nutrient that is presumed to sustain a given life stage when no Minimal Requirement has been demonstrated.

The Recommended Allowance is defined as the concentration or amount of a nutrient in a diet formulated to support a given physiological state.

Data for Safe Upper Limit, or the maximal concentration or amount of a nutrient that has not been associated with adverse effects.

Meines Erachtens hat die Autorin Recommended Allowance als maximal empfohlene Zufuhr fehlinterpretiert, obwohl dieser Wert lediglich als Erhaltungsbedarf definiert ist. Die sichere Maximalzufuhr ist aber als Safe Upper Limit zu verstehen, welche für die meisten Nährwerte nicht angegeben ist. Abgesehen davon hat sie lediglich den Proteinbedarfswert auf das Stoffwechselgewicht des Tieres bezogen und hat für die anderen Werte das tatsächliche Gewicht des Tieres angegeben, was nicht korrekt ist.

Spaßeshalber habe ich ein von Tierärzten entwickeltes Hundefutter mit den in der Diplomarbeit verwendeten Daten im Hinblick auf die Bedarfsdeckung überprüft. Das Ergebnis ist niederschmetternd, denn das Trockenfutter stellt in dem Fall leider nur bei einem einzigen Bedarfswert eine optimale Versorgung sicher, nämlich beim Magnesium. Alle anderen Werte weisen eine erhebliche Über- oder Unterdeckung auf. Merkwürdig, oder?

Abgleich von Royal Canin Maxi 5+ mit den angeblichen NRC-Werten


Gleicht man das Trockenfutter mit den tatsächlich vom NRC veröffentlichten Bedarfswerten ab, so erscheint das Ergebnis schon viel adäquater, denn das Futter weicht lediglich bei Selen, Vitamin B2 und B3 leicht vom optimalen Erhaltungsbedarf ab, ist also rein rechnerisch betrachtet bedarfsdeckend.

Ohne jetzt auf jeden einzelnen Nährstoff eingehen zu wollen, soll am Beispiel des Proteinbedarfs dargestellt werden, wie sich die fehlerhaften Bedarfswerte auf etwaige Analysen auswirken:

Laut der Autorin soll z. B. der minimale Eiweißbedarf bei 2,62 g/kg0,75 KM und der maximal empfohlene Wert bei 3,28 g/kg0,75 KM liegen. Laut NRC ist es so, dass der erste Wert tatsächlich das Minimum ist und der zweite Wert als Erhaltungsbedarf anzusetzen ist. Ein Maximalwert, der nicht überschritten werden sollte, wird nicht angegeben, da Versuche keine negativen Auswirkung einer zu hohen Proteinzufuhr ergeben haben. Nun schlussfolgert die Autorin aus ihren Annahmen, dass „insgesamt 98,2 % (n=55) […] über der empfohlenen maximalen Zufuhr von Rohprotein.“ lagen. Dem ist natürlich nicht so, denn der von der Autorin als Maximum angenommene Bedarfswert beschreibt eigentlich den Erhaltungsbedarf, der sich zudem auch noch auf verdauliches Rohprotein bezieht. Das Gesamtprotein einer Ration entspricht selbst bei BARF nicht dem verdaulichen Protein. Aufgrund der Tatsache, dass es für die Eiweißzufuhr jedoch laut NRC gar keinen Bedarfswert gibt, der nicht überschritten werden sollte, kann auch nicht resümiert werden, dass BARF-Rationen zu viel Rohprotein liefern würden. Erfahrungsgemäß liegt der Rohproteinwert einer BARF-Ration für gewöhnlich unter jenen von handelsüblichem Trockenfutter. 
 
Abgesehen davon, dass die Autorin inkorrekte Bedarfswerte für die Untersuchung der Rationen verwendet hat und somit die vorliegende Studie ohnehin aussagelos ist, weist sie mit keinem Wort darauf hin, dass obendrein für gebarfte Hunde nicht unbedingt die geltenden wissenschaftlichen Bedarfswerte heranzuziehen sind. Bekanntermaßen beeinträchtigen diätische Antagonisten im Futter (wie z. B. Phytinsäure, die in Getreide enthalten ist) die Bioverfügbarkeit gewisser Nährstoffe. Dadurch erhöhen sich die Bedarfswerte für Hunde, die einen großen Teil derartiger Störstoffe aufnehmen, wie es z. B. bei handelsüblichem Fertigfutter der Fall ist. Außerdem verändern gewisse aus produktionstechnischen Gründen hinzugefügte Vitamine (z. B. Vitamin E als Antitoxidans) den Bedarfswert anderer Nährstoffe. Daher sind die Bedarfswerte für gebarfte Hunde, deren Nahrung weniger dieser Stoffe enthält, geringer. Dieser Umstand muss bei etwaigen Berechnungen zwingend berücksichtigt werden.

Überprüft man eine BARF-Ration anhand der echten NRC-Werte und berücksichtigt außerdem den Umstand, dass einige Werte herabzusetzen sind, ist eine BARF-Ration selbstverständlich bedarfsdeckend. Gleiches trifft aber nicht unbedingt auf Rationen zu, die sich nicht am Beutetier orientieren, sondern beispielsweise lediglich aus Rindfleisch oder Getreide bestehen. Daher ist es wichtig, verschiedene Fütterungskonzepte auch getrennt zu betrachten.

Methodisch zweifelhafter Fragebogen / Auswertung

Im Fragebogen, den die Autorin als Grundlage für diese Studie verwendet, wurde diesem Umstand keine Rechnung getragen. Außerdem fördert die Art der Fragestellung, welche bei der Konzeption des Fragebogens gewählt wurde, möglicherweise fehlerhafte Angaben der Tierhalter. In Frage 12 des Bogens wird zum Aufbau des Futterplan lediglich gefragt: „Wie sieht eine Wochenration für Ihren Hund aus? (Bitte in Gramm und Zusatzmittel angeben!)“. Befragte neigen leider dazu, einen Fragebogen nicht unbedingt sorgsam auszufüllen. Stellt man eine einzige Frage zur Zusammensetzung der Ration, so werden Komponenten vergessen. Daher sollte man die Ration in bestimmte Gruppen unterteilen, nach deren Anteil am Gesamtfutter fragen und z. B. verschiedene Fleischsorten als Antwortmöglichkeit anbieten und auf Basis dessen die ungefähren Nährwerte ermitteln.

Ein weiterer Kritikpunkt ist außerdem, dass die Nährstoffdichte natürlicher Futtermittel naturgemäß erheblichen Schwankungen unterliegt. Um eine gesicherte Aussage zur Zusammensetzung von BARF-Mahlzeiten treffen zu können, müsste man daher über einen gewissen Zeitraum hinweg Futterproben aus der tatsächlich verfütterten Ration entnehmen und diese analysieren lassen. Dies würde sicherlich den Rahmen einer Diplomarbeit sprengen, aber ein Hinweis auf diese Problematik hätte erfolgen können.

Fehlende statistische Auswertung

Anzumerken ist zudem, dass in der vorliegenden Arbeit gänzlich auf eine vollumfängliche statistische Auswertung der Ergebnisse verzichtet wurde. Zwar wurde die Häufigkeit der einzelnen Antworten ermittelt (wobei einige Fehler unterlaufen sind), aber um eine Aussage zur statistischen Relevanz der Ergebnisse treffen zu können, müssten bekanntermaßen weitere Messgrößen und Variablen mit entsprechenden Tests untersucht werden. Es standen insgesamt lediglich 56 auswertbare Bögen zur Verfügung. Ausgehend von einer recht großen Grundgesamtheit (in Deutschland werden ca. 8 % der 5 Mio. Hunde mit selbst zubereiten Mahlzeiten gefüttert, auch wenn die nicht alle „roh“ sind) sind Stichprobenfehler nicht auszuschließen, daher wäre z. B. eine Überprüfung der statistischen Signifikanz der Ergebnisse dieser Arbeit notwendig gewesen.

Mangelnde Objektivität und andere Fehler

Insgesamt ist außerdem anzumerken, dass die vorliegende Arbeit m. E. wenig objektiv wirkt. So gelten negative Aspekte der Rohfütterung (Mangelversorgung, Gefahr durch Keime oder Parasiten etc.) stets als bewiesen, während positive Resultate (Verbesserung der Fellqualität, Verdauung etc.), als fragwürdig hingestellt werden. So schlussfolgert die Autorin auf Basis inkorrekter Bedarfswerte und mit einem methodisch suspekten Fragebogen, dass BARF auf keinen Fall bedarfsdeckend sei, die im selben Atemzug von den Befragten genannten Verbesserungen (und immerhin hatten 71,5 % der Befragten gesundheitliche Veränderungen festgestellt) werden hingegen als „subjektive(n) Einschätzungen der BesitzerInnen, die von BARF überzeugt sind und daher positive Veränderungen am Hund sehen möchten“ dargestellt. Ebenso werden bestimmte Probleme im Hinblick auf die Ausscheidung von pathogenen Erregern (z. B. Salmonellen) oder Parasiten (z. B. Fuchsbandwurm) allein auf die Rohfütterung bezogen, obwohl diese Gefahren nachweislich auch von Hunden ausgehen, die gekochte Zutaten oder gar Fertigfutter bekommen.

Um zu zeigen, wie gefährlich eine Mangelversorgung sein kann, werden außerdem  auf S. 22 f. aktuelle Fallberichte ernährungsbedingter Erkrankungen dargestellt, wobei nicht in einem einzigen Fall ein Tier wirklich gebarft wurde. Zwar weist die Autorin darauf hin, dass es sich nicht um BARF-Rationen handelt, dennoch stellt sich die Frage, was diese Fälle dann in einer Arbeit zum Thema BARF zu suchen haben.

Einige der Aussagen in der Diplomarbeit könnten zudem für Unbedarfte durchaus gefährlich sein. So gibt die Autorin hinsichtlich der üblicherweise verwendeten Futterzusätze an: „Während einige davon durchaus einen Beitrag zur Nährstoffversorgung liefern (Salz – Natrium und Chlorid, Bierhefe – B-Vitamine), ist bei anderen die Nährstoffzufuhr vernachlässigbar (Nüsse, Samen, Algen).“ Die Salzwasseralge Ascophyllum Nodosum beispielsweise liefert 65.000 µg Jod pro 100 g. Üblicherweise wird bei BARF die Versorgung des Hundes mit Jod über solche Algen sichergestellt. Die Behauptung, dass die Nährstoffzufuhr vernachlässigbar sei, könnte dazu führen, dass Hundehalter getreu dem Motto „viel hilft viel“ an Stelle von Dosierungen unter 1 g, solche Algen esslöffelweise verfüttern, um die Wirkung zu verstärken. Dies würde zu einer extremen Jod-Überdosierung führen, die gesundheitliche Konsequenzen haben kann.

Das Fazit der Arbeit ist, dass „im Internet und in populärwissenschaftlichen Büchern empfohlenen Rationen nicht ausgewogen sind.“ und Hundehalter daher eine Ernährungsberatung durch einen Tierarzt in Anspruch nehmen sollten. Interessanterweise waren 6 der ausgewerteten Rationen von Tierärzten oder Ernährungsberatern erstellt worden, wobei wir uns daran erinnern, dass laut der Autorin keine der überprüften Rationen bedarfsgerecht war…. ;)

Fazit

Die Studie „Umfrage zum Thema Rohfütterung „BARF“ unter Hundebesitzern in Österreich und Deutschland und rechnerische Überprüfung von BARF-Rationen“ liefert m. E. keine verlässlichen Daten hinsichtlich der Bedarfsdeckung von BARF-Rationen, denn:
  1. Der Begriff BARF wurde nicht von anderen Rohfütterungskonzepten abgegrenzt, obwohl erhebliche Unterschiede zwischen den Konzepten bestehen
  2. Die Bedarfswerte gemäß NRC wurden falsch übernommen / interpretiert
  3. Die verwendeten Bedarfswerte wurden nicht an die Bedingungen einer getreidefreien / kohlenhydratarmen Ernährung angepasst
  4. Der verwendete Fragebogen ist methodisch nicht optimal aufgebaut
  5. Die statistische Auswertung der Ergebnisse ist lückenhaft

Aufgrund der genannten Kritikpunkte kann die Kernaussage der Diplomarbeit, nämlich dass BARF nicht bedarfsdeckend sei, aus meiner Sicht nicht ernst genommen werden, weshalb weiterhin der Beweis aussteht, dass BARF-Rationen grundsätzlich nicht ausgewogen seien und man stets einen Fachmann zu Rate ziehen müsse, um eine bedarfsdeckende Ration zu erstellen.

Kommentar: Ehrlich gesagt ist mir schleierhaft, wie die Gutachter und Betreuer dieser Arbeit  derartige Fehler übersehen konnten, da sie doch die Experten sind, an die man sich laut dieser Arbeit mit einer Rationsgestaltung wenden soll. Diese Diplomarbeit wird sicherlich nicht deshalb online gestellt worden sein, weil sie mit einer 5,0 bewertet wurde…. 

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Kommentare

  1. Unglaublich! Hast du das an die Universität weitergeleitet?

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  2. Nein, habe ich nicht. Aber es wird die Damen und Herren vermutlich auch nicht wirklich interessieren. Was wissen Laien schon? Wir können unsere Hunde nicht füttern, also können wir auch keine Fehler in (wissenschaftlichen) Arbeiten finden...

    Ziel dieses Artikels war eigentlich nur, dass nicht jeder Barfer sofort in Panik ausbricht, weil nun scheinbar schwarz auf weiß "bewiesen" ist, dass BARF nicht nur ein bisschen, sondern VOLLKOMMEN am Bedarf vorbei sein soll. Diese Arbeit enthält einfach zu viele Fehler, als dass man sich durch sie einschüchtern lassen sollte und ich wollte das lediglich so sachlich wie möglich darstellen. Denn ich sehe schon vor mir, wie Kritiker die Arbeit ausdrucken und ängstlichen Barfern damit vor der Nase herumwedeln. Ich denke, es ist klar zu erkennen, dass die Arbeit auf falschen Annahmen beruht - ich habe ja nur aufgezeigt, was jeder selbst in der Arbeit überprüfen kann. Wer diese Arbeit dann immer noch als maßgeblich betrachtet, dem ist meiner Ansicht nach nicht mehr zu helfen ;)

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  3. Du hast vollkommen recht. Jeder, der auch nur ein bisschen der englischen Sprache mächtig ist, sieht den Übersetzungsfehler sofort (oder wars sogar Absicht, wer weiß ..?) Vermutlich haben die geehrten Prüfer genauso wenig Ahnung von der Materie wie der Rest der Tierärzte auch. Eine von den 2 "Prüfern" macht auch noch Futterberatung, ein Schelm, wer böses dabei denkt? Es ist traurig, mit welch einer offensichtlichen Schlamperei heutzutage Doktortitel verliehen werden!

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  4. wikiplag kümmern sich schon seit letzter Woche um die stellungnahme der prüfer

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  5. Hallo zusammen,

    mein Tierarzt hat mir Fortan empfohlen um Mangelerscheinugnen bei meinem Hund zu vermeiden. Er meinte solange ich mir der Materie noch nicht sicher währe könnte ich so nichts falsch machen. Später kann ich das Mittel absetzen wenn meine Futterzusammenstellungen stimmen. Was haltet ihr von der Vorgehensweise?

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  6. Erste Reaktion ist erfolgt. Die Uni will die Sachlage prüfen. Es ist ja menschlich, auch als Prüfer Fehler zu machen, wenn Sie bei Auffallen dann jetzt korrekt fachlich damit umgehen.

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  7. @Petra: Davon halte ich nichts. Wenn man sich beim Barfen an die Regeln hält (z. B. daran: http://mashanga-burhani.blogspot.de/p/blog-page.html), dann füttert man automatisch bedarfsdeckend. Man benötigt bei einem gesunden Hund keine speziellen Futtermittel. Ich würde Dir empfehlen, einen Futterplan aufzustellen und würde den lieber prüfen lassen. Das macht mehr Sinn.

    @Anynom: Das ist ja interessant. Und klar, irren ist Menschlich. Das ist auch kein Problem, wenn man richtig damit umgeht. Aber die Betreuerin nutzt in Vorträgen das Argument, Diplomarbeiten hätten nachgewiesen, dass BARF nicht bedarfdsgerech sei... Der Vortrag ist auf Youtube verfügbar. Ein lachhaftes Argument, wenn man sich die Diplomarbeit dann ansieht. Und wer weiß, was noch alles nicht korrekt ist. Wenn ich als Laie schon so viele Fehler in der Arbeit finde (es ist ja nicht nur der Übersetzungsfehler, auch die irrige Annahme, ein Hund, der getreidefrei ernährt wird, hätte die gleichen Bedarfswerte wie ein Hund, der gebarft wird oder der suspekte Fragebogen), dann dürfte einem Gutachter, der in dem Fach promoviert hat, noch wesentlich mehr auffallen... Es ist ja auch nicht die einzige fehlerhafte Arbeit, die ich mir angesehen habe. Und ich fand nicht nur Fehler, sondern auch Plagiate in einer Dissertation... Erschreckend!

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  8. Hallo Nadine,
    Du hast diese Studie sehr gut aufgearbeitet. Vielleicht werden solche Fehler, aufgrund der "Zusammenarbeit" zwischen Universität und Fertigfuttermittelhersteller "übersehen". Es wäre ja fatal, wenn durch eine Diplomarbeit herauskommt, dass man einen Hund auch ohne Fertigfutter ernähren kann. ;) Ich bin wirklich gespannt, was daraus wird.
    LG Smilla

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  9. Bislang leider noch nichts Neues von der Uni, wir horchen mal nach. Bedingt durch die Sommerferien sind momentan Rückmeldungen generell schleppend, muss also noch nichts heißen.

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  10. generell ein super Blog von Dir! gefällt mir richtig gut :)
    und die Aufarbeitung der Diplomarbeit finde ich sehr logisch und verständlich.
    ich hoffe auch, dass sich nicht allzu viele von dieser Diplomarbeit abschrecken lassen!
    Für uns gibt es keine Alternative mehr zu BARF - Gott sei Dank haben wir recht schnell umgestellt und unser Hund musste nur ein Jahr Industriefutter zu sich nehmen ;)

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  11. Hallo, ich würde auch gerne anfangen zu BARFen und habe mir dazu das Buch von Nadine gekauft und alles genau recherchiert, aufgeschrieben und berechnet.
    Mein Hund verträgt leider nur Kaninchen, Lamm und Fisch aufgrund von Allergien und ich finde nicht in jedem Shop Lamm-Milz. Kann ich düse innerei irgendwie ergänzen?
    Ich würde den Anteil mit 15% an Innereien gerne wie im Buch beschrieben aufteilen:
    40% Leber
    15% Nieren
    15% Milz bzw. Ersatz für Milz
    15% Herz
    15% Lunge

    Ich wäre über antworten und Lösungen sehr dankbar :-)

    Lieben Gruß
    Jasmin

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